Dubai –größer, besser, teurer
Für uns ging es am Mittwoch von Chiang Mai wieder zurück nach Singapur – nur dieses Mal etwas schneller mit dem Flugzeug. Nach einem kurzen Aufenthalt in Singapur ging es für uns direkt nach Dubai. Viele arabische Familien vermitteln uns schon im Flugzeug was uns die nächsten Tage erwartet! Schwarz verschleierte Frauen und Männer mit weißen langen kleiderartigen Kostümen.
Angekommen in Dubai bekamen wir schon Mal eine kleine Vorstellung von Dubais Größenwahn. Allein um beim Gepäckband anzukommen brauch man ohne Warten eine Halbestunde, dabei läuft man die Hälfte der Zeit nur über Laufbänder.
Wovon wir auch gleich noch einen Eindruck bekamen waren die hunderte Meter langen Taxiwarteschlangen. Diese sind zwar anfangs etwas abschreckend, aber im Endeffekt wartet man meist nicht länger als 10 Minuten, zudem gibt es hier abgesehen vom Bus keine anderen öffentlichen Verkehrsmittel und somit ist das Taxi meist die einzige Möglichkeit.
Bild: Auch in Shoppingcentern findet man diese überaus langen Warteschlangen für Taxen
Einen kurzen Eindruck vom saunaartigen Klima Dubais erhielten wir bereits auf dem Weg vom Taxi ins Hotel.
Raus aus dem klimatisierten Hotelzimmer, rein in 45 Grad Celsius im Schatten. Wow!!
Unsere ersten Stunden haben wir damit verbracht uns von Laden zu Laden zu hangeln, um so wenigstens für ein paar Minuten den unglaublichen Temperaturen zu entweichen. Natürlich haben wir hier auch den heißesten Monat erwischt, der aufgrund dessen auch zur Nebensaison zählt. Das Leben spielt sich zu dieser Jahreszeit in riesiggroßen klimatisierten Kaufhäusern und auf den Straßen nach Sonnenuntergang ab.
Für die nächsten zwei Tage kauften wir uns ein Ticket für einer dieser typischen Doppeldecker-Sightseeing-Busse, um Dubai etwas näher zu erkunden.
Nur kurz vorab wollen wir euch noch auf dem Weg geben, das alles was hier gebaut wird immer mit einem Adjektiv wie das größte, erste oder höchste proklamiert wird. Vorbei kamen wir am weltbekannten 7 Sterne Hotel Burj al Arab, vielen Shopping Malls, wofür Dubai bekannt ist („Here is a lot to do and a lot to buy – so it’s called Dubai (do buy)“ – so oder so ähnlich lautet hier ein Sprichwort), riesigen Vergnügungsparks und schönen Moscheen.
Unvorstellbar ist es, wenn man so durch die Stadt fährt, dass hier vor 1966 (erstes Ölvorkommen in Dubai) nichts außer Wüste war und all das was heute hier steht oder entwickelt wird in den letzten 40 Jahren entstanden ist.
Fakten, Fakten, Fakten:
Jeder SECHSTE aktive Kran baut hier in Dubai!!
Zur Zeit sind sie dabei den höchsten Tower der Welt zu errichten, Burj Dubai, der gegen Ende diesen Jahres fertig gestellt werden soll und sie 1,1 Billionen USD gekostet hat und von dem keiner weiß wie hoch er wird. Spekuliert wir er zurzeit auf 800 Meter (das höchste Gebäude derzeit ist 508 m).
Übrigens ganz links kann man den Burj Dubai ganz leicht sehen – ein sehr dünner langer Turm!!
Unglaublich ist es auch, dass hier Leitungswasser teuerer ist als Benzin und für die Bewässerung der vielen Grünanlagen (insbesondere Golfplätze) 97% des Wassers aufbereitetes Meerwasser ist. Das Erdölvorkommen Dubais wird schätzungsweise 2010 erschöpft sein (Angaben aus einem 2005 verfassten Reiseführer).
85% Dubais Einwohner sind Ausländer. Mit dem Erwerb einer Immobilie bekommt man als Ausländer automatisch ein 99 Jahre gültiges Visum. Es gibt kaum Steuern (keine Einkommenssteuer, keine Mehrwertsteuer…etc.).
Abgesehen vom berühmten „7 Sterne Hotel“ Burj al Arab, gibt es hier ein 5-Sterne Unterwasserhotel und bald soll ein Hotel mit 6500 Zimmern und Suiten (!!!) eröffnet werden.
5 Kilometer vom Festland entfernt liegt die weltbekannte Inselformation „The World“. Die künstlich angelegte Miniatur-Welt, die in Flora und Fauna als auch ihrer architektonischen Bebauung den jeweiligen Kontinent repräsentiert.
Zudem entstehen derzeit drei Rieseninseln in Palmenform vor Dubais Küste, die vom Mond aus zu sehen sein werden bzw. schon sind. Die erste und kleinste, Palm Jumeirah, soll mehrere Luxushotel und zahllose Freizeitanlagen beherbergen.
Sehr informativ wurde uns im Dubai Museum die Kultur, die Religion, die Kleidung, das Leben in der Wüste und das gefährliche Leben der Perlentaucher näher gebracht!
Und wer gern nach einem anstrengenden Tag in Dubai bei 45 Grad eine kalte Dusche nehmen möchte hat Pech, denn das kalte Leitungswasser kann hier durchaus Temperaturen von 30 Grad erreichen.
Am letzten Tag ging es für uns nach einer kleinen Fährfahrt auf dem Dubai Creek zum Abendessen in die Wüste. Nach einer kurzen Busfahrt wurden alle Touristen in Jeeps umgeschichtet, mit denen dann die Dünen („Echte“ Wüste, wie man sie sich vorstellt) unsicher gemacht wurden. Ohne Rücksicht wurde durch den Sand geheizt.
Danach ging es zum „Camp“, wo jeder die Möglichkeit hatte auf einem Kamel zu reiten. Konnten wir uns natürlich auch nicht nehmen lassen, dem mal zu zeigen was ein richtiger Mahout so drauf hat.
Mit einer Wasserpfeife, einem Henna-Tatoo und arabischen Kostümen haben wir uns die folgende Stunde vertrieben.
Beim super leckeren arabischen Essen wurde uns noch eine kurze bauchtänzerische Showeinlage geboten. Jan war leider nicht MUTIG genug mitzumachen. Typisch Männer…arme Grashüpfer können sie essen, aber keinen Bauchtanz!!
Im Großen und Ganzen ein sehr gelungener längerer Zwischenstopp. Super interessant war es den starke Gegensatz zwischen der Moderne und der islamischen Kultur zu sehen. Und vor allem den Größenwahn Dubais so Hautnah mitzuerleben! Aber auf der anderen Seite auch zu sehen, dass Dubai nicht ausschließlich reich und modern ist, sondern es auch wie in jeder anderen Großstadt volle Straßen und Armut gibt!
A lot to do and a lot to buy – dubai!
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