Kurzer “Zwischenstand”
Jipp, wir haben endlich einen Job!!!
Eigentlich haben wir schon seit Montag einen. Sind ja am Freitag hier angekommen und sind direkt in die Jobagentur. Die hatte auch endlich mal was auf Lager. Erster Vermittlungsversuch: Fruit Picking auf einer Farm mit sehr guten Ruf. Sind direkt hin, mussten dann aber leider feststellen, dass die Stelle schon vergeben war. Also zurueck zur Agentur und da die naechste Adresse abgeholt. Volltreffer. Nur zwei Minuten von unserem Camping Ground entfernt war noch eine Farm - und hier konnten wir direkt am Montag anfangen. Also Montag und Dienstag morgens um fuenf aufgestanden und dort neun Stunden Birnen gepflucket. Eine verdammt sche*** Arbeit. Neun Stunden bei 30 Grad und mehr unter freiem Himmel mit einem Sack um Hals die Leiter hoch, pfluecken, pfleucken, pfluecken und das ganze dann unten in einer Sammelbox abladen. Und dann gibt es regelmaessig vom Supervisor “Die Fruechte sind zu klein!!! - ihr muesst groessere Fruechte pfluecken!!” und man selber macht sich auch Stress, weil man per Leistung bezahlt wird. How ever…absolute scheiss Arbeit und wir haben dafuer umgerechnet 4,5 Euro die Stunde bekommen. Ein Witz… .
Am Dienstag-Abend haben wir von Leuten auf unserem Camping-Ground (teilweise langjaehrige Erntehelfer), dass “unsere Farm” sehr schlecht sei. Die Baeume seinen einfach zu hoch und dieses Jahr sind die Fruechte so oder so zu klein.
Toni ist am Dienstag Abend auch noch von der Leiter gefallen. Eine zwei Meter Stahlleiter, die an einer Stelle durchgerostet war. Na Danke… . Zwar ist Toni wirklich von ganz oben gefallen, hat sich aber gluecklicherweise ausser unglaublich ekelhaft grossen Bluterguessen (handgross) nichts getan.
 Naja, wir haben uns dann am Mittwoch dann doch dazu entschlossen noch mal zu der Farm zu fahren. Brauchen schliesslich langsam wirklich Geld. Haben aber am Abend zuvor von unseren “Nachbarn” Telefonnummern von besseren Farmen bekommen, welche wir dann am Abend anrufen wollten.
Mittwoch stand auf dem Plan 15 Kilometer aus dem Ort raus zu fahren. Dort ist eine andere Farm. Und hier sollten wir dann mit einem Eimer in der Hand die heruntergefallenen Pfirsiche aufsammeln. Aber bitte nur die schoenen. Nach einer halben Stunde hat der Farmer dann aber doch eingesehen, dass es keine guten Fruechte auf dem Boden gab. Also durften wir dann doch direkt von den Bauemen pfluecken. Nach zwei Tagen wieder andere Fruechte ist aber absoluter Mist. Und auch auf der Plantage waren die Baume hoch und hatten nur kleine Fruechte. Und bei Pfirsichen kommt noch dazu, dass wir nicht nur auf die Groesse, sondern auch auf die Farbe achten muessen. Suuuuper!
Nach drei Stunden haben wir unserem Supervisor gesagt, dass wir fuer heute Schluss machen. 3 Stunden und nur eine Bin (zu zweit) Geschafft. Das ist ein Stundenlohn von 2,7 Euro.
Demotiviert sind wir noch mal in die Jobagentur gefahren und haben gefragt, ob derzeit ein Fabrick- oder Packing-Job frei ist. Eigentlich nicht wurde uns gesagt…nur ein Packing-Job war zufaellig frei…allerdings nur fuer eine weibliche Person. Der gute Mann war dann aber so nett und fragte noch mal an…und BINGO. Wir durften direkt mal vorbeischauen. Haben wir dann auch getan und dann ging alles recht schnell. Kurze Instruktion und gleich lospacken. Nun packen wir High-Quality Pfirsiche und Nektarinen in Kartons. Und das zu einem super Stundensatz (17,90 Dollar - 10.74 Euro). Die Arbeit ist zwar nicht sonderlich herausfordernd, aber die Leute sind super drauf (knapp sechs Mitarbeiter inkulsive Chef und Cheffin), ist deutlich besser bezahlt, die Atmosphaere ist besser und wir werden per Stunde bezahlt…und wahrscheinlich besteht die Moeglichkeit bis zu sieben Tage die Woche zu arbeiten - TOP!
So…nun machts Internet zu…mehr gibts die Tage!!
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