Freier Tag und Bärenjagd
Am Mittwoch haben uns unsere Arbeitgeber Belinda und Libro zum BBQ (Grillen) nach hause eingeladen. Wie fast jeder Australier haben auch die beiden einen professionelle BBQ im Garten stehen. Größer als ein Herd, mit Temperaturanzeige, Abdeckung und jeder Menge Platz für große Fleisch-Stücke!
Es gibt hier in Australien übrigens auch an fast jeden öffentlichen Platz (Campingplatz, Park etc.) einen solches BBQ. Oft mit Münzeinwurf oder auch kostenlos.
Bild: Öffentlicher BBQ
Aber zurück zum Thema. An unserem gemeinsamen Grillabend empfahlen uns die beiden dass wir uns auch mal die Stadt Yarrawonga mal anschauen sollten…wenn wir dafür denn mal Zeit finden… . Am Freitag war es dann auch wirklich so weit. Nach der Arbeit teilte uns Libro mit, dass wir uns nach den 17 Tagen durcharbeiten auch mal einen „Day Off“ verdient haben.
Samstagmorgen, sechs Uhr dreißig: Aufgewacht. Scheiße…schon hell. Der Wecker hat nicht geklingelt. Haben wir verschlafen?! Ach ne….freier Tag. Gähn…noch mal umdrehen… .
Â
Viertel vor neun. Jetzt wird’s aber Zeit, schließlich wollen wir ja auch etwas von unserem freien Tag haben. Schnell fertig gemacht und ab ins Auto gesprungen. Unser morgendliches Frühstücks-Toast bleibt heute mal verpackt. Zur Feier des Tages gönnen wir uns ein Frühstück in unserem LieblingscafĂ©. Danke an unseren „Trostpflaster-Spender“
Als erstes fahren wir nach Yarrawonga – schließlich wollen wir uns ja auch anschauen, was uns unsere Arbeitgeber so empfehlen.
Yarrawonga ist nur knapp 20 Minuten von Cobram entfernt und liegt direkt an einem See. Alleine das macht die Stadt attraktiv. Endlich mal wieder Wasser (okay, Cobram hat einen großen Fluss, aber ein See ist halt was anderes). Die Hauptattraktion der Stadt liegt auch mitten in dem besagten See. Ein riesiger toter Wald befindet sich hier und es hinterlässt eine mystische Stimmung, als wir am Ufer steht und uns die schwarzen Baumstümpfe anschauen.
Am idyllischen Ufer sind mal wieder eine Menge Kakadus zugange. Die Bäume sind überseht mit den Tieren und diesmal kommen sie auch nicht ohne ein Foto davon.
Nach der ganzen Idylle geht es für uns schon weiter. Die Geschäfte haben zu Tonis Enttäuschung schon geschlossen, aber das große Eis entschädigt dies schnell.
Und dann geht es auch schon weiter. Wir fahren Nach „Ulupna Island“, eine kleine Flussinsel ganz in unserer Nähe, die berühmt für die Bärenjagd sein soll….so erzählte man es uns im Informationszentrum.
Bärenjagd? Natürlich nur mit den Augen und vom „jagen“ kann man eigentlich gar nicht wirklich sprechen. Eher von „Suchen“, denn Koalas sind weniger am weglaufen als am schlafen interessiert. Also geht es mit Hoppa (so nennen wir liebevoll unser Haus und Auto) im Schritttempo durch den uns empfohlenen Gummibaum-Wald. Stets mit einem Auge in den Bäumen und mit dem anderen Auge auf der „Weg“ – wir sind uns nicht ganz sicher, ob dieser holprige Waldweg nicht besser mit einem Vierrad-Antrieb zu passieren ist.
Es läuft aber alles bestens und nach kurzer Zeit sehen wir auch den ersten Koala auf einem Baum dösen. Dann der nächste…und hier noch einer.
Mit jedem Meter, den wir tiefer in den Wald hinein fahren sehen wir mehr Koalas. Natürlich sind sie alle am schlafen und gucken eher unmotiviert auf uns herab. Nur ab und ab hört man eins der Männchen brüllen. Gar nicht übel für so ein kleinen „Teddybären“ – klingt nach einer Mischung aus Schwein und Löwe. Antonias Ansicht nach haben sie ein wenig von den Gremlins; diesen kleinen Monstern aus dem gleichnahmigen Film, die man nicht nach Mitternacht füttern darf und die nicht mit Wasser in Berührung kommen sollten. Oder von diesen kleinen Tierchen in Star Wars…vielleicht wurden sie ja dem Koala nachgeahmt?!
Insgesamt sehen wir an diesem Abend über 20 Koalas. Ein guter Tag und so beschließen wir, als wir das Ende des Waldweges erreichen, nach hause zu fahren.
Ach, fast was vergessen. Wir haben auch einen super coolen Baum gefunden…oder zumindest das, was davon übrig geblieben ist. Die Bilder wollen wir euch auch nicht vorenthalten.
15 Kommentare