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Singapur: Die verbotene Stadt!

Dienstag, 24. Juni 2008 um 02:20

Unser Flug mit Singapore Aire von Sydney nach Singapur war gemütlich. Zwar haben wir durch unsere kurzfristige Umbuchung leider keinen Platz mehr im großen A380 (Singapore Aire ist die erste Fluggesellschaft, die den A380 einsetzt), doch auch in der Boing haben wir es uns gut gehen lassen können. Der Flug hat irgendwas zwischen 7 und 8 Stunden gedauert, wir waren heiß damit beschäftigt uns möglichst viele Hollywood-Streifen rein zuziehen und einen Singapore Sling (berühmter Cocktail aus Singapur) nach dem anderen  zu schlürfen.

Irgendwann war das entspannte Fliegen aber vorbei und wir landeten in Singapur. Singapur ist ein Stadtstaat, eine Insel, hat knappe 4,3 Millionen Einwohner und hat flächenmäßig ungefähr 80% von Hamburg zu bieten. Was viele falsch einschätzen: Singapur ist ein erste Welt Land und die offiziellen Amtsprachen sind Englisch, Malaiisch, Chinesisch und Tamilisch, wobei Malaiisch die Nationalsprache und Englisch die Verwaltungssprache ist.


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Die meisten Europäer kennen Singapur als das Land mit den günstigen elektronischen Geräten oder als „das verbotene Land“: In Singapur herrschen viele und teilweise sehr strenge Regeln:

Bis 2004 war der Verkauf von Kaugummi strengstens verboten, mittlerweile sind sie aber unter Vorlage eines ärztlichen Rezeptes und des Personalausweises in der Apotheke erhältlich. Wer Müll oder Zigaretten achtlos auf die Straße wirft kann mit sehr hohen Geldstrafen ( ~ 2.500 €) rechnen und muss Sozialarbeitsstrafen in neongelben „Aufmerksamkeits-Erregungs-Westen“ ableisten. Essen und Trinken (das ist hart!!!) in öffentlichen Verkehrsmitteln wird mit Strafen zwischen 250 € - 2.500 € bestraft. Wenn man vergisst auf einer öffentlichen Toilette die Spülung zu betätigen wartet eine 250 € Strafe. Das Rauchen ist in Bars und Restaurants verboten, zudem aber auch in Personengruppen mit mehr als fünf Personen (z.B. in einer Warteschlange). Wenn man Singapur mit dem Auto verlässt muss der Tank noch MINDESTENS zu 75% gefüllt sein. Lügen wird mit 1.000 bis 5.000 € und zusätzlicher Prügelstrafe (auf den entblößten Hintern) geahndet. Der private Besitz einer Satellitenschüssel ist verboten. Der Playboy und Pornographie ist verboten, Nacktbaden mit 2-3 Jahren Haft bestraft, „unnatürlicher Sex“ ebenfalls verboten aber Prostitution ist legal und lizenziert. In Singapur wurde in den letzen 15 Jahren 420 mal die Todesstrafe durchgeführt – hauptsächlich wegen Drogenbesitzes.

Klingt unangenehm? „Funktioniert aber recht gut“ – die Kriminalstatistik soll sehr vorzeigefähig sein und wie uns ein Einheimischer (vor 8 Jahren aus den Niederlanden nach Singapur ausgewandert, um hier selbstständig als Konzertveranstalter tätig zu werden) sind die meisten Regeln einfach zu befolgen – vieles im Prinzip eine Selbstverständlichkeit! Für uns war es am härtesten in den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht zu trinken.

Außerhalb des Flughafens gab es erst einmal einen Klimaschock. Von Sydney, 12 Grad, nach Singapur, 32 Grad (es war hier nie kälter als 19 Grad), gefühlte 40 Grad, ca. 90% Luftfeuchtigkeit – unglaublich!
Der Flughafen ist penibel gepflegt, alles glänzt. Die U-Bahn-Station sieht ähnlich aus. Das Bahnticket wird im Automaten gekauft und ist kostet zusätzlich zum Fahrpreis 1 S$ Pfand, welchen es bei Rückgabe des Tickets zurückgibt. Der U-Bahn-Schacht ist von der Station getrennt und die U-Bahn nur betretbar, wenn sich die Sicherheitstüren öffnen. Manche fahren hier sogar schon vollautomatisch!

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Am ersten Abend schlendern wir ein wenig durch die Gassen. Hier ist Straßenrestaurant an Straßenrestaurant gereiht und man bekommt ein günstiges Essen bereits ab ca. 3-4 Euro.

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Am nächsten begeben wir uns auf eine Wanderung durch die restliche Stadt. Wir passieren alle wichtigen Touristenattraktion, unter anderem einer löwenartigen Statue, dem Wahrzeichen Singapurs.

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Am Abend sind wir nach Sentosa „gereist“. Sentosa ist eine vor Singapur liegende kleine Insel, auf welcher durch viele Attraktionen eine Art Vergnügungspark entstanden ist. Verbunden ist Sentosa mit Singapur über eine kleine Brücke für PKW (es darf aber wohl nicht jeder auf die Insel fahren) und kleinen Expresszug oder über eine Gondel. Wir entschieden uns natürlich für die letztere Möglichkeit, um die Aussicht auf den Hafen zu genießen.

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Auf der Insel spazierten wir ein wenig herum. Die Spaß-Attraktionen ließen wir aus und schlenderten nur ein wenig in den Parklandschaften herum.

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Am Strand warteten wir mit Blick auf den Industriehafen Singapurs darauf, dass die Lasershow „Sounds of the Sea“ beginnt.

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Im Endeffekt war „Sounds of the Sea“ mehr für Kinder gemacht, aber trotzdem mit netten Effekten gespickt und schön anzuschauen.

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Am nächsten Tag hieß es für uns schon wieder „ab in den Zoo“. Zwar waren wir gerade vor einigen Tagen im Australia Zoo, doch wurde uns der Singapore Zoo so sehr empfohlen, dass wir uns entschieden diesen auch noch anzuschauen. Gute Entscheidung, der Zoo war wirklich schön gemacht und zu jedem Tier gab es gut aufbereitete Informationen. Eine Besonderheit war, dass der Zoo fast „zaunlos“ war – die meisten Tiere sind von den Besuchern nur durch Wassergräben getrennt und man hatte so den Eindruck „mitten im Geschehen“ zu sein.

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Direkt nach dem Zoo ging es gleich in den nächsten Zoo. Um 18:30, gerade zur Abenddämmerung, haben wir die Singapore Night Safari betreten. Im Prinzip wie im Zoo, nur das das ganze halt auf den Nachtbesuch zugeschnitten wurde. Man hatte die Möglichkeit viele Nachtaktive Tiere zu beobachten. Eine super Idee und interessant anzuschauen.

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Mittlerweile, der nächste Tag hat begonnen, sitzen wir schon im Bus in Richtung Malaysia. Mal schauen, was hier auf uns zukommt ;)


Beitrag aus Singapur
von Jan

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