Archiv für Beiträge aus Thailand





Thailand-Bilder online!

Samstag, 16. August 2008 um 02:56

Schon fast zuhause! Aber fuer die Erinnerung haben wir gerade noch die Thailand-Bilder online gestellt. Ihr wisst ja wo: Pictures!


Beitrag aus Thailand
von Antonia und Jan





Was in Chiang Mai geschah

Samstag, 16. August 2008 um 01:47

Unsere letzten Tage in Thailand haben wir in Chiang Mai verbracht. Bisschen relaxen, ein klein wenig Shoppen und Sightseeing…natürlich! Auf all das wollen wir aber gar nicht mehr groß eingehen. Aber eine Sache, die heißt es noch zu beweisen:

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Jiip, das Krabbeltierchen ist verdammt groß ;)

An einem Marktstand in Chaing Mai habe ich es gewagt mir eine kleine „Wundertüte“ zusammenzustellen.

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Die Auswahl war groß, doch ich begrenzte mich auf drei Spezialitäten. Zum einen ein paar lecker zubereitete Grasshüpfer, dann gab’s noch eine Hand voll dicker fetter Maden und als I-Tüpfelchen noch die dicke fette Kakerlake.

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Ok, ok…wollt ihr die Wahrheit? Ja, ich habe einen Grashüpfer probiert…der war nicht lecker, aber auch nicht übel. Relativ geschmacksfrei…nicht sonderlich schlimm. Die Made musste ich ablehnen….der Kopf spielte da einfach nicht mit (ich stellte mir immer vor, wie schön sahnig das Innere sein wird). Und die dicke Kakerlake…nachdem ich diese für bestimmt fünf Minuten zu Fotozwecke genüsslich abgelutscht habe….ja…irgendwie hatte ich dann kein Hunger mehr… .

Gemein: Toni war feige und hat sich noch nicht mal einen Grashüpfer mit mir teilen wollen!


Beitrag aus Thailand
von Jan





Zwei Tage Mahout-Training in Pai

Donnerstag, 14. August 2008 um 18:49

Aus der ursprünglichen Idee mit einem Elefanten durch den Dschungel zu reiten entwickelte sich das „Bedürfnis”, dass wir doch eigentlich gerne etwas länger Kontakt mit diesen beeindruckenden Tieren hätten.

Wir schauten uns die Angebote an und fanden auch einige Elephanten-Camps, die ein so genanntes Mahout-Training anbieten. Der „Mahout” ist die Person, die den Elefanten trainiert und sich täglich um ihn kümmert. Ein einem solchen Mahout-Training lernt man genau das, was der Mahout täglich macht. Wie werden Elefanten trainiert? Wie gibt man ihnen Kommandos? Wie lebt man mit Ihnen?

Die Auswahl des richtigen Camps ist nicht einfach. Das so hoch gelobte Elephant Conversation Center ist komplett ausgebucht bis Ende August. Andere Camps sind uns entweder zu touristisch oder ebenfalls ausgebucht. Irgendwann finden und entscheiden wir uns für Thom’s Elephant Camp, welches nahe Pai nur 3-4 Stunden Fahrt von Chiang Mai entfernt liegt.

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Nach einer kurvenreiche Fahrt durch die Berge kommen wir in Pai an und verbringen hier die erste Nacht. Am nächsten Morgen treffen wir Thom. Thom ist die Besitzerin des Camps. Sie empfängt uns freundlich und erzählt uns, dass ihr Großvater früher mit Elefanten in den Krieg gezogen ist und ihr Vater war mit Elefanten im Holzabbau tätig war. Sie selber hat vor 20 Jahren das Camp eröffnet, in welchem zurzeit vier weibliche Elefanten leben.

Wir kaufen noch schnell zwei Tüten voll mit Bananen und dann geht es endlich los. Nach kurzer fahrt kommen wir im Camp an und werden von vier freundlichen Elefantendamen empfangen. Da das Camp auch normale 1- bis 3-stündige Ausritte anbietet werden die Elefanten tagsüber direkt ins Camp geholt. Hier warten sie dann bei frischem Bambus auf Touristen, die Lust haben mit ihnen durch den Dschungel zu reiten. Genau das steht auch uns bevor und unser erster Kontakt zu den Tieren ist der noch zaghafte Versuch auf den Rücken zu klettern. Es gibt mehrere Möglichkeiten hinauf zu kommen. Uns am angenehmsten ist das hinaufklettert über den Rüssel und Kopf des Elefanten.

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Klar kann man auch mit einem auf den Elefanten geschnallten Sitz reiten, doch für uns Junior-Mahouts ist natürlich der Sitz Tabu – nur eine Decke auf dem Rücken des Elefanten schützt die Beine: Die Rückenbehaarung des Elefanten kann bei einem längeren Ritt unangenehm kratzen.

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Linkes Bild: „Ot” trägt uns durch den Dschungel!; Rechtes Bild: Sichtweise eines Mahouts.

Unser Weg führt uns durch die Berge, kleine Wälder und steile Abhänge. Teilweise ist es sehr rutschig, wir machen uns Sorgen, dass einer der Elefanten an einem der steilen rutschigen Abhänge ausrutschen könnte. Ab und an rutschen sie auch ein Stückchen den Abhang hinunter, doch scheint scheinen sie dies stets unter Kontrolle zu haben – Dschungelprofis!

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Dann kommen wir zu einem Fluss. Anfangs warten wir nur gemütlich durch ihn hindurch, doch dann kommen die Elefanten in Bade-Laune. Der Mahout gibt Kommandos, die Elefanten saugen Wasser in ihren Rüssel und spritzen es über uns.

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Als nächstes gibt es ein kleines Rodeo – de Elefanten beginnen sich zu schütteln…so lange bis wir den Halt verlieren und ins Wasser stürzen.

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Danach geht es wieder ins Camp. Wir haben etwas Zeit unsere Bungalows zu beiziehen (wow, lange nicht mehr eine so gute Unterkunft gehabt), uns zu waschen und für den weiteren Tage vorzubereiten. Wir bekommen die grundlegenden Kommandos beigebracht und haben Zeit diese zu üben und uns ein wenig mit den Elefanten zu beschäftigen.

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Den restlichen Tag verbringen wir damit unsere gelernten Kommandos am Elefanten zu nutzen. Anfangs reiten wir kleine Strecken auf dem Camp – Thom stets in der Nähe, um uns zu helfen.

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Linkes Bild: Thom erklärt uns wie man einen Elefanten „lenkt”; Rechtes Bild: Ungeschickt ausschauender Fahrerwechsel.

Zugegeben, es ist nicht einfach einem Elefanten zu sagen, was er zu tun hat. Es sind halt gemächliche Tiere und wir sind einfach zu neu. Thom erzählt uns, dass es durchaus 3 bis 6 Monate dauern kann, bis ein Elefant den Grossteil deiner Kommandos akzeptiert und ausführt. Ab und an klappt es aber auch schon bei uns – allerdings nur, wenn der Elefant nicht grad was zu fressen entdeckt hat. Sie müssen schließlich auch irgendwann ihre 200 kg Grünzeug fressen!!

Abends zwischen 16 und 17 Uhr ist Feierabend. Wir schnappen uns jeder einen Elefant, um sie „nach hause” in den Dschungel zu bringen. Hier können sie die ganze Nacht lang fressen – schlafen tun Elefanten nur rund 4 Stunden pro Tag. An einer gut 50 Meter langen Kette binden wir sie an einen Baum – so haben sie noch genug Bewegungsfreiheit und es ist gewährleistet, dass sie nicht die Ernte der benachbarten Bauern auffressen.

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Wir essen eine Kleinigkeit, werden von Mahouts noch auf einen Thai-Whisky (in Plastiktüten verpackt – dann ist er günstiger) eingeladen, trinken danach noch ein Bier auf unserer Terrasse und fallen müde ins Bett.

Nächster morgen, sieben Uhr: Es klopft an unsere Tür. Es ist Zeit zum aufstehen. Wir springen aus dem Bett, öffnen die Terrassentür. Es regnet – eine nach Marihuana riechende Rauchwolke kommt uns entgegen, die Mahouts grinsen uns an.

Wir laufen direkt los die Elefanten abzuholen. Die sehen schlimm aus – mit großer Freude haben sie sich schon am Abend Erde auf den Rücken geschmissen. Jetzt sehen sie aus, als ob sie sich die ganze Nacht in Schlamm gewühlt haben.

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Bild: Wer ist hier der Drecksspatz?

Also wird erstmal „geputzt”. Gemütlich lassen sich die Elefanten nieder und lassen sich von uns gründlich abwaschen.

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Den restlichen Tag verbringen wir wieder damit uns mit den Elefanten zu beschäftigen: Reiten, Trainieren….oder einfach nur beobachten ;)

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Das Elephanten-Camp war definitiv ein absolutes Highlight unserer Reise. Es war so beeindruckend den Tieren so nahe zu sein und so viel über sie zu lernen!

Achso…wir haben ein paar Videos gemacht. Die wollen wir euch natürlich auch nicht vorenthalten ;)

Video 1: Wenn es ums Essen geht kann Sie besonders gut „Danke” sagen!

Klicke hier um das Video anzuschauen!

Video 2: Sie macht Musik und tanzt für Toni!

Klicke hier um das Video anzuschauen!


Beitrag aus Thailand
von Jan





Thailand - andere Länder, andere Fortbewegung!

Mittwoch, 13. August 2008 um 11:09

Leider fehlen ein paar Bilder….und vielleicht ist der Text auch ein wenig lang geworden, aber wenn’s hier fleißige Leser gibt, die sich interessieren, WIE wir uns in Thailand fortbewegen, dann gibt es hier nun die passenden Infos ;)

Nun, die Fortbewegung in Thailand ist deutlich anders als in Deutschland. Wenn man von „oben“ anfängt ist natürlich auch hier das Flugzeug eine Transportmöglichkeit. Absoluter Spitzenreiter scheint hier Air Aisa zu sein. Die Flugpreise sind für uns super günstig. Die „normale“ Rate für einen Inlandsflug liegt bei umgerechnet gut 20 Euro, doch kommt es durchaus vor, dass man auch Flüge für 20 Eurocent findet – INKLUSIVE aller Steuern.

Auch im Wasser gibt es regen Verkehr: Viele Fähren verkehren zwischen den Inseln Thailands. Die Fähren sind teilweise sehr modern, einige sind eher älteren Baujahres, aber durchaus noch ausreichend fahrtüchtig. Manchmal kann es vorkommen, dass die Boote nicht über ausreichend Rettungswesten verfügen. Man findet auch Kleinboote, die nur bis zu 15 Personen transportieren können.
Der eigentliche „Thai-Klassiker“ ist aber das so genannte „long-tail-boat“ (grob übersetzt: Lang-Heck Boot), welches sein Namen durch die sehr lange Antriebswelle hat. Hierdurch ist es den Booten möglich auch in sehr flachen Gewässern zu fahren. Es gibt eher gemütliche long-tail boats, doch auch regelrechte Schnellboote sind auf den Flüssen Thailands unterwegs.

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Bild: Großes long-tail boat.

Was den Landtransport betrifft ist es eine Möglichkeit mit dem Zug zu reisen. In Thailand gibt es vier Haupt-Zugstrecken, was das Eisenbahnnetz recht übersichtlich macht. Zug fahren ist in Thailand eine durchaus angenehme Fortbewegungsmöglichkeit und man hat jede Menge Buchungsmöglichkeiten: Je nachdem, ob man in der Nacht oder tagsüber fährt, stehen einem jede Menge Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung: Erste Klasse? Zweite Klasse? Im Schlafwagen oder mit Sitz? Mit Ventilator oder Klimaanlage? Oder soll es dann doch lieber dritte Klasse mit offenen Fenster und Ventilator sein!?
Wir haben die dritte Klasse durchaus zu schätzen gelernt. Zumindest wenn es sich um nicht alt zu lange (bis 5 Stunden?) Tag-Fahrten handelt. Man ist einfach näher am „thailändischen Leben“. Es macht Spaß die Leute zu sehen, die in dieser Klasse reisen (meist Thailänder).
An nahezu jeder Bahnstation steigen Verkäufer hinzu, die für ein paar Stationen oder auch nur während des kurzen Stopps in dem entsprechenden Bahnhof allerlei Leckerein und Getränke anbieten.

Der Bus stellt in Thailand das wohl am häufigsten verwendete Verkehrsmittel dar. Es gibt einen Busservice der thailändischen Regierung, welcher mit gut ausgestatteten klimatisierten Bussen operiert. Je nach Reisedauer und Reisezeit werden hier auch Getränke und Essen serviert. Selbst eine Stewardess, gekleidet in schicker Polyester-Uniform, ist durchaus mal mit an Board.
Bei den privat operierenden Busunternehmen gibt es verschiedene Klassen: Es gibt normale klimatisierte Busse, VIP-Busse und wenn es noch besser sein soll: SUPER VIP Busse!
Wie bei Zugfahrten ist unser Favorit für nicht zu lange Tagfahrten aber auch hier der billige „Ordinary Bus“. Es ist derselbe Grund: Es hat einfach mehr Atmosphäre. Das es statt Klimaanlage ein geöffnetes Fenster gibt und der Bus in jedem kleinen Ort bzw. bei jeder am Straßenrand wartenden Person anhält, nehmen wir dafür gerne in Kauf.

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Bilder: „ordinary bus“

Kommen wir zum interessantere Teil: Kurzstrecken, oder sagen wir besser kürzere Strecken. Hier gibt es eine Vielfalt von Transportmittel. Das Auto ist natürlich durchaus häufig vertreten, doch man hat den Eindruck, dass Motorroller das Transportmitteln Nummer eins der Thailänder ist. Übrigens trifft man hier häufiger mal auf eine Familie, die zusammen auf nur einem Motorroller fährt (Mutter, Vater, zwei Kinder) oder auch auf zwei Mädels, die auf einem Motorroller einen großen Fernseher transportieren.

Dadurch in vielen Städten verfügbar: Motorrad-Taxis. Man hält einfach Ausschau nach Motorradfahrern, die eine Nummer auf dem Rücken haben. Diese Art von Taxi fährt meist keine längeren Strecken und ist natürlich nur für wenig Gepäck und maximal zwei Mitfahrern geeignet. Anders schaut es aus mit Motorrädern, die einen kleinen Beiwagen auf der linken Seite haben. In diesem sind kleine Bänke montiert und man hat auch die Möglichkeit ein wenig mehr Gepäck mitzunehmen.

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Dann gibt es noch die „saamlaw“ – diese gibt es motorisiert und unmotorisiert. Die motorisierte Variante ist unter Touristen eher bekannt als „Tuk-tuk“. Das ist kein Thailändischer Begriff, hat sich aber mittlerweile so in das thailändische Leben eingebrannt, dass auch die Thailänder „Tuk-tuk“ statt „saamlaw“ sagen.

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Das unmotorisierte „saamlaw“ wird Rickshaw genannt und ist im Prinzip einfach ein Fahrrad mit einer am Heck montierten kleinen Passagier-Sitzfläche. Bei den Rickshaw-Fahrern handelt es sich oft um sehr arme Menschen. Wenn man nachts durch die Straßen läuft kann es durchaus vorkommen, dass man den einen oder anderen Rickshaw-Fahrer auf dem Bordstein schlafen sieht: Ohne Decke, ohne irgendwelche Besitztümer – meist dient nur das herausgenommene Sitzpolster der Rickshaw als Kopfkissen. Ein Rickshaw-Bild haben wir in unseren Fotos nicht finden können… .

Für kurze und längere Strecken, teilweise sogar in einer Art Linienfahrdienst, operieren die so genannten „Sawngthaews“. Hierbei handelt es sich in der Regel um Pick-Ups mit zwei Sitzbänken. – meist sogar mit montierten Dach. Es gibt auch größere Sawngthaews – Lastwagen mit ähnlich montierten Sitzbänken.

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Motorrad-Taxis, Tuk-tuks, Rhikshaws und Sawnghtaews sind private Transportmittel und so sind die Preise immer Verhandlungssache. Mittlerweile gibt es auch „metered Taxis“, welche nach dem uns bekannten Taximeter berechnen: Kein verhandeln mehr!

Das war es eigentlich soweit zum Transport in Thailand, wenn man von den - nur in Bangkok existierenden – U-Bahnen und „Skytrains“ absieht.

Übrigens, was die Sicherheit auf den Straßen angeht. Ja, meist sind die Straßen ein einziges Chaos. Nachdem wir nun aber etwas häufiger mit dem Roller unterwegs waren haben wir den Eindruck, dass nicht die Fahrweise der Thailänder das Hauptproblem sind. Diese fahren zwar unberechenbar, sind aber die vielen Motorroller-Fahrer gewöhnt und fahren dementsprechend um einiges umsichtiger als die deutschen Autofahrer. Die Hupe spielt dabei eine entscheidende Rolle und wird gerne beim überholen, beim abbiegen oder allgemein zum „Achtung, hier bin ich“ kennzeichnen verwendet.
Ein weitaus größeres Problem stellen Touristen dar, die die Straßenverhältnisse mit einem Motorroller unterschätzen und oft Unfälle verursachen. Die Straßen sind nicht in den guten Zuständen wie in Deutschland. Es gibt Schlaglöcher, sandige Strecken und auch Hunde sind nicht zu unterschätzen – die legen sich nämlich ganz gerne mal zum schlafen mitten auf die Straße.

P.S.: Wir fliegen gleich nach Dubai – es werden aber noch Text und Bilder zu Thailand kommen! Halt alles wie gewohnt etwas verspätet ;)


Beitrag aus Thailand
von Jan





Sukhothai – Dir erste Hauptstadt

Mittwoch, 13. August 2008 um 02:20

Nach Bangkok hieß der nächste Stopp für uns Sukhothai. Bekannt ist sie für ihre als erste Hauptstadt Thailands für ihre alten Tempelruinen. Im 13ten und 14ten Jahrhundert regiert neun Könige hier, dessen „Hinterlassenschaften“ heute zum Weltkulturerbe zählen.

Ob ihr es glaubt oder nicht, nach einer gewissen Zeit hier in Asien entwickelt man eine Art Abgestumpftheit gegenüber aller Arten von Tempeln – da sie sich alle irgendwie ähneln. Die Tempelruinen in Sukhothai haben uns jedoch noch mal stark beeindruckt.

Für uns ging es mal wieder auf einem „Roller“ (ist hier einfach am besten ;-)) zum Historischen Park ein bisschen außerhalb der Stadt. Die  anmutig restaurierten Ruinen verleihen zusammen mit den liebevoll gepflegten Grünanlagen eine idyllische und zugleich zeitversetzte Atmosphäre. Man fühlt sich wie vor hunderten von Jahren.

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Beitrag aus Thailand
von Antonia





Four night in bangkok…

Mittwoch, 6. August 2008 um 00:10

…and the world’s your oyster! Oder wie war das?
Wir kamen nach einer relativ kurzen Fahrt in Bangkok an. Wir stellten uns einen Mix aus öffentlichen Verkehrsmitteln und einer Taxifahrt zusammen, mit welchem es uns gelang vom Bus-Terminal zu unserer Unterkunft zu fahren, ohne das wir uns über den Tisch gezogen fühlten! Ein guter Start!

Unsere Unterkunft befindet sich in der Nähe der berühmten Khao San Road. Diese ist im Groben vergleichbar mit der Hamburger Reeperbahn. Eine Party- und Shopping-Meile auf der Tag und Nacht das Leben tobt. Neben Bars und Clubs findet man hier aber auch sehr viele kleine Geschäfte, in denen clevere Thais versuchen allerlei Krims Krams an die „reichen Touristen“ zu verkaufen.
Ein großer Teil des Lebens auf der Khao San Road spielt sich direkt auf der Straße ab. „Rollende Händler und Restaurants“ bieten ihre Waren an, „Standort-Freie Bars“ haben Plastikstühle auf der Straße aufgestellt und es werden frische Cocktails aus Roller-Anhängern serviert. Vor den Bars stehen hübsche Mädels und werben mit Schildern wie „Günstiges Bier – KEINE Alterskontrolle“ und nur wenige Meter weiter versuchen Tuk-Tuk-Fahrer Touristen dazu zu überreden, sich zur 10-minuten entfernten Sex-Show fahren zu lassen.

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Übrigens, zum Schild „Keine Alterskontrolle“ – eine solche hätte hier so oder so kein Sinn, denn auf der Khao San Road gibt es bestimmt 10 kleine Stände, an denen man sich für umgerechnet 7 Euro einen neuen Führerschein, Behindertenausweis, Uni-Ausweis, Presse-Ausweis…oder was auch immer kaufen kann.

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So wirklich minderjährig scheint hier aber keiner zu sein. Abgesehen von den Rosenverkäufern: Im nächtlichen Gewusel rennen ca. 12-jährige Kinder herum und versuchen Rosen an Touristen zu verkaufen. Dabei scheinen sie absolut überdreht und hemmungslos: Ohne scheu bieten sie dir eine Rose an, verarschen dich (!!!) mit einer bemerkenswerten Wortgewandtheit, verschenken mal eine Rose und verkaufen die nächste zum Tageslohn eines durchschnittlichen thailändischen Arbeiters.

Wir hätten Stunden damit verbringen können uns einfach nur mit einem Bier in eine der Straßenbars zu setzen und das Geschehen zu beobachten.

Am ersten Tag stand erst mal „Shoppen“ auf dem Programm. Nach einem Jahr wird es mal wieder Zeit für ein paar neue Klamotten – Thailand bietet hierfür eine ausreichende Vielfalt. Wir entschieden uns das Siam Shopping Center zu besuchen. Der Weg dahin wird per Taxi gemeistert, welches nicht sonderlich schwer zu bekommen ist: Einfach auf die Straße gehen und die Hand raus halten, wenn man nicht so oder so schon zuvor mit den Worten „Tuk-Tuk?“ oder „Where are you going?“ abgefangen wird. Wir wurden abgefangen und nachdem wir die „cheap cheap“-Stadtrundfahrt abgeschlagen haben, begann die übliche Bangkok-Taxiverhandlung: „Siam Square? I drive you for 220 Baht! Very Cheap!”.
Viel zu viel! Wir wandten uns ab und Mr. Tuk-Tuk stellte sich uns erneut in den Weg: „Okaay, for you just 120 Baht, my friend!“. Wir machten ihn darauf aufmerksam, dass wir mit Taximeter nur 70 Baht zahlen. „Ok“, sagt er, „70 Baht, just one more Stopp!“.
Wir drückten Preis noch mal um die Hälfte und stiegen ein.
Das mit dem „Stopp“ ist typisch für Bangkok und eine relativ einfach Sache: Das Tuk-Tuk (motorisiertes Dreirad) bringt dich zu einem besonders günstigen Preis zu deinem Wunschort, stoppt allerdings unterwegs einmal bei einem Geschäftspartners des Tuk-Tuk-Fahrers. Meist ein Schneider, Juwelier oder Reisebüro. Hier ist es deine Aufgabe kurz vorstellig zu werden, interessiert zu scheinen…und im Idealfall sogar was zu kaufen. Der Tuk-Tuk-Fahrer bekommt eine entsprechende Provision in Form eines Benzin-Gutscheines - einen kleinen, aber ausreichenden bereits sobald du das Geschäft betrittst…und einen deutlich größeren, wenn du was kaufst. Es wird relativ offen darüber gesprochen: „Gut für dich, gut für mich. Musst nichts kaufen, nur gucken!“ Eine interessante, aber auch anstrengende Art günstig durch die Stadt zu kommen (wir machten das Ganze noch ein zweites Mal und zahlten für eine Taxifahrt umgerechnet nur 4 Eurocent).

Die Shopping-Center sind kolossal. Wir verbrachten den gesamten Tag im Siam Center, schafften es zwar durch alle Stockwerke zu schlendern, doch wir haben nicht ansatzweise alle Geschäfte besuchen können. Einkaufen macht hier unglaublich viel Spaß (selbst mir). Zum einen natürlich, weil es unschlagbar günstig ist, aber mindestens genau so antreibend ist die unendliche Auswahl. Gefällt nicht? Einfach zwei Geschäfte weiter gehen – da gibt’s das Selbe noch mal in anders!

Am Abend, wir sind noch immer im Shoppingcenter, entscheiden wir uns, uns mal wieder einen Kinobesuch zu gönnen. Die Auswahl des Kinos ist nicht einfach – in einem Umkreis von einem Kilometer sind drei Kinos angesiedelt. Und Kinosaal ist nicht gleich Kinosaal. Vom Nokia-Design Kino bis zum VIP-Kino, in welchem man in großzügigen Ledersesseln sitzt oder liegt. Wir entscheiden uns für den Dolby Digital 3D-Kinosaal mit dem Film „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“. Wir genießen den Film in drei Dimensionen – eine kulturell interessanter Part war aber noch bevor der Film begann: Es wurde eine Würdigung des Königs eingespielt. Unglaublich – plötzlich standen alle (!!!) Menschen auf und starrten gebannt auf die Leinwand. Kein Anti, kein Königs-Gegner…ALLE schienen sie sich zu freuen.

Das ganze Thema mit dem König hinterfragten wir zwei Tage später nochmals genauer, als wir auf der Straße mit einem einheimischen ins Gespräch kamen. Wir unterhielten uns anfänglich über die Sehenswürdigkeiten Bangkoks, doch die eine Frage brannte uns auf der Zunge: Warum tragen heute eigentlich so viele Thailänder gelbe T-Shirts?
Die Antwort war überraschend. Stolz zeigte er auf das auf dem T-Shirt abgedruckte Königs-Wappen und erzählte uns „Zu Ehren unseres Königs tragen wir jeden Montag gelb!“. Das ist unglaublich – ihr könnt euch das nicht vorstellen. Ihr lauft durch die Straßen und jeder 2-3 Mensch, den ihr begegnet, trägt ein gelbes Polo-Shirt. Und das nur zur Ehre des Königs?“. Wir fragen weiter…“Welches Ansehen hat der König im Land?“. Unser Gegenüber scheint noch mehr Freude als zuvor am Gespräch zu finden. Er strahlt und erzählt uns, dass zwar Mutter und Vater die Nummer eins sind, aber dann sofort der König kommt. Er erzählt uns, wie gut und großzügig der König sei und wie sehr die thailändische Bevölkerung ihn liebt.

Nach dem Gespräch begeben wir uns wieder auf Stadt-Erkundungs-Tour. Wir besuchen verschiedene Tempel und Buddha-Statuen und erreichen irgendwann das Highlight des Tages: Der Grand Palace! Auch bekannt als Königspalast ist das Gelände wohl das prachtvollste und am meisten ausgeschmückteste Thailands. Wir laufen herum und bewundern das viele Gold und die glitzernden Fassaden – damit ist natürlich der fast unverschämte Eintrittspreis von 300 Baht begründet :)

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Ansonsten haben wir noch einen Blick auf den Floating Market geworfen. Es gibt in der Nähe von Bangkok drei verschiedene dieser Art. Zwei von ihnen sind zwei Stunden Fahrt entfernt von Bangkok…darunter auch der für Touristen bekannteste. Wir entschieden uns für ein näher gelegenen. Nur 25 Minuten Fahrt mussten wir auf uns nehmen, haben dafür aber auch nur die kleine, abgespeckte Version eines Floating Markets zu Gesicht bekommen. Egal…Floating Market ist Floating Market… .

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Das war unsere Bangkok-Tour! SUPER, wir mögen Bangkok…definitiv eine Stadt mit Atmosphäre!

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Bild: Willkommen im Verkehrschaos Bangkoks!


Beitrag aus Thailand
von Jan





Thailand - andere Länder, andere Toiletten!

Sonntag, 3. August 2008 um 00:46

Bisher haben wir euch immer „up-to-date“ gehalten, was wir auf unserer Reise erlebt haben. Leider aber haben wir es nie wirklich geschafft euch von den „kleinen“ aber interessanten alltäglichen Unterschieden zu schreiben. Es gibt tausende Dinge, über die man sich wundert, erstaunt ist…oder sich ekelt.

Wir wollen versuchen euch jetzt am Ende unserer Reise noch ein zwei kleine alltägliche Besonderheiten zu beschreiben – angefangen mit dem interessanten Thema „Toiletten in Thailand“ (und Malaysia).

Toiletten sind hier für uns Europäer….sagen wir mal „gewöhnungsbedürftig“. Um euch einen Eindruck davon zu geben schaut euch mal das folgende Bild an:

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Hierbei handelt es sich um eine typische Thai-Toilette. In öffentlichen Toiletten ist das ganze noch mal eine Stufe un-westlicher: Die Toiletten-Schüssel fehlt, bzw. sie ist so in den Boden versenkt, dass nur noch ein Loch zu sehen ist.

Aber zurück zu der Thai-Toilette auf dem obigen Bild. Was fällt auf?
Vielleicht als erstes: Wo ist der Spülkasten hin? Die Antwort ist ganz einfach: Den gibt es nicht, denn gespült wird hier noch „per Hand“. Rechts unten neben der Toilettenschüssel seht ihr den gelben Hahn, welcher dazu dienen soll Wasser in den blauen Eimer zu füllen…und mit der türkisen Schüssel, welche auf dem Waschbecken steht, wird dann das Wasser in die Schüssel geschöpft.

Auffälligkeit Nummer zwei: Oh nein, Toilettenpapier ist alle! Fehlanzeige! Die kleine weiße Einbuchtung an der Wand ist kein Toilettenpapier-Halter, sondern eine Seifen-Ablagefläche. In Thai-Toiletten gehört kein Toilettenpapier. Zum einen wird es bei großen Mengen Papier schwierig dieses beim per Hand schöpfend herunter zu spülen. Viel mehr ist es aber eine Frage der „Rohrleistung“. Die Abwasserrohre neigen schnell zur Verstopfung…wenn man Toilettenpapier herunter spült!
Für „echte Asienreisende“ heißt es also nicht nur „runterspülen“, sondern auch noch „abspülen“. Die meisten westlichen Touristen entscheiden sich dann aber doch dafür das Toilettenpapier in (manchmal) bereitstehenden Müllbehälter zu schmeißen (schööön! :) ). Oder…man versucht es nach und nach doch runter zu spülen – man liebt ja das Spiel mit der Gefahr!

Auffälligkeit Nummer drei: Dusche? Richtig, Dusche – wenn man Glück hat hängt sogar ein solcher kleiner Kasten, wie er auf dem Bild zu sehen ist, an der Wand. Das heißt dann „warme Dusche“. Sonst ist sie kalt! Und es ist durchaus üblich, dass die Dusche zusammen mit der Toilette in einem Raum ist (90% unserer Unterkünfte). Wenn man dann mal duschen war ist nicht nur die komplette Toilette, sondern sogar das komplette Bad NASS (gibt ja keinen Duschvorhang).

So ist es mit den Thai-Toiletten. Das nun folgende Bild gilt hier übrigens als West-Toilette. Im Prinzip komplett das Selbe Programm wie oben – nur, dass jetzt auch eine Spülung vorhanden ist (in diesem Fall dafür aber eine kalte Dusche und ein wenig „Knast-Aussehen“).

Natürlich ist das nicht überall so. Man findet solche Toiletten eigentlich fast überall in kleinen oder „abgelegenen“ Orten…oder auch auf den Inseln. Aber auch in Großstädten sind sie weiterhin vorhanden, wir sind uns ziemlich sicher, dass die großen westlichen Hotelketten entsprechende ECHTE West-Toiletten anbieten.

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Beitrag aus Thailand
von Antonia und Jan





Tempel-Ruinen in Ayuthaya und Elefantenjagd im Khao Yai Nationalpark

Mittwoch, 30. Juli 2008 um 22:56

Die Stadt Ayuthaya, nördlich von Bangkok gelegen, hat eine lange historische Vorgeschichte, welche sich heutzutage besonders durch die vielen (über 400) Tempelruinen in und um Ayuthaya bewundern lässt. Auch wir wollen uns diese nicht entgehen lassen und wagen uns mal wieder mit dem Motorroller auf die Straßen Thailands. Wir bekommen jede Menge schöne Tempelruinen zu Gesicht, ausführlich besichtigt haben wir hiervon drei.

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Am meisten beeindruckt hat uns „Wat Yai Chaya Mongkol“. Hier gibt es einen riesigen liegenden Buddha.

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Außerdem sind hier unglaublich viele Buddhas in Reihen aufgestellt. Diese alten Statuen, mit den gelben Gewändern umwickelt, machen einen beeindruckenden Eindruck.

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Irgendwann haben wir genug von Tempeln – es sind einfach zu viele, um sich alle anzugucken. Wir stellen den Roller ab und entscheiden uns etwas durch die Gegend zu schlendern. Wir zwängen uns durch enge Gassen, vorbei an kleinen Werkstätten, Essensständen und freundlich lächelnden Tuk-Tuk-Fahrern. Und plötzlich stehen mitten in einem super interessanten Thai-Markt. Nicht so ein touristisch aufbereiteter Markt, wie wir ihn bisher aus dem Süden Thailands gewohnt waren.
Wir schlängeln uns von Stand zu Stand und schauen uns an, was die Thailänder hier so kaufen und verkaufen. Die Märkte hier sind in KEINER Weise mit den europäischen vergleichbar. Hygienisch gesehen ist es z.B. alles andere als der europäische Standart: Fleisch und Fisch liegt ungekühlt herum, die Lebensmittel werden herumgereicht, Handschuhe oder Waschbecken gibt es hier nicht!

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Die Atmosphäre ist einmalig und das Angebot ist vielfältig: Neben Obst und Gemüse, Gewürzen, Fleisch und Fisch findet man auch Stände mit Schildkröten, Fröschen (auf Wunsch lebendig, tot, bereits ausgenommen oder nur die Innereien) oder Hühnerfüße. In einem Topf fanden wir frittierte Hände und Füße, welche uns in der ersten Minute gewaltig zurückschrecken ließen: Frittierte Affenfüße haben verdammte Ähnlichkeit mit Kinderfüßen!

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Wir kaufen nur ein paar Früchte und essen etwas harmloseres Thai-Essen in einem gemütlichen Restaurant nahe unserem Gästehaus.

Am nächsten Morgen geht es mit dem Zug weiter in Richtung Khao Yai Nationalpark. Mittlerweile buchen wir gerne die 3. Klasse im Zug – nicht wegen dem günstigen Preis, sondern vielmehr aufgrund der netten thailändischen Atmosphäre. In der 3. Klasse reisen zum großen Teil Thailänder, alles ist absolut einfach gehalten und ständig laufen Thais durch den Zug und verkaufen Reisgerichte, Hühnchen, Getränke, getrockneten Fisch…oder was man auch sonst so verpflegungstechnisch im Zug vertreiben kann. Die Preise sind dem thailändischen Reisenden angepasst (Reis mit Hühnchen: 20 Eurocent).

Im Nationalpark angekommen entscheiden wir uns diesmal eine Tour durch den Dschungel zu buchen. Angeboten wird diese von unserem Gästehaus Green Leaf Lodge – am nächsten Morgen um 8 Uhr geht es los. Schon auf der Straße zum Dschungel stoppt unser „Sawngthaew“ (Pick-Up mit Sitzbänken auf der Ladefläche) – unsere Guide, welchen wir bisher noch nicht kennen gelernt haben, springt aus dem Fahrerhäuschen. Er ruft „Snake, Snake“ und wühlte im Grünstreifen neben der Straße herum, bis er stolz seinen Fund präsentieren kann: Eine gelbe Viper! Um uns die beste Sicht zu ermöglichen riskiert er auch einen Biss der Schlange. „Nicht giftig, nur schmerzhaft“ sagt er und springt zurück ins Fahrerhäuschen.

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Mit jeder Minute merken wir, was für eine gute Idee es war eine Tour zu buchen. Unsere Guides sind selber sehr interessiert an der „Dschungelwelt“. Immer auf der Suche nach etwas Neuem – teilweise mit so unglaublich scharfen Augen, dass wir sogar an auf Bäumen platzierten Plastikschlangen dachten…bis sie sich bewegten.

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Bild: Ungewöhnlich aussehende Spinne.

Klar, dass wir Affen sehen…doch ein wirkliches Highlight sind die affenähnlichen Gibbons. Diese leben, anders als Affen, ausschließlich auf Bäumen und sind nur in kleinen Gruppen bis maximal 7 Tieren unterwegs. Wir haben Glück, denn die von uns gesichteten Gibbons sind sehr neugierig und kommen uns sehr nahe.

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Wir wandern durch den Dschungel und spüren nach und nach mehr Tiere auf. Durch den Dschungel wandern ist hier auch endlich mal „durch den Dschungel wandern“: Keine Wanderwege, sondern nur ein einen Guide, welcher uns mit seiner Machte einen kleine Schneise durch den Dschungel schlägt.

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Im Laufe des Tages sehen wir mehr Gibbons, Affen, Spinnen, Schlangen, Skorpione, Eidechsen und und und.

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Wir machen einen kleinen Stopp an einem Wasserfall. Wer möchte kann etwas schwimmen oder sich mit einem Snack und Getränk von der Wanderung erholen.

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Nach Sonnenuntergang geht die Suche weiter. Zwar laufen hier auch wilde Tiger rum, doch diese treiben sich nur weit entfernt von den zugänglichen Gebietern herum. Anders schaut es mit wilden Elefanten aus: Der Khao Yai Nationalpark gehört zu den Plätzen in Thailand, in denen es am ehesten gelingt einen wilden Elefanten zu finden.
Wir fahren im Park herum als wir plötzlich auf Einheimische treffen. Sie zeigen in den Busch vor uns und erzählen unseren Guides, dass vor einer Minute ein Elefant die Straße überquert hat. Wir verteilen uns, versuchen so leise wie möglich zu sein. Und plötzlich tut sich was: Es raschelt, es knistert, es brechen Äste mit einer Lautstärke, die darauf hindeutet, dass da was Großes im Busch sein muss. Sehen tunen wir leider nichts, der Elefant ist zwar nur ca. 30 Meter von uns entfernt, doch hat er sich in für uns nicht zugängliches Gestrüpp gezwängt. Als er nicht mehr zu hören ist entscheiden wir uns noch ein wenig herum zu fahren, doch noch mal haben wir kein Glück. Somit haben wir zwar keinen wilden Elefanten gesehen, dafür aber gehört…und einige meinen ihn auch gerochen zu haben ;)

Ein Volltreffer war die Dschungeltour aber auf jeden Fall. Es hat riesigen Spaß gemacht!


Beitrag aus Thailand
von Jan





Die Brücke am Kwai & der Tiger-Tempel

Montag, 28. Juli 2008 um 16:20

Von den Tagen voller Erholung ging es für uns wieder aufs Festland den Rest Thailands zu erkunden. Nach der recht unsanften Hochgeschwindigkeits-Katamaran fahrt mit leichtem Reisekrankheitspotenzial ging es für uns mit einem Nachtzug; leider ohne Schlafkabine; nach Kachanaburi. Die recht unerholsamen Nacht im vollkommen unterkühlten Zug mussten wir am folgenden Tag langsam auskurieren und machten daher erstmal nur eine kleine Stadterkundung. Unsere Unterkunft war auch mal wieder etwas anderes. Unser Raum befand sich auf dem Wasser und vom Restaurant aus hatte man eine schöne Aussicht auf den Seerosenbedeckten Fluss.

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Vielleicht ist dem ein oder anderen die Stadt historisch gesehen ein Begriff. Bekannt ist die Stadt durch den Bau einer strategisch bedeutsamen Eisenbahnstrecke von Bankok nach Mayamar an die Grenze von Indien unter der Führung der Japaner im 2. Weltkrieg. Die Arbeiter bestanden zum Großteil aus thailändischen und malaiischen Zwangsarbeitern (200.000), aber auch unzählige Kriegsgefangenen aus Australien, England, und den Niederlanden (62.000) wurden von den Japanern zum Bau der 415 km langen Strecke eingesetzt. 50 Jahre zuvor wurde der Bau der gleiche Strecke von den Engländern in Erwägung gezogen, aber aufgrund der schlechten geographischen Verhältnissen und Arbeitermangels verworfen.
Die Lebensumstände der Arbeiter waren menschenunwürdig Der Bau wurde unter einem enormen Zeitdruck durchgeführt (17 Monate) und Märsche von mehreren 100 km durch den Dschungel waren keine Ausnahme. Hinzu kamen eine permanente Unterversorgung an Wasser und Lebensmitteln und eine notdürftige bzw. keine medizinische Versorgung. Die Männer waren nicht nur den Gefahren des Dschungels und dem fatalen Klima sondern dazu auch vielen tropischen Krankheiten ausgeliefert.
Allein von den  Kriegsgefangenen starben über 12.000 durch Unfälle, Unterernährung und Krankheiten, bei den Zwangsarbeitern waren es sogar über 80.000.

Heutzutage wird die Strecke immer noch der Death Railway genannt und neben einem Alliierten Friedhof, einer Railway Brücke am Kwai Fluss gibt es noch ein kleines sehr informatives Museum in Kanchanaburi, welches die Ereignisse sehr gut darstellt.

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Eine recht große touristische Attraktion in der Gegend ist auch der Tiger Tempel, wo es jedem möglich ist einen Tiger zu streicheln. Ein Ort an dem verwaist Tigerbabys von Mönchen aufgezogen werden und so vor Wilderern geschützt sind. Klingt schön…ist es aber in Wirklichkeit gar nicht. Wie wir aus Berichten und Erzählung Anderer erfahren mussten ist das eine ganz üble Tierquälerei. Die Tiere werden von klein auf mit Schläge erzogen, nachts in winzigen Käfigen gehalten und tagsüber liegen sie teilnahmslos fast schon komatös auf dem Tempelgelände. Für die unzähligen viel zahlenden Touristen werden die Tiger am Schwanz in Position gezogen. Das hat in unseren Augen nichts mehr mit Tierliebe zu tun, das ist reine Geldmacherei. Hinter den Kulissen sind keine Außenstehenden erlaubt und DNA-Tests zur Sicherstellung ihrer thailändischen Herkunft werden verweigert.
Aufgrund dieser Tatsachen haben wir uns dazu entschlossen diesen Tempel nicht zu besuchen, obwohl er eigentlich ganz weit oben auf unserer To-Do Liste stand. Wer zum Tiger Tempel noch ein paar mehr Information haben möchte kann diese zum Beispiel unter folgender Website finden:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,562903,00.html


Beitrag aus Thailand
von Antonia





Neue Bilder: Singapur und Malaysia!

Samstag, 26. Juli 2008 um 20:02

Haben heute eine Gallerie mit jeder Menge Bildern aus Singapur und Malaysia online gestellt. Die Gallerie findet ihr wie immer unter “Pictures” und dort unter “Süd-Ost-Asien”.

Haben mittlerweile ein wenig “Platzprobleme”, sodass wir leider nicht darum herum kamen die Deutschland-Gallerie zu löschen. ;)


Beitrag aus Thailand
von Antonia und Jan

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