Cook Islands – the whole story!
Achtung – alle 6 Tage in einem Post zusammengefasst. Sehr lang!!!
Die Cookinseln – 15 paradiesische Inseln mit insgesamt gerade 18.000 Einwohnern. Mehr als die Hälfte aller Einwohner leben auf der Hauptinsel Rarotonga – und für eine Woche auch wir.
Alle Inseln der Cooks sind umgeben von einem natürlichen Korallenriff (siehe Bild), welches das die Insel vor der starken Brandung schützt und zugleich eine atemberaubende Unterwasserwelt birgt. Angenehm zu wissen ist auch, dass große Haie es nicht über die Korallen schaffen (zumindest in der Regel nicht) und man dadurch in Ruhe schwimmen oder schnorcheln kann. UND es ist das Wasser innerhalb des Riffbeckens ist super warm (25 – 30 Grad). Die Cooks sind bekannt für ihre makellosen weißen Sandstränden und den dort stehenden Kokuspalmen. Das landesinnere birgt eine Dschungelartige Landschaft mit Bergen von bis zu 650 Meter. Und das ganze natürlich beinnahe menschenleer – schließlich soll man den Traumstrand ja auch alleine genießen können.
Soweit zumindest die Theorie…aber wie sehen wir das ganze?
Die Anreise (geschrieben von Jan):
21. Oktober 2007, 20 Uhr. Nach einer fast 2-stündigen Reise durch L.A. sind wir planmäßig mit ein wenig mehr Puffer als letztes Mal am International Airport Los Angeles eingetroffen.
Der Puffer war aber durchaus angebracht, denn Air New Zealand scheint nicht die schnellste Airline in der Check-In-Abfertigung zu sein. Für eine 20 Meter lange Schlange warteten wir eine knappe Stunde…und das bei 4 Check-In-Mitarbeitern.
That’s the way – dann noch schnell die Sicherheitsschleuse passiert und schon war es kurz nach 21 Uhr. Also nicht mehr sooo viel Zeit. Erfreulicherweise haben wir einen kostenlosen WiFi Hot Spot auf dem Flughafen finden können, sodass wir uns noch ein paar Infos über die Cooks raussuchen konnten. Schnell die letzten Dollar in Burger King verprasst und ab in den Flieger.
Unser erster Eindruck war etwas enttäuschend. Sah Air Newzealand doch irgendwie veraltet aus (kleines Entertainment-System etc.), doch schon bald änderte sich unsere Meinung. Besseres Essen, besserer Service, größere Decken und für Jan eine großzügige Gute-Nacht-Whisky-Cola-Mische (50/50 – die haben es gut gemeint).
Der Flug an sich verlief problemlos und war relativ angenehm (so angenehm wie es halt ist in einem Flugzeug zu schlafen). Das Kinoprogramm präsentierte uns „Die Arche“ (lustiger Film!) und das Funky-Radio in Kombination mit dem gut gemeinten Whisky hinterließ beinnahe eine wenig Partystimmung… .
Nach der Landung in Rarotonga wurden wir in der „niedlichen“ Empfangshalle mit lauter Live-Musik begrüßt – super…da war das Insel-Feeling.
Die Cook Islands haben ein wirklich kleinen Flughafen. Ein Gepäckband, eine kleine Empfangshalle und nur ein Röntgen-Gerät. Und vor der Tür standen klischeehaft die Insulaner mit Blumenkränzen und bunten Kleidern…süß!
Nach der entsprechend zügigen Abfertigung wurden wir vor dem Flughafen freudig von der Tochter der Hostel-Besitzerin empfangen und es ging mit 4 weiteren Gästen ab ins Hostel. Auf der recht kurzen Fahrt erhielten wir die ersten Inseleindrücke. Obwohl es etwas verregnet war, war es dennoch sehr schön. Viel grün, kleine Straßen, bunte Blumen und verdammt viele Hühner… .
Tag 1 (geschrieben von Jan)
Hühner, Hühner, Hühner. Jeder Inselbewohner scheint hier mindestens 20 Hühner zu besitzen. Und einen Hund…
Nachdem wir im Hostel angekommen sind wurden die Betten „verteilt“. Das „Hostel“ ist wie eine kleine Siedlung aufgebaut. Zum einen gibt es das Haupthaus, wo sich ein Gemeinschaftsraum nebst einigen kleinen Dorm-Rooms (drei Betten) befindet. Des Weiteren befinden sich auf dem Gelände verteilt noch ca. vier kleine „Chalets“ (kleine Häuser mit eigener Küche und eigenen Bad) und um den Pool sind noch weitere Räume verteilt.
Weil hier zurzeit nicht wirklich viel los ist erhielten wir, obwohl wir 2 Betten in einem Dorm-Room gebucht haben, ein 5-Bett-Chalet (welches wir lediglich mit ein paar Geckos teilen müssen). Super!!!
Nach einer kurzen Verschnaufpause gingen wir zu einem nur zwei Minuten entfernten Supermar…erm….ne, sagen wir „improvisierten kleinen Shop“. Hier deckten wir uns mit ein wenig Wasser und zum Frühstück je einem selbstgemachten Frikadellen-Spiegelei-Zwiebel-Burger ein. Nicht wirklich günstig hier – aber das ist halt das Inselleben… .
Zurück im Hostel lernten wir dann die Hostel-Besitzerin Adriane kennen. Eine wirklich liebe Frau aus Neuseeland, die vor 16 Jahren beim Besuch ihrer hier lebenden Eltern ihren jetzigen Ehemann kennen gelernt hat. Nach ein wenig Small Talk und den ersten Insel-Tipps ging es zusammen mit den anderen „Neuen“ per Hostel-Bus auf eine kleine Tour durch die „Stadt“. Auf dieser Tour wurden uns die wichtigsten Dinge auf der Insel gezeigt und wir erhielten erneut einige Impressionen von der Insel.
Am Abend lernten wir noch unsere Mitankömmlinge kennen. Eine Schwedin, eine Engländerin sowie und Engländer und ein etwas älterer Amerikaner. Alle samt sehr nett.
Das Abendbrot bestand aus einem der vielen Cook-Hühnern mit etwas Gemüse. Ein exzellentes Essen für unsere derzeitigen Ansprüche
Man merkt deutlich, dass hier eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit herrscht (Toni ist verwundert, dass es so feuchte Luft auch außerhalb von Tropenhäusern gibt), vermutlich muss sich der Körper erst an diese gewöhnen…doch irgendwie ist es angenehm und deutlich besser als die trockenen Luft in Las Vegas… .
2. & 3. Tag (geschrieben von Antonia)
Endlich war es so weit, der nächste Morgen war da und Jan konnte endlich seinen langersehnten Skooter-Führerschein (Roller) machen. Es ist zwar kein authentischer Führerschein, sondern in meinen Augen eine reine „Touristen-Abzocke“, aber man hat ein schönes Andenken, zudem gönnen wir es den Inselbewohnern. Der Test bestand im Wesentlichen aus einem sehr simplen Einmal-ums-Karee fahren, natürlich auf der Linken Seiten. Klar wer das falsch macht bekommt den Führerschein nicht. Aber das war kein schwieriges Unterfangen für Jan. Nun durften wir den zuvor gemieteten Skooter ganz offiziell gebrauchen. Gesagt getan.
Obwohl das Wetter nicht so berauschend war (ab und an etwas stärkeren Regen) ließen wir uns nicht von unserem Vorhaben abhalten, die Insel zu Umrunden (32 km). Wir sammelten sehr viele sehr schöne Eindrücke von der Insel und entschieden uns, als das Wetter sich ein bisschen besserte, zum Schnorcheln (die Ausrüstung haben wir kostenlos im Hostel bekommen). Leider war die Ausbeute an diesem Tag nicht so groß, Jan kamen nur ein paar wenige Fische vor die Linse und ich hatte Schwierigkeiten sie zu identifizieren, da ich keine Kontaktlinsen trug. Waren etwas enttäuscht, da wir uns ein wenig mehr Fischvielfalt im Cook-Riff erhofft haben. Wirklich getaucht wird hier normalerweise nur hinter der Brandung..
Abends gab es für uns beide noch ein echtes Cook-Island-Bier (Matatuta) und nach einem kleinen Austausch mit den anderen Hostel-Gästen vielen wir ins Bett.
Heute, nach einem kurzen morgendlichen Einkauf…erm…eigentlich war der Einkauf nur klein, aber insgesamt hat es etwas länger gedauert, da Jan das Geld vergessen hat. Er hat es auf das Inselleben geschoben….glaube ihm aber kein Wort. Wenn man mich fragt wollte er nur eine extra Runde mit dem Scooter drehen. Den hat er nämlich sehr lieb gewonnen. Hat ihn sogar schon probiert mit in sein Bett zu nehmen.
Also gut - nach diesem besagten Einkauf war der Plan des Tages Schnorcheln und die Sonne genießt, wir hatten nämlich endlich super schönes Wetter. So entschieden wie uns für einen kleinen Ausflug auf eine der drei kleinen einsamen Inseln im Süden von Rarotonga. Nun musste ich nur noch überzeugt werden da rüber zu schwimmen (sind eigentlich nur 200 Meter). Bin halt etwas ängstlich, wenn es um so was geht. Glücklicherweise war das Wasser nicht wirklich tief, sodass es möglich war den ganzen Weg durchs Wasser zu gehen (noch schöner wäre es gewesen, wenn nicht der halbe Weg mit Seegurken gepflastert wäre – mag ich ja nicht so wirklich!).
Nach der Inselerkundung entschied sich Jan schnorcheln zu gehen und ich mich dazu ein wenig in der Sonne zu braten. Mein Plan ging aufgrund von permanenten Mücken-Angriffen leider nicht auf (Dengue-Fieber), also entschied ich mich wohl oder übel für die Flucht ins Wasser. Jan war vollkommen begeistert. So viele unterschiedliche Fische hat der zuletzt im Aquarium in Berlin gesehen – in der Ostsee gab es leider nur Quallen. Von einem ganz langen astähnlichen Fisch, über einer kleinen Moräne, ein paar bunten undefinierbaren, bis zu einem fotogeilen Fisch mit einem richtigen Gesicht, war sehr viel dabei.
![]()
Zurück auf dem „Festland“ öffneten wir je eine Kokosnuss und genossen noch bei einem Strandspaziergang den paradiesischen Anblick der Insel! Für mich gab es noch eine Babykuh und eine Babyziegen zum angucken und anfassen und dann noch einen kurzen Trip auf einen der wenigen befahrbaren Berge. Mit einem traumhaften Ausblick auf das grüne Paradies.
Zu Hause angekommen gab es natürlich unser langersehntes Abendbrot mit einem Gläschen Wein.
Nun ist es auch schon 22 Uhr. Normalerweise ist das nicht unsere reguläre Schlafenszeit, haben morgen aber einen langen Trip zusammen mit unseren Lebensabschnittsfreunden aus dem Hostel vor uns. Einmal über die ganze Insel soll es gehen (bis zu 600m hoch).
Jan ist auch schon eingeschlafen und nun habe ich niemand mehr der diesen Text korrekturließt. Na das kann ja was werden…wenn der wüsste….
Tag 4 (geschrieben von Jan)
Super….05:30 Uhr aufstehen, damit wir um 06:30 startklar sind. Haben uns entschieden heute mit einigen Hostelfreunden auf Wanderung zu gehen. Ziel war die Spitze des 413 Meter hohen „Te Rua Manga“.
Die Wanderung war super lustig. Von den nächtlichen Regenattacken war der Boden noch absolut matschig und wenn wenig Dreck im Spiel ist macht wandern doch gleich noch viel mehr Spaß. Die Spitze erreichten wir nach 2 Stunden – eine verdammt gute Zeit. Und die Aussicht war der Knüller… .
![]()
Um uns das Busgeld zu sparen (haben ja schließlich einen Roller vor der Tür stehen) entschieden wir uns den gleichen Weg wieder zurück zu gehen, während die anderen auf der anderen Seite abstiegen, um somit die Insel komplett überquert zu haben.
Absteigen ist noch viel lustiger – wieder besonders durch den Matsch…den so war der Abstieg im Prinzip ein einziges „Runterrutschen“.
![]()
Den Rest des Tages waren wir noch ein wenig auf der Insel unterwegs – schließlich wollen wir ja nichts von der Insel verpasst haben. Besonders Toni wollte alle Babytiere hier abgeklappert haben.
![]()
Tag 5 (geschrieben von Jan)
Wow – heute haben wir das Schnorchel-Riff überhaupt gefunden. Was heißt „gefunden“ – Toni hat es zufällig gestern Abend in der Inselzeitung einen kleinen Bericht darüber gelesen. Und bei dem was da stand konnten wir uns das natürlich nicht entgehen lassen.
Ein wirklicher Knaller – viele bunte Fische…und vor allem so „freundliche“. Die Fische sind teilweise nicht weg, sondern auf uns zu geschwommen… .
Schaut euch UNBEDINGT die Schnorchel-Bilder unter „Pictures“ an.
Ich bin leider heute Opfer der Sonne geworden. Heute war ein unglaublich sonniger Tag – und leider unterschätzt man die Sonne doch recht schnell. Klar, eingecremt am Strand haben wir uns…ist hier auch unumgänglich. Aber unterschätzt habe ich den Wege auf dem Roller – meine Unterarme sind durchs „Lenkrad halten“ verbrannt – autsch. Und mein Kopf…durch die Haare. Autsch, hatte ich auch noch nicht… .
Tag 6 (geschrieben von Jan)
Puuuh, heute war in Sachen Klima der Supergau. Unerträglich heiß! Wirklich viel haben wir heute nicht mehr gemacht. Sind früh hoch, da wir um 09:30 AM den Roller abgeben mussten. Dann noch ein wenig eingekauft und etwas über den Markt geschlendert. Mehr war echt nicht drin – den Rest des Tages haben wir „zuhause“ und ein wenig am Pool verbracht.
Wir sind ganz froh, dass wir hier das Meiste gesehen haben und nicht noch was „auf Zwang“ abklappern müssen. Morgen wird noch ein wenig „gechillt“ und dann geht es weiter nach Neuseeland … .
BONUS BONUS BONUS BONUS BONUS BONUS BONUS
Wir sind hier einer Kuh begegnet, mit der wir eine Menge Spaß hatten. Zumindest im nachhinein, als wir uns die Fotos angeschaut haben… . Schaut euch mal den „Gesichtsausdruck“ der Kuh auf den Bildern unten an. Jan bietet ihr hier ein Stück seines Mittagessens an. Scheint ihr nicht wirklich zu gefallen… . Ratet was auf dem Brot drauf war…!!?
Auflösung:
Auf dem Brot war zuvor Roastbeef drauf. Das haben wir natürlich vorher „runtergegessen“, aber vielleicht roch das Brot noch ein wenig danach? Jedenfalls hat die Kuh in der Sekunde, als sie an dem Brot gerochen hat, nicht nur so geschockt die Augen aufgerissen, sondern ist auch in Panik aufgesprungen. Sorry, Kuh…
5 Kommentare