Archiv für Beiträge aus Malaysia





Penang und Langkawi

Donnerstag, 10. Juli 2008 um 12:46

Von der paradies-gleichen Insel im Osten ging es für uns in einer Tour auf die nächste Insel im Westen von Malaysia – nach Penang. Über eine 13,5 km lange Brücke war die Insel für uns dieses Mal leichter zu erreichen. Bekannt ist Penang und insbesondere die auf ihr liegende Stadt Georgetown für seine einzigartige multikulturelle Atmosphäre. Anders als im Rest von Malaysia leben hier hauptsächlich Chinesen und abgesehen von den Malaien viele andere asiatische Nationalitäten.
Die Insel an sich ist durch sein stark verschmutztes Wasser fürs Schnorchel und am Strand liegen eher ungeeignet, umso mehr Zeit kann man im kulturell höchst interessanten Georgetown verbringen!
Viele viktorianische Gebäude erinnern an die Zeit, als Penang unter englischer Hand als Umschlagshafen fungierte. Sehr informativ dazu, war unser kurzer Ausflug in das Penang Museum, wo einem die Geschichte Penangs und die unterschiedlich asiatischen Bräuche näher erklärt wurden.

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Eine kleine chinesische Siedlung (Clan-Siedlung) gibt es auf Holzpfeilern gebaut im Wasser. Diese aufgrund der hohen Wasserverschmutzung günstigen Wohnmöglichkeiten, werden hauptsächlich von chinesischen Fischern und deren Familien genutzt.

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Überaus sehenswürdig sind in Georgetown die vielen eindrucksvollen Tempel.

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Bild: Chinesisch-Buddhistischer Tempel

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Bild: Thailändisch-Buddhistischer Tempel

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Bild: Mayamar-Buddhistischer Tempel

Na, habt ihr Unterschiede erkennen können?

In einer solch atmosphärischen Stadt ist es total schön abends einfach nur durch die Straßen zu spazieren, von einem der unzähligen Essensstände zu kosten und einfach nur die Leute zu beobachten.

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Am zweiten Tag hatten wir weniger Glück mit dem Wetter und wir flohen vorm großen Monsunregen in einen Fisch-Spa. Nein, dort werden keine Fische massiert oder manikürt, sondern das ist ein Spa für Menschen. Wir hatten davon schon in Kuala Lumpur gehört und wollten das unbedingt mal ausprobieren. Hierbei werden kleine Fische eingesetzt die einem massierend uns kitzelnd die alten Hautzellen von den Füßen „lutschen“. Ziemlich cool und eine wirklich interessante Gefühl. Somit haben wir selbst den verregneten Tag auf Penang sinnvoll kichernd und buhlend um die meisten Fische verbracht!

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Am dritten Tag ging es für uns mit der Fähre Richtung Norden auf die nächste Insel. Langkawi ist genau wie die Perhentian Inseln für seine idyllischen Strände bekannt. Ärgerlicherweise haben wir vorher den Wetterbericht nicht gecheckt und uns erwartete Unwetter (Monsunregen,…) für die ganze nächste Woche. Da die Insel bis auf ein paar schöne Strände und nette Bungalows nichts zu bieten hat, entschieden wir uns früher als geplant zur Weiterreise nach Thailand.


Beitrag aus Malaysia
von Antonia





Kleines Paradies - die Perhentian Inseln!

Mittwoch, 9. Juli 2008 um 20:50

Endlich ging es mal ans Wasser. Das Ziel: Die Perhentian Islands an der nördlichen Ostküste der malaysischen Halbinsel.

Unser Vorhaben schien aber schon beim Übersetzen zur Insel zu scheitern. Das Wetter war zu schlecht. Es regnete und die Wellen waren zu hoch, um mit den kleinen Schnellbooten in 45 Minuten zur Insel zu fahren. Das ganze erinnerte uns an einen Bericht im Internet, den wir gefunden haben. Ein paar Touristen schrieben in einem Block, ähnlich wie unserer, dass die Überfahrt zu den Inseln bedingt durch Sturm zur „schlimmsten Zeit ihres Lebens“ wurde.
Spannend, also setzten wir uns ins Warteterminal….und warteten. Nach knapp zwei Stunden schien etwas zu passieren. Es kamen Boote im Hafen an, die Fahrgäste alle absolut durchgenässt. Einer von ihnen fragte uns, ob wir jetzt rüber auf die Insel wollen. Als wir dies bejahten antwortete er mit einem knappen „You are fucked!“ und verschwand in der Menschenmaße.

Das Boot entpuppte sich als ein wirklich nicht sonderliches großes Boot mit einer Kapazität von knapp 20 Leuten. Es hatte ein Dach, war an den Seiten offen und am Heck befand sich ein großer starker Motor. Wir waren gespannt auf „die schlimmste Zeit unseres Lebens“.

Solltet ihr auch irgendwann mal die schlimmste Zeit eures Lebens vor euch haben: Alles halb so wild!!! ;) Die Bootsfahrt mit maximaler Geschwindigkeit war zwar durchaus sehr holprig, doch eigentlich recht lustig. So kamen wir nach 45 Minuten Spaß zu den Perhentian Inseln. Diese bestehen aus der kleineren Insel Perhentian Kecil und der größeren Insel Perhentian Basar. Wir entschieden uns für die größere (ohne Grund) und buchten uns im hoch empfohlenen „Mamas“ ein. Wohnen durften wir für umgerechnet 12 Euro pro Nacht in einem eigenes kleines Häuschen. Zwar nur in zweiter Reihe zum Strand, aber das machte uns nicht sonderlich viel aus.

Um euch einen kleinen Eindruck von den Inseln zu geben: Beide Inseln sind nur per Kleinboot erreichbar. Einige Buchten haben eine kleine Anlegestelle, unsere nicht und wir mussten vor der Bucht in ein noch kleineres Boot umsteigen.
Auf den Perhentians gibt es weder Autos noch Straßen (ggf. kleinere Ausnahmen in dem kleinen „Dorf“ auf der kleinen Insel). Eigentlich gibt es auch nichts anderes als den Strand und das Inselinnere ist unberührter Dschungel. Wenn man von einer Bucht zur anderen möchte hat man vereinzelt Glück, dass ein mehr oder weniger gut ausgetretener Dschungelpfad dorthin führt. Üblicher ist es aber mit einem „Taxi-Boot“ rüber zur nächsten Bucht zu fahren.

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Die Buchten sind gespickt mit kleinen CafĂ©s und Restaurants, wenn man sie so nennen darf. Und aus ihnen besteht dann auch ein größerer Teil des Tagesablaufes. Gekocht wird hier nicht, es gibt weder Unterkünfte mit Küchen (gibt es ja überhaupt kaum in Malaysia), noch gibt es die nötigen Lebensmittel zu kaufen. Also morgens, mittags, abends und zwischendurch ins CafĂ© – zurücklehnen und genießen!

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Zwischendurch verbringt man den Tag mit Strandspaziergängen oder gemütlichen Relaxen am Strand.

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Natürlich gibt es auch jede Menge Schnorchelmöglichkeiten…oder für uns natürlich auch ein paar Attraktive Tauchmöglichkeiten, denen wir nicht widerstehen konnten.
Insgesamt gönnten wir uns zwei Tauchgänge. Den ersten an einem schönen Riff (Pinacles, Temple of the Sea), welcher viele hübsche Weichkorallen zu bieten hatte.

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Auffällig war hier auch das überdurchschnittliche Vorkommen an Anemonenfische. Ich musste mich regelrecht zusammenreißen, damit ich nicht den ganzen Tauchgang damit verbringe die Anemonenfische zu beobachten und zu fotografieren (ihr wisst doch, wie gerne ich sie fotografiere).

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Auch schwamm uns ein schwarz/weißer Anemonenfisch (bin mir nicht ganz sicher wie er heißt, könnte aber Darwin-Anemonenfisch sein) über den Weg. Sehr schön, mit einem solchen haben wir hier nicht mehr gerechnet.

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Der zweite Tauchgang sollte mal wieder was neues sein und so machten wir uns auf den Weg ein in  20 Meter Tiefe liegendes Wrack zu erkunden. Die Sicht war nicht sonderlich gut, doch das machte die mystische Atmosphäre um das vor acht Jahren versunkene Frachtschiff noch viel besser.

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Neben einem Haufen Fischen fanden sich auch hunderte von Seeigeln auf dem Grund und über das Wrack verteilt – gut, dass wir mittlerweile kleine Profis sind, was die Tarierung angeht ;)

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Ein kleines außergewöhnliches Highlight: Nach einem Tauchgang, auf der Rückfahrt zur Tauchbasis schwamm ein gut 1 Meter langer Lizard an uns vorbei. Unglaublich, dass der so seelenruhig durch das Meer schwimmt, es schien so, als ob er zur anderen Insel herüberschwimmen wollte. Als er uns entdeckte, kurz beobachtete und dann entschied zu flüchten konnten wir sehen, was für ein guter und ausdauernder Taucher er ist.

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Nach 2 Übernachtungen entschieden wir uns das kleine Paradies zu verlassen – schließlich soll es nicht die letzte Insel sein, die wir auf unserer Reise sehen wollen.

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Beitrag aus Malaysia
von Jan





Teeplantagen in Cameron Highlands

Sonntag, 6. Juli 2008 um 21:44

Vom Taman Negara Nationalpark ging es für uns in die Cameron Highlands. Diese liegen auf 1500 Meter und sind für ihr kühles Klima und riesige Teeplantagen bekannt. Die Möglichkeiten sich eine Teeplantage anzuschauen sind dort sehr beschränkt, somit entschieden uns für eine Kombi-Tour.
Unsere ersten beiden Stopps waren bei einem Rosengarten und bei einem Erdbeerfeld. Na ja bis auf ein zwei Blumen haben wir die meisten schon mal bei uns in Deutschland in einem botanischen Garten gesehen ganz zu schweigen von einem richtigen Erdbeerfeld und nicht so ein winziges wie es uns auf der Tour gezeigt wurde. Aber bei unseren chinesischen „Mitreisenden“ kam beides super gut an ;-).

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Unglaublich herrlich anzusehen waren die satt-grünen Teeplantagen, die in der Kombination mit der frischen Bergluft eine pure Erholung sind!

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Nach einer kurze Führung durch die Mauern der “BOH“- (Best of Highland Tea) Teefabrik ging es für uns mit einem Tee und Kuchen auf die Terrasse des CafĂ©s, mit einer unglaublich entspannenden Aussicht! Seht selbst!!

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Dort hätten wir am liebsten den restlichen Tag verbracht, aber nach einer kurzen Verschnaufpause ging es für uns auch schon wieder weiter.

An die Schmetterlingsfarm war noch ein kleiner Insekten- und Reptilienstreichelzoo angebunden. Für mich gab es einen Dreihornkäfer und Jan entschied sich für den giftigen Skorpion.

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Selbst die Schmetterlinge waren nicht nur unglaublich groß sondern auch handzahm!

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Einen kurzen Abstecher gab es für uns noch auf einer Honigfarm, einem Markt und einem chinesischem Tempel. Zu den ersten beiden gibt es nicht interessantes zu berichten, aber bei Tempel haben wir einen kleinen Piranha Teich für uns entdeckt!

Klicke hier um das Video anzuschauen!

Die ganze Tour lief ein bisschen darauf hinaus so viel wie möglich in vier Stunden zu verpacken, aber im Großen und Ganzen war es super informativ und wir hatten viel Spaß!


Beitrag aus Malaysia
von Antonia





Dschungel-Tour im Taman Negara Nationalpark

Sonntag, 6. Juli 2008 um 03:02

Eigentlich wollten wir mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Taman Negara Nationalpark fahren. Da uns davon aber abgeraten wurde (zuviel Stress mit ständigen Umsteigen und Anschlussverbindung finden) entschieden wir uns dafür einen kompletten Zubringer zu buchen. Ob das ganze wirklich so viel komfortabler war wissen wir nicht (mussten genau so oft umsteigen). Es gab viel Wartezeit, aber zumindest haben alle Anschluss-Transportmittel auf uns gewartet und wir kamen nach einer kompletten Tagesreise im Nationalpark an.
Unbedingt zu erwähnen ist der letzte Teil der „Reise“: In einem kleinem Boot ging es in drei Stunden 60 Kilometer Stromaufwärts auf dem Fluss Sungai Tembeling, welcher uns ins Herz des Dschungels führte.

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An den Ufern bekamen wir schon einen ersten Dschungel-Eindruck: Dichtes Grün und Wasserbüffel, die sich ein Bad im kühlen Fluss gönnten.

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Nach einer Stunde fängt es an zu regnen. Nein nein, ihr versteht nicht….ich meine ZU REGNEN. So ein richtiger Dschungelregen in dem man reflexartig beginnt Schwimmbewegungen zu machen. Glücklicherweise hatten wir ein überdachtes Boot erwischt und vor dem von den Seiten hereinkommenden Regen versteckten wir uns unter unseren Rettungswesten.

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Unsere Unterkunft im Dschungel war sehr „basic“ und das Essen in der selbigen verdammt schlecht. Glücklicherweise gab es direkt am Fluss noch einige qualitativ bessere Restaurants, sodass wir weder verhungert sind, noch uns eine Lebensmittelvergiftung zugezogen haben.
Der Fluss ist das Herz des kleinen Dschungeldorfes. Hier haben sich ein paar Unterkünfte angesiedelt, in einem kleinen „Kiosk“ bekommt man überteuerte Chips und Cola und auf dem Fluss findet man schwimmende Restaurants, die je nach Gezeiten ihren Standpunkt wechseln. Das ganze hat eine super Atmosphäre. Dadurch, dass der Nationalpark auf der anderen Flussseite liegt herrscht hier reger Bootsverkehr und man hat das Gefühl, dass sich das Leben nur auf dem Wasser abspielt.

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Unsere Wanderung durch den Dschungel haben wir auf einen 2-Stunden-Marsch beschränkt, wir sind einfach schon zu viel wandern gewesen. Schön ist der Dschungel allemal, wobei wir persönlich unsere Wanderung auf den Cookinseln etwas Actionreicher empfunden haben. Von dieser Empfindung ausgenommen: Der Canopy-Walkway!
Hierbei handelt es sich um ein „Weg über dem Dschungel“. Genauer gesagt führt der Canopy Walkway in einer Höhe von knapp 40 Meter über 500 Meter durch die Gipfel der Bäume. Klingt spannend, ist es auch…aber man muss schon ein hohes Vertrauen in das Können der malaysischen „Hängebrückenbauer“ haben, wenn man sich die Konstruktion aus Seilen und Netzen anschaut.

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Nach langem hin und her entschieden wir uns doch noch ein Dorf der Dschungel-Ureinwohner, die „Orang Asli“, zu besuchen. Wir buchten einen Guide, der uns humorvoll zusammen mit drei anderen Touristen per Boot ins Dorf fuhr. Wir hatten die Chance ein wenig durchs Dorf zu laufen und uns die Lebensweise anzuschauen.

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Danach hatten wir noch die Chance unseren Guide mit Fragen zu löchern und er erklärte uns viele interessante Dinge über das Leben im Dschungel und die Traditionen der Orang Asli. Zum Beispiel, dass verstorbene Dorfeinwohner irgendwo auf einem Baum im Dschungel abgelegt werden, um ihn dort seine letzte Ruhe zu gönnen. Unangenehme Vorstellung als Tourist einen Toten im Baum rumliegen zu sehen, was? Aber angeblich sind die „geheimen Plätze“ so tief im Dschungel, dass kein Tourist dort hinkommen würde.
Gezeigt wurde uns wie sie Feuer machen und ihre Giftpfeile für die Blasrohre herstellen. Das Blasrohr an sich wird von den Orang Asli zum Jagen benutzt und wird über eine Dauer von einem Monat hergestellt! Am Ende wurde mit dem selbstgebauten Pfeil (ohne Gift) ein Blasrohr-Wettschießen veranstaltet. So gut wie die Dorfbewohner wahren wir nicht, aber das Ziel verfehlten wir nur knapp!

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Viele Bilder aus dem Dorf haben wir nicht. Es ist irgendwie komisch ein solches Dorf zu besuchen. Auch wenn wir mit einem Guide gekommen sind und dieser uns mehrfach sagte, dass Fotos in Ordnung seien: Irgendwie hatten wir das Gefühl, dass es nicht richtig ist deren komplette Privatsphäre zu fotografieren. Der Besuch hat sich aber auf jeden Fall gelohnt, um mal einen Einblick in das Leben der Dschungelbewohner zu bekommen.

P.S.: Tiger und Elefanten haben wir nicht gesehen. Dafür aber Schweine ;)

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Beitrag aus Malaysia
von Jan





Kuala Lumpur, Fireflies in Kuala Selangor und die Batu Caves

Dienstag, 1. Juli 2008 um 19:36

Schon die Fahrt nach Kuala Lumpur war interessant. Umso näher wir der Hauptstadt Malaysias kamen, desto stärker wurden die Kontraste. Reich und arm, alt und neu. In Kuala Lumpur wurden wir nahe eines Busbahnhofes (es gibt mehrere) auf die Straße gesetzt.
Unsere Umgebung war laut, hektisch und weiterhin voller Kontraste: Neben dem Hochhaus mit Glasfassade findet sich ein heruntergekommenes, nicht mehr bewohntes, Einzelhaus. Neben dem beschäftigt wirkenden Geschäftsmann im Anzug läuft eine alte Frau in traditionellen Kleidern. Das ist Kuala Lumpur…irgendwie merkwürdig, aber verdammt faszinierend!

Noch am gleichen Abend sowie am nächsten Tag gingen wir auf Erkundungstour. Unser Weg führte uns durch die moderne Innenstadt, traditionelle Wohnbezirke, vorbei an Moschen und Tempeln sowie zu den malaysischen, indischen und chinesischen Essensständen.

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Auf unserer Sightseeing-Tour durften auch die Petronas Twin-Tower nicht fehlen. Diese gelten als Malaysias großer stolz und sind mit ihren 452 Meter die weltweit größten Twintowers – bis 1996 waren sie sogar das höchste Gebäude der Welt.

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Die Besichtigung der Brücke, welche sich im 41ten und 42ten Stockwerk befindet und beide Tower miteinander verbindet, ist kostenlos möglich. Jeden Tag werden 3.000 Eintrittskarten verschenkt, welche allerdings auch immer recht zügig vergeben sind. So waren wir schon morgens um 10 am Tower, um uns unsere Karten für 16 Uhr abzuholen.
Die Aussicht war, wenn auch nicht in 360 Grad, super und es war interessant die Stadt auch mal von oben zu sehen.

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Nachdem wir eine kurze Pause im Hostel eingelegt haben ging es am gleichen Abend noch auf den China-Nachtmarkt. Wir stärkten uns mit einem guten, frisch auf dem offenen Feuer zubereiteten, Essen um uns dann in die Mengen zu begeben.

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Nebenbei bemerkt: Außer des guten Essens hatten wir auch unseren ersten kulinarischen Fehltritt gehabt. Eine Fisch-Nudelsuppe hatte ein solch starken Fischgeschmack, dass wir beide nur die nötigsten Nudeln herausfischten um dann unbemerkt zu verschwinden (bevor hier Gerüchte herum gehen: bezahlt haben wir im Voraus!).

Zurück zum Chinamarkt: Die Atmosphäre war Klasse. Bunt beleuchtet, viele Waren, viele Menschen…gute Stimmung. Hier sind die Verkäufer aber auch etwas penetranter. Normalerweise lassen es sich die Malaien nicht nehmen dir Dinge deutlich anzubieten, doch sie akzeptieren auch ein „Nein“ und lassen dann, weiterhin freundlich, von dir ab. Auf dem Chinamarkt ging es aber schon etwas aktiver zur Sache. Wir schlugen uns aber erfolgreich durch die Maßen, müssen aber gestehen, dass wir etwas schwach geworden sind: Die Angebote waren so verlockend und nun sind wir um ein paar kleine Accessoires reicher.

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Handeln macht hier besonders viel Spaß, denn mit ein wenig „Nerven“ kann man wirklich gute Preise erlangen. Ein neues Portmonai sollte mich zum Beispiel 130 Ringlet (26 Euro) kosten, dann wurden daraus 90 Ringlet (18 Euro) und im Endeffekt habe ich es für 40 Ringlet (8 Euro) erstanden. Und dabei sind wir uns ziemlich sicher, dass die Händler noch immer ein hervorragendes Geschäft gemacht haben.

Nach einer kurzen Nacht begann schon der nächste ereignisreiche Tag. Der erste Stopp waren die Batu Caves. Dies sind in einen Kalkfelsen geschlagenen Höhlen, welche eine Kultstätte der malaysischen Hindus darstellt. Zum Fuße der Felsen wird man von einer riesigen (42,7 Meter hoch) goldenen Statue empfangen.

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Passiert man diese führen 272 Stufen hinauf zu der Haupthöhle.

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Regelrecht besetzt ist die Treppe von freilaufenden Makaken-Affen. Diese frechen Äffen sitzen hier den ganzen Tag, um sich von den Touristen füttern zu lassen. Und wenn die Touristen sie nicht füttern wollen sind sie keck genug, um das Objekt der Begierde einfach aus den Händen der Besucher zu reißen. Was man dann sieht sind Affen, die aus einer Cola-Dose trinken, gemütlich ein Eis schlecken oder sich konzentriert ihr nächstes „Opfer“ aussuchen.

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Schweißgebadet oben angekommen haben wir uns die Höhle angeschaut. Natürlich weiß man hier schon mit dem Tourismus umzugehen. Zwar muss man keinen Eintritt zahlen (währe auch doof für die Hindus, die aus religiösen Gründen vorbei kommen), doch wurde in der Höhle bereits ein Souvenir-Shop eingerichtet und ein professioneller Fotograf wartet darauf Touristen kostspielig zu fotografieren.

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Am Abend des Tages stand dann noch etwas auf dem Plan: Die Frieflies in Kuala Selangor (nur so am Rande: „Kuala“ – in vielen Städtenamen verwendet – bedeutet nichts anderes als Flussmündung).
Um diese zu sehen bedarf es aber einer kleinen Reise. Ursprünglich planten wir in Kuala Selangor zu übernachten. Bei dem Gedanken unser gesamtes Gepäck mit schleppen zu müssen, um es am nächsten Tag wieder nach Kuala Lumpur zu transportieren entschieden wir uns aber dagegen.

Also doch abends hin und abends auch wieder zurück. Zwar werden zu den Fireflies auch Touren angeboten, doch wir entschieden uns die öffentlichen Verkehrssysteme noch etwas näher kennen zu lernen. Schließlich sind wir Individualreisende… .
Was wir aus unserem „schlauen Buch“ wussten: Der Bus fährt alle halbe Stunde, der letzte Bus fährt um 21 Uhr (ein anderen Reiseführer schrieb 19:45 Uhr), notfalls kostet eine Taxifahrt zurück 50 Ringlet (10 Euro), die Fireflie-Bootstour dauert eine Stunde und die erste findet um 19:30 Uhr statt.
Soweit zur Theorie. Die Praxis schaute so aus: Der Bus fuhr ungefähr alle 30 bis 60 Minuten (halt wenn er da ist), war dafür aber im Gegensatz zu andern Bussen relativ einfach zu finden. Die 60 km Fahrt dauerte gute 3 Stunden (wenn der „Stopp-Knopf“ gedrückt wird, wird auch SOFORT angehalten…und der Knopf wurde alle 500 Meter gedrückt). In Kuala Selangor angekommen ging es noch mit dem Taxi weiter zum Fluss.

Die Fireflies-Botte standen schon bereit und sobald es dunkel war setzten wir uns – zusammen mit unglaublich vielen Chinesen – in die kleinen Boote. Die Tour ging nur noch eine halbe Stunde, kostete dafür aber fairer Weise auch nur die Hälfte.

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Mal abgesehen von den ständig redenden Chinesen war die Tour super schön. Die Fireflies sind nicht nur einfach „Glühwürmchen“, sondern es hängenden tausende von Ihnen in den Bäumen und fast alle blinken sie…in selben Rhythmus! Das ganze hatte eine wenig die Stimmung einer (warmen) Weihnacht, denn es hatte Ähnlichkeit mit blinkenden Lichterketten.
Fotos haben wir nicht gemacht – wären auch nicht so spektakulär geworden, wie das ganze in Wirklichkeit ist.

Die Tour war vorbei, wir wussten mittlerweile, dass KEIN Bus mehr zurück nach Kuala Lumpur fährt. Aber wir wussten ja auch, dass eine Taxifahrt nach Kuala Lumpur nur 50 Ringlet kostet… . Pustekuchen! Als wir unseren Taxifahrer ausfindig gemacht haben gab’s die harte Wahrheit: Nach Kuala Lumpur? Noch heute Abend? Niemals!
Wir fragten noch ein wenig herum. Die großen Tourbussen lehnten direkt ab, dürfen sie nicht machen. Mit der Hilfe zwei malaysischer Frauen gelang es uns im Endeffekt aber doch noch den Fahrer eines Hotel-Shuttels auszumachen. Gegen ein kleines „50 Ringlet-Dankeschön“ half er uns und schmuggelte uns zurück nach Kuala Lumpur.

Kuala Lumpur ist eine super Stadt! Wir wissen nicht genau warum, aber sie gefällt uns sehr. Vielleicht weil sie so kontrastreich ist, immer was los ist und so viele Kulturen aufeinander treffen… .


Beitrag aus Malaysia
von Jan





Die ersten Tage in Malaysia

Freitag, 27. Juni 2008 um 01:03

So.. endlich ist es soweit! Wir sind in Malaysia und bereit für alle Abenteuer! Mit dem Bus ging es für uns von Singapur nach Melaka in Malaysia. Beim unserem ersten Stopp an der Grenze mussten alle Fahrgäste raus aus dem Bus, um sich im Terminal einen Ausreisestempel aus Singapur geben zu lassen. Dann hinter der Brücke, die Singapur mit Malaysia verbindet, ging es wieder raus mit Gepäck und wir bekamen unseren Einreisestempel für Malaysia. Schon am Busterminal wurde uns bewusst wie billig Malaysia wirklich ist. Man glaubt es ja wirklich erst, wenn man es mit eigenen Augen sieht. Zum Beispiel bezahlen wir für eine Busfahrt von 2 Stunden nur 2 Euro…Unglaublich! Dazu ist der Bus sehr modern und klimatisiert! Da macht das reisen doch gleich doppelt Spaß!
Im Hostel welches wir schon im Voraus online gebucht (Doppelzimmer, 2,4 € pro Person) haben werden wir freundlich von unserem Host Tony empfangen. Schnell die Sachen abgelegt und dann ab nach draußen, die Stadt kennen lernen.

Es ist wirklich ein starker Kontrast zu Singapur und all den anderen Ländern wo wir waren! Keine Bürgersteige, tiefe Abwassergraben zwischen Straße und Bordstein (ohne Abedeckung), große und tiefe ungekennzeichnete Löcher im Bordstein und so etwas wie eine Straßenverkehrsordnung existiert nicht bzw. man schert sich nicht sonderlich um diese. Aufpassen sollte man zu dem auch sehr auf seine Handtasche, die nicht selten von Motorhollerfahrern entrissen werden. Aber alles auf seine Art sehr interessant und eine unglaubliche Atmosphäre. In Singapur hatten wir schon ein wenig die Möglichkeit uns an die asiatische Kultur und ihr Essen zu gewöhnen, aber es gab immer wieder Dinge, die insbesondere mich stark verschreckt haben! Dazu gehört zum Beispiel Fischkopfsuppe, die uns bei unserem all abendigen Suchen nach was leckerem Neuen zu essen über dem Weg laufen. Wir verhalten uns wirklich sehr experimentierfreudig dem asiatischem Essen gegenüber und gehen in Restaurants ohne Karte, wo die Inhaber kein Englisch können und lassen uns einfach überraschen, aber bei aller Liebe bitte keine Fischköpfe! Bis jetzt ist es immer noch gut gegangen, aber wer weiß vielleicht kriegen wir beim nächsten Mal ein paar frittierte Maden serviert und wir wissen nichts davon!

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Melaka selbst gehörte neben Singapur zu einem wichtigen Handelshafen und war daher stets stark umkämpft. Es stand unter portugiesischer, niederländischer, englischer und während des zweiten Weltkriegs unter japanischer Herrschaft. Historisch gesehen ist die Stadt daher unglaublich interessant. Umfunktionierte Kirchen, portugiesische Tore, ein niederländisches Rathaus, aber auch buddhistische und indische Tempel standen auf unser Liste.

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Die mit vielen Kunstblumen versehenen Trishaws (Fahrrad-Taxen mit Beiwagen) sorgen in Malaka für einen ganz besonderen Charme.

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Den kleinen Nachtmarkt in Chinatown konnten wir uns nicht entgehen lassen. Super leckeres Essen und alles was ein Tourist braucht und liebt. Nur leider müssen wir unsere Einkäufe eher aufs Ende unserer Reise verschieben, um unsere Rücken nicht unnötig zu überanstrengen!

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Beitrag aus Malaysia
von Antonia

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