Nelson und der Abel Tasman Nationalpark
Nach intensivem Studium unseres Neuseeland-Reiseführers entschied sich Toni bereits vor mehr als 2 Wochen, dass sie ihren Geburtstag in Nelson feiern möchte. Nelson liegt im nördlichen Teil der Südinsel und ist nur knapp 1,5 Stunden vom berühmten Abel Tasman Nationalpark entfernt. Im Stadtzentrum von Nelson leben ca. 40.000 Menschen und das sonnenreiche Klima mit den zahlreichen Freizeitaktivitäten lockt jedes Jahr eine Menge Touristen in die Stadt.
Auch das Hostel hat sich Antonia schon lange im Voraus ausgesucht. Ihre Wahl viel auf das Hostel Paradiso, welches neben einem 12-Meter-Pool, einem Spa-Pool und einer Sauna auch eine liebevolle Atmosphäre zu bieten hatte.
Am 24. November gingen wir am Abend mit zwei deutschen Mädels noch in einen Pub und feierten hier in Tonis 21. Geburtstag rein. Tonis Geburtstag selber bestand aus „endlich mal wieder ausschlafen“, gemütlich am Pool liegen und am Abend gönnten wir uns noch eine Pizza beim Italiener.
Am vorletzten Tag entschieden wir uns dann noch für einen Besuch im Abel Tasman Nationalpark. Dieser erstreckt sich über ca. 23.000 Hektar Wald- und Buschland und ist hiermit zwar der kleinste, aber trotzdem meistbesuchte Nationalpark Neuseelands.
Aus einer Vielzahl von Tourangeboten wählten wir eine Tagestour (es sind unter anderem auch Mehrtagestouren mit Übernachtung im NP möglich), welche zu 2/3 Wasserweg und 1/3 Landweg bestand.
Mit ca. einer halben Stunde Verspätung wurden wir vom Shuttel-Bus am Hostel aufgesammelt, um in einer 1,5-Stündigen Busfahrt nach Marahau zu fahren.
Abgesetzt wurden wir dann an der „Aqua Taxi Basis“, welche aber nicht direkt am Wasser, sondern einige hundert Meter im Landesinneren liegt.
Dazu aber gleich… . Zuvor noch kurz etwas zu den Aqua Taxis. Die Aqua Taxis sind in Neuseeland eine touristisch durchaus attraktive Einrichtung, um eine Art Taxi-Bus Verbindung auf dem Wasser zur Verfügung zu stellen. Viele in den Fjorden gelegene Orte sind über den Landweg nur schwer bzw. gar nicht zu erreichen. Und hier klinken sich die Aqua-Taxis ein, die neben einer Art Linien-Verbindung (meist nur kleine Boote) auch als private Taxiverbindung buchbar sind (unbezahlbar) und sogar teilweise für die Postzustellung zuständig sind.
Weiter geht es an der Aqua Taxi Basis. Wasser war zwar noch immer nicht zu sehen, dafür wurde uns aber nun klar, weshalb so viele Tracktoren in diesem Dorf unterwegs waren. Die Boote fuhren gar nicht auf dem Wasser, sondern wurden auf dem Bootsanhänger durch die Gegend kutschiert.
Dies würde die durch das aggressive Salzwasser entstehenden Schäden am Bootsrumpf vorbeugen und nur so ließe sich ein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb gewährleisten. Quatsch…natürlich war die Fahrt auf dem Bootsanhänger nur von kurzer Dauer. Aber trotzdem war es ein Spaß im Boot sitzend von einem Tracktor durch den Strand, durchs Watt und durch den einen oder anderen kleineren Priel gezogen zu werden, um dann langsam ins Wasser zu gleiten.
Dann ging die Fahrt los. Mit ordentlichem Tempo ging es an den kleinen Buchten mit ihren goldenen Stränden vorbei. Ein kurzer Stopp wurde bei einem gespalteten im Wasser liegenden Felsen gemacht. Auch eine auf dem Weg liegende Robben-Kolonie ließen wir uns nicht entgehen und konnten erneut diese lustigen Tierchen (ja Oma, jetzt rate mal wie oft das Wort „süüß“ gefallen ist
) beim sonnen und schwimmen beobachten.
Nach gut 1,5 Stunden Fahrt erreichten wir die Bucht, die als Start unserer Wanderung vorgesehen war. Wir wurden direkt am Strand raus gelassen – eine Anlegebrücke oder gar einen Hafen gibt es in einem Nationalpark schließlich nicht. Wir spazierten erstmal gemütlich in einer Bucht rum. Der Strand war wirklich herrlich und das Wetter war wunderschön. Am liebsten wären wir hier den ganzen Tag geblieben.
Irgendwann holte uns die Realität aber wieder ein und wir stellten fest, dass wir zeitlich mittlerweile wirklich knapp dran waren. Also schnell los – über Stock und Stein zum 4,5-Wanderstunden entfernten Pick-Up Strand gelaufen. Auch wenn wir teilweise etwas schneller gehen mussten konnten wir die zahlreichen Aussichten im vollen Zuge genießen.
Am Pick-Up Strand hatten wir dann noch das Glück einen Blue-Pinguin (kleinster Pinguin der Welt) zu beobachten. Dieser hat sich wohl etwas zeitlich vertan – schließlich war es erst 16 Uhr und normalerweise kommen die Pinguine erst etwas später aus ihren Verstecken.
Im Großen und Ganzen haben wir den Tag sehr genossen und zählen den Abel Tasman Nationalpark mit zu den Highlights unserer Neuseeland-Reise.
Ach und Bilder werden leider wieder etwas verspätet online gestellt. Sitzen hier gerade “am” Franz Josef Gletscher…da ist das Internet nicht sooo gut ![]()
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