Archiv für Beiträge aus dem Monat März 2008





Die Limestone Coast

Dienstag, 25. März 2008 um 15:03

Nach der Great Ocean Road hat man die Möglichkeit in Richtung Adelaide durchs Land oder am Meer zu fahren. Wir haben uns für den Weg mit der schöneren Aussicht entschlossen – also am Meer. Victoria nährte sich so langsam dem Ende, aber mit einem sehr schönen Abschluss: Cape Bridgewater, einem kleinen am Hang gelegen Dorf mit traumhaften Ausblick aufs Meer und kilometerlange Küste. Dem Drang dort am Wasser ein Kaffee zu trinken konnten wir verständlicherweise nicht widerstehen. Dieser Ort mit dieser unglaublich schönen Aussicht gehört wirklich zu einem unserer Favoriten.

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Nach kurzer Fahrt hatten wir auch schon den Bundesstaat Victoria hinter uns gelassen und es ging in South Australia an der Limestone Coast weiter. Vor uns lagen weite Straßen mit Ausblick auf den Coorong Nationalpark, welcher parallel zum Festland als kilometerlange Landzunge verläuft, allerdings nur per 4-Wheel-Drive (Autos mit Allrad-Antrieb) befahrbar ist.

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Einen sehr schönen Übernachtungsstopp hatten wir in der Nähe von Kingston nur 20 Meter vom Strand entfernt. Damit verbunden war ein romantisches Dinner bei Sonnenuntergang. Umgeben waren wir von Anglern…war aber trotzdem super schön mit dem Auto auf dem Strand zu fahren (vorher ausgetestet von einheimischen) und hier in Australien unseren ersten Sonnenuntergang im Meer genießen zu können. Was wir leider nicht wussten, als wir uns für den Schlafplatz entschlossen hatten, dass dort am Wochenende ein Angel-Turnier stattfand und somit etwas mehr Verkehr als normalerweise war…und das natürlich schon ab 4 Uhr morgens ;-)!!

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Unser nächstes Ziel hieß Hahndorf, die einzige noch existierende deutsche Siedlung (gegründet 1839). Benannt wurde sie nach dem Kapitän und späteren Bürgermeister Hahn. Angekommen sind wir am Ostersonntag, was sich später als hervorragend herausstellte, da anders als wir vermuteten alle Läden geöffnet hatten und das Dorf proppevoll war. Schön war es die, wie im Reiseführer beschriebenen mit europäischen Bäumen gepflasterten Straßen, zu sehen;  Eichen und Linden  dicht an dicht.

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Gut besucht waren die in Richtung deutsch bemühten Pubs und Biergärten…und überall gab’s bayrisches Bier, Sauerkraut und natürlich den allbekannten deutschen Hot Dog (Wie? Kennt ihr nicht? Baguette + Bratwurst + Sauerkraut! Kennt doch jeder Deutsche!!! :) ).

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In den kleinen Lädchen gab es typisch deutschen Aufschnitt und Kuchen, typisch deutsch bemalte Porzellanwaren und andere deutsche (oder deutsch geglaubte) Kleinigkeiten.
Zwischen die „in Richtung Deutsch bemühten“ Läden mischten sich auch ab und zu ganz unauffällig Chinesische Restaurants, australische Feinkostläden und was darf an Ostern nicht fehlen….richtig Schokolade….ein Schokoladen CafĂ©. Dort haben wir uns dann flüssige Schokolade bestellt und noch ein kleines Schokotörtchen als Entschuldigung für die längere Wartezeit mitbekommen. Also hat sich sehr gelohnt! Sind euch allen mit Leberwurst, Sauerkraut und deutschen Bier ziemlich nahe gewesen.

Was für euch wahrscheinlich auch noch ganz interessant ist, dass es hier in South Australia viele Schulen gibt, an denen die Kinder als erste Fremdsprache Deutsch lernen. Hätte ich mir nicht erträumen lassen, dass außerhalb, abgesehen von den schwer zu verstehenden Österreichern und Schweizern, von Deutschland an öffentlichen Schulen Deutsch unterrichtet wird.


Beitrag aus Australien
von Antonia





Melbourne und die Great Ocean Road

Montag, 24. März 2008 um 15:01

Schon wieder sind die letzten Tage super schnell vergangen. Nach unserer Wombat-Jagd sind wir in einem Caravan-Park nähe Airport Melbourne untergekommen. Nicht gerade der schönste, aber er erfüllte sein Zweck – und ein kostenloser 24-Stunden Shuttelservice hat uns jederzeit zur S-Bahn-Station gebracht.

Melbourne an sich haben wir dann doch relativ kurz gehalten. Wir sind am nächsten morgen früh aufgestanden und haben die „klassische“ Sightseeing-Tour gemacht. Das heißt die Dinge in der Innenstadt abgeklappert, die im Reiseführer als besonders Interessant erwähnt wurden. Die große Begeisterung blieb leider aus. Die Innenstadt hat uns in keiner Weise beeindruckt. Auch wenn es in Melbourne noch das eine oder andere nette (hoffentlich interessanter als die Innenstadt) Stadtteil geben soll, entschieden wir uns am nächsten Tag weiter zu reisen. Gespannt waren wir auf die Great Ocean Road…und wieder raus aus der Stadt zu sein… .

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Bilder: Links: Melbourne Parlament; Rechts: Flinders Railway-Station

Die Great Ocean Road wurde von Soldaten des Ersten Weltkrieges gebaut, um ihren gefallen Kameraden zu gedenken…und um den Heimkehrenden einen Arbeitsplatz bieten zu können. Sie erstreckt sich über 273 Kilometer und gehört zu den berühmtesten Straßen der Welt.

Unsere Great-Ocean-Tour begann schon mal mit dem „richtigen“ Wetter. Obwohl wir den Tag zuvor gute 33 Grad hatten, durften wir uns heute über Niesel-Wetter und Temperaturen um die 15 Grad freuen. Brrr….aber wie man uns mehrfach erzählte ist das halt das typische Great-Ocean-Wetter. Der erste Tag brachte uns nicht weit…etwas Getrödel hier, ein Einkauf dort, ein wenig Internet dort…und schon war der Tag vorbei. Gebracht hat er uns gerade mal bis Torquay…das Tor zur Great Ocean Road und die Stadt, wenn es ums Thema surfen geht. Jeder Hersteller von Surf-Artikeln, der was auf sich hält, ist in Torquay vertreten…meist mit einem Factory-Outlett, um den durchreisenden Surfern verlockende Schnäppchen anpreisen zu können. Viele der großen internationalen Surf-Marken (Quicksilver, Rip Curl, etc.) haben ihren Namen übrigens von an der Great Ocean Road gelegenen Stränden oder Buchten.

Am nächsten Morgen ging es wieder früh hoch und diesmal direkt auf die Great Ocean Road. DAS Besondere der Great Ocean Road ist die unglaubliche Aussicht, die man den größten Teil der Strecke auf die Küste und das Meer hat.

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Alle paar hundert Meter hat man die Möglichkeit einen der Aussichtspunkte zu genießen oder eine Pause an einem der vielen Strände zu machen.

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Unser Timing war natürlich mal wieder perfekt – über das Osterwochenende waren die meisten Campingplätze ausgebucht…und wenn mal was frei war, dann nur unter Zahlung eines speziellen Oster-Preises. Glück hatten wir dann aber doch noch am Cape Otway. Die Region wurde uns bereits mehrfach empfohlen – nicht zuletzt dadurch, dass sie mitten in einem Eukalyptus-Wald liegt. Und was gibt es da noch gleich zu sehen? Richtig, Koalas!

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Am dritten Tag gingen wir dann daran den Rest der Great Ocean Road zu meistern. Es war zwar noch immer kalt, doch war zu unserem Glück etwas öfters die Sonne zu sehen…wodurch es doch mehr Spaß machte die auf der Strecke liegenden „Highlights“ anzuschauen. So zum Beispiel die berühmten 12 Apostel, welche zwar mittlerweile nur noch aus acht Apostel (die Apostel sind übrigens die im Wasser stehenden Steinsäulen, siehe Bild unten, 2005 ist wieder einer zusammengebrochen) bestehen, doch noch immer den gleichen Namen tragen.

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Oder halt die anderen Küsten-Attraktionen, die sich touristisch hervorragend aufbereitet an der Great Ocean Road befinden.

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Unsere Pausen haben wir an den vielen Stränden verbracht. Herrlich einfach nur in der Sonne zu relaxen und den weltbekannten Beach „Patrols“ bei der Arbeit zuzuschauen.

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Im Großen und Ganzen ist die Great Ocean Road eine wirklich beeindruckende Straße. Wir hatten viel Spaß und die Aussichten waren teilweise einmalig. Die tobende See, die schroffen Felsen und der starke Küstenwind machen schon was her! An den letzten Aussichtspunkten sind wir dann aber doch vorbeigefahren ohne zu halten. Irgendwie hatten wir uns dann doch schon „satt geguckt“.


Beitrag aus Australien
von Jan





Keine Gallerie-Musik

Mittwoch, 19. März 2008 um 18:03

Aus technischen Gruenden ist es uns derzeit leider nicht moeglich die Hintergrundmusik bei neuen Gallerien einzufuegen. Das werden wir aber schnellstmoeglich nachholen….bis dahin: Singt ein  Lied! :)


Beitrag aus Australien
von Antonia und Jan





Auf der Suche nach den Wombats

Mittwoch, 19. März 2008 um 17:53

Zwei wunderschöne Tage haben wir im Wilsons Promontory Nationalpark verbracht! Eigentlich hatten wir gar nicht mehr vor den Nationalpark zu besuchen, aber wie es der Zufall so wollte gab es in ganz Melbourne aufgrund der Formel 1 und einem anderem Autorennen keine Unterkünfte mehr und wir entschieden uns dafür doch dorthin zu fahren. Berühmt ist der Nationalpark für seinen vielen zahmen wildlebenden Tiere und wunderschönen Strände – da könnt man fasst meinen wir hätten unseren kleinen Umweg geplant ;-)!! Nach einem kurzen Telefonat (alle Reiseführer raten einem zu reservieren, da der Park oft ausgebucht ist – wollen ja schließlich nicht wieder vor verschlossenen Türen stehen), machten wir uns auf dem Weg.

Angekommen im Nationalpark bestanden unsere Tage aus Bergehinaufsteigen, Aussichtgenießen, Bergehinabsteigen, gegen Wellen kämpfen, faul am Strand liegen und warten bis die Flut einen überrascht und einfach nur die Ruhe genießen .

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Hatten wirklich zwei sehr schöne Tage, aber noch viel abenteuerlicher wurde es nachts. Bewaffnet mit einer Taschenlampe machten wir uns auf den Weg um das Camp auf Wombatjagd („Klingt komisch -  ist aber so!“). Funktioniert ähnlich wie die Koalajagd nur sie am Boden statt.

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Wombats sind genauso wie Koalas nachtaktiv und wahrscheinlich auch nur wach um zu fressen. Auf dem Campingplatz wird auf jeden Fall deutlich darauf hingewiesen, dass man keine Lebensmittel nachts in Zelten aufbewahren soll, da sich die hungrigen Wombats sonst Zutritt verschaffen würden.

Anfangs gestaltete sich die Suche nach unseren haarigen Freunden etwas gruselig; ähnlich wie bei einer Nachtwanderung wussten wir nicht was uns erwartet. Hatten schließlich noch nie zuvor so einen Wombat gesehen und somit keinen Ahnung wie groß sie sind, wie sie auf  Menschen + Licht reagieren, was sie für Geräusche von sich geben …. Verstärkt wurde meine Angst noch, als wir auf ein wildgewordenes Opossum trafen, welches zum Licht der Taschenlampe rannte….und somit auf mich zu.

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Nach diesem Schreck hatte ich mir dann aber auch wirklich einen süßen Wombat verdient. Und siehe da,  plötzlich waren sie auf jeder Wiese und grasten. Ziemlich süß diese riesigen „gechillten“ Meerschweine – Tausend mal besser als unter Drogen stehende Opossums!! Am besten findet man sie, wenn man nur ihren Schmatzgeräuschen lauscht.

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Klicke hier um das Video anzuschauen!
 

Habe mich bei Jan schon beschwert, warum es denn keine Wombats in Deutschland gibt.Der schlaue Jan hatte darauf natürlich auch wieder eine vollkommen einleuchtende Antwort  – Wombats haben schreckliche Angst vorm Fliegen und auf Schiffe kriegen sie keine zehn Pferde.

Als kleines i- Tüpfelchen haben wir es auch noch geschafft wildlebende Papageien auf unserer Hand zu füttern. Haben ihnen einfach die Körner vorm Schnabel weggenommen und unsere Hände beim Aus-Der-Hand-Füttern so hoch gehalten, dass sie gezwungenermaßen auf die Hand hüpfen mussten, um weiter fressen zu können. Sind schon ziemlich gemein!!

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Ach ja, Jan möchte gern noch erwähnt haben, dass er den Wombat nicht wirklich gejagt hat…es war nur ein gestelltes Bild ;-).

SPECIAL*** Was Toni euch verheimlichen wollte *** SPECIAL

Da hätte es die Toni doch fast geschafft (sie hat den Text heimlich geschrieben, als ich geschlafen habe) euch zwei Dinge zu verheimlichen. Gerade rechtzeitig habe ich den Text noch abfangen können.

Ding 1:
Erinnert ihr euch noch an die Kuh auf den Cookinseln? Wir hatten damals der Kuh ein Stück Brot „angeboten“, auf welchem zuvor etwas RoastBeef war. Den erschrockenen Block der armen Kuh haben wir zufällig auf den Fotos gehabt und online gestellt:

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Ein ähnliches Bild haben wir diesmal von Toni. Bei einen der ersten Wombat-Fotos kniete sich Toni auf die Wiese, um ein nettes Foto zusammen mit einem Wombat zu haben.
Hier hat sie auch noch ein glückliches Gesicht. Durch das Blitzlicht erkennt sie aber, dass der Wombat direkt auf sie zugelaufen kommt. Auf dem direkt darauf folgenden Bild erkennt ihr, was Antonia davon hält:

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Ding 2:
Ich bin beinahe die Klippen hinunter gestürzt. Und was macht Antonia? FOTOS!

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Beitrag aus Australien
von Antonia





Toni und Jan im Goldrausch

Dienstag, 18. März 2008 um 15:18

Unter “Pictures” findet ihr neue Bilder aus Bendigo und Maldon!  

Erinnert ihr euch? Vor einigen Tagen haben wir kurz von Laura und ihren Ehemann geschrieben. Das waren unsere Nachbarn in Cobram und auch die beiden, die das Früchte pflücken aufgegeben haben, um (durchaus erfolgreich) mit der Goldsuche ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Klar, dass sie nicht die ersten sind, die auf die Idee gekommen sind. Man erzählt, dass Mitte des 18ten Jahrhundert der erste Goldfund von zwei Waschfrauen in einem der vielen Flüsschen gemacht wurde. Hier begann dann der Goldrausch und wöchentlich kamen ca. 1.800 neue „Goldsucher“ in Melbourne an, die sich dann in einem Umkreis von 300 Kilometer auf die Suche begaben. Das natürlich nicht nur in Flüssen und auf der Erdoberfläche, sondern in bis zu 1.400 Meter tiefen (!!!) Goldmienen. Von diesen gab’ es damals tausende, von welchen aber nur noch wenige in Betrieb sind…der große Goldrausch ist seit Mitte des 19ten Jahrhunderts vorbei.

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Bild: Toni sucht Gold.

In der Stadt Bendigo befindet sich eine Miene, welche von Touristen besucht werden kann. Klar, dass wir uns das nicht entgehen lassen haben! In Bendigo angekommen kann man schnell erkennen, dass es sich um eine ehemalige „Goldstadt“ handelt. Prachtvolle Gebäude, eine hervorragende Infrastruktur und großes kulturelles Angebot.

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Unser kleiner Ausflug Untertage gestaltete sich als enorm interessant. In einer kleinen Gruppe von sechs Leuten wurden wir von unserem Führer Bert in Level 2 der Miene geführt. Level 2 ist „nur“ 60 Meter unter der Erde – die Miene hat 17 Levels und geht 411 Meter in die Tiefe.

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Glücklicherweise mussten wir weder mit den kleinen Mienen-Fahrstühlen, noch über die Leiter (2,5 Stunden bis Level 17) in die Tiefe – für Touristen wurde ein etwas modernerer Fahrstuhl eingebaut.

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Im Laufe unserer Führung wurden uns die Arbeitsmittel der Bergleute gezeigt. Viele von den modernen Maschinen wurden von den Arbeitern verweigert, da sie Angst hatten dadurch ihren Job zu verlieren (schnellere Arbeit = weniger Arbeiter benötigt). Experten sind der Meinung, dass die Miene noch immer in genutzt werden würde, wenn sich die Arbeiter damals für die modernen Arbeitsmittel entschieden hätten.

Im Großen und Ganzen hat uns Bert einen guten Eindruck darüber gegeben, unter welchen harten Arbeitsbedingungen die Mienen-Arbeiter arbeiten mussten. Extreme Lautstärke (Sauerstoffzufuhr, Explosionen, Presslufthammer – alles ohne Ohrschutz), giftige Gase und keinerlei Arbeitsklamotten (keine Schutzbrille, Handschuhe oder gar Sicherheitsschuhe)…und das bei einem wöchentlichen Gehalt von umgerechnet knapp 10 €. Mit ziemlicher Sicherheit wurde von den Arbeitern aber viel Gold aus der Miene heraus geschmuggelt (wie leicht lassen sich diese Goldklümpchen doch herunterschlucken – nur donnerstags und freitags…man will sie ja schließlich zuhause „suchen“ ;) ).

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Bild: Unsere Gruppe in den Tiefen der Miene.

Heute wird die Miene neben den Führungen auch für Veranstaltungen genutzt. Weihnachtsfeiern, Geburtstage…und es wurde hier unten sogar schon sechs Mal das Ja-Wort gegeben.

Nach diesem Abenteuer haben wir uns schnell einen einsamen „Campingplatz“ (halt ein Platz, wo man campen kann) gesucht, welchen wir nur mit einer kleinen Herde Schafe und einer riesigen Herde Kängurus teilen mussten.

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Nächster Tag, nächstes Abenteuer. Und noch immer waren wir im „Goldrausch“. Auf dem Weg nach Maldon, einer weiteren Goldstadt, stoppte Jan unvermittelt das Auto – er hatte einen riesigen Kran entdeckt. Also ran gefahren und angeschaut. Gleich neben dem Kran war auch ein riesiger Schwimmbagger, beide aus der Zeit des Goldrausches und mittlerweile verlassen und verrostet.

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Mit Hilfe des Schwimmbaggers wurde Gestein aus dem Wasser gehoben, um noch auf dem Schiff zermahlen und auf Gold untersucht zu werden. Der Krank war hierbei stets am Ufer des Flusses zur Stelle, um alle im Weg stehenden Bäume heraus zu reißen.

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Angekommen in Maldon konnten wir noch einmal die Goldrausch-Atmosphäre genießen. Nahezu die gesamte Stadt besteht noch aus Gebäude der Goldrausch-Zeit und man hat ein wenig das Gefühl, dass hier die Zeit stehen geblieben ist. Selbst eine große Supermarktkette, die sich hier niedergelassen hat, befindet sich nicht nur in einem solchen alten Gebäude, sondern druckt alle Werbeplakate zeitgerecht nostalgisch in schwarz/weiß und mit alter Schrift versehen.

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Nach einem kurzen Lunch und ein zwei Fotostopps ging es dann direkt weiter nach Melbourne, wo wir daran erinnert wurden, dass derzeit die Formel 1 und weitere Autorennen in der Stadt stattfinden: Keine Unterkünfte mehr frei!
Kurzer Hand entschlossen wir uns übers Wochenende in den nahegelegenden („nur“ 200 km) Wilsons Promentory Nationalpark zu fahren, welcher bekannt für die zahlreichen zahmen Wildtiere ist.

 P.S.: Ne, wir sind nicht reich….


Beitrag aus Australien
von Antonia und Jan





Neue Bilder online!

Freitag, 14. März 2008 um 18:57

Haben zwei neue Bildergallerien online gestellt. Die eine aus Canberra und Griffith und die andere aus Cobram und Umgebung! Wie immer zu finden unter “Pictures”!


Beitrag aus Australien
von Antonia und Jan





Nicht geschmult, nicht geluschert!

Donnerstag, 13. März 2008 um 13:39

Weder geschmult, noch geluschert habe ich!!!

An dieser Stelle ein riesiges Danke fuer die vielen lieben Glueckwuensche. Habe mich sehr darueber gefreut!!!
Den Tag habe ich anfaenglich wie jeden anderen verbracht. Fueh aufgestanden und ab zur Arbeit! Zum Lunch hat die Toni aber schon eine leckere Schokotorte organisiert und zur Feier des Tages wurde ich gefeuert! Normalerweise nicht so der Grund zur Freude aber in unserem Fall sind wir super froh darueber, dass wir endlich durch sind!!

Am Abend haben wir uns dann noch bei unseren ganzen Nachbarn verabschiedet und sind dann am Abend zum Grillen zu unseren (Ex-)Arbeitgebern gefahren. Wir hatten einen lustigen Abend und sind muede ins Bett gefallen.

Heute geht es nun endlich weiter. Sachen sind gepackt, das Auto starklar (mussten noch was reparieren lassen) und es folgt nur noch ein Einkauf bevor es Richtung Sueden geht. In den naechsten Tagen werden wir in Melborune ankommen. Au dem Weg werden wir noch die eine oder andere Sehnswuerdigkeit besuchen…aber von diesen werden wir dann berichten.

Also, noch mal DANKE an euch alle. Ich werde mich bei einigen noch mal per Mail melden. Das kann aber ein paar Tage dauern… .


Beitrag aus Australien
von Jan





Happy Birthday!!!

Dienstag, 11. März 2008 um 19:56

Hey ihr Lieben!!
Wie ihr ja wahrscheinlich alle wisst hat Jan am Mittwoch Geburtstag. Bzw. wenn er es wahrscheinlich liest genau jetzt, außer er schmult oder luschert (komischer Hamburger Dialekt)!! Somit wünsche ich dir auch nochmal hierrüber alles alles Liebe zum Geburtstag mein Schatz!!
Ihr könnt ihm eine SMS schicken über sein deutsches Handy:01759662121  oder anrufen auf seienm australischen Handy: 0061432958034 und noch liebe Grüße hier hinterlassen!! Sein Geburtstag beginnt hier, wenn es in Deutschland  14 Uhr am Dienstag ist (wenn ich mich nicht verrechnet habe!!)!
So also viel Spaß beim Gratulieren und alles Gute euch!!
Antonia

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Beitrag aus Australien
von Antonia





Nur kurz - Kilometerzähler

Montag, 10. März 2008 um 21:53

Nur ganz kur - da wir ja bald weiter reisen haben wir direkt unter der Kopfgrafik ein Kilometerzähler eingebaut. So könnt ihr immer sehen, wie viele Kilometer wir schon auf der Straße durch Australien gedüst sind. :)

 Bis die Tage!


Beitrag aus Australien
von Jan





Update Update Update

Donnerstag, 6. März 2008 um 19:44

Ja, ja….stimmt schon, wir haben lange nicht mehr von uns hören lassen! Arbeit und Alltag haben uns hier einfach im Griff und soo viel haben wir bisher auch nicht mehr erlebt. Vor allem nichts, was mit dem bisher Berichteten mithalten kann. Dazu kommt noch, dass das Internet hier – wie bereits erwähnt – nur über die Bibliothek vernünftig verfügbar ist. Und da sind wir nicht jeden Tag. Unser kleiner „Internet-Hotspot“, auf welchen wir mit unserem Notebook zugreifen konnten, existiert zwar noch immer, hat aber eine so schlechte Signalstärke, dass alle Internetaktivitäten mehr eine Qual sind.

Wie auch immer. Ein zwei neue Sachen zu unserem Leben hier in Cobram soll es dann heute doch geben… .

Mittlerweile haben wir uns hier für unsere Verhältnisse fast „häuslich“ eingerichtet. Ziemlich zügig haben wir den Standort auf unserem Camping Ground geändert. Mittlerweile stehen wir zentral auf dem Platz und können damit die Vorzüge der zwischen den Campern vorzüglich funktionierenden „Nachbarschaftswache“ und des „Klatsch & Tratsch Austausches“ (beides wichtig, wenn man mit seinem Nachbarn so dicht an dicht wohnt :) ) genießen. Außerdem sind wir hier Kühlschrank, Dusche etc. wesentlich näher… .


Größere Kartenansicht

Wo waren wir? Ach ja, das häuslich einrichten. Nach und nach haben wir uns hier also unser kleines „Zuhause“ gebaut. Nachdem wir ENDLICH einen günstigen Klapptisch gefunden haben, haben wir unseren Nachbarn ein Zelt abgekauft, um unser ganzen Hausstand unterzubringen. Deutlich angenehmer, als jeden Tag hin und her zu räumen. Und als Krönung (und nach langer Überzeugungsarbeit Antonia gegenüber) haben wir uns auch noch ein Pavillon gekauft. Jetzt sind wir geschützt vor herunterfallenden Regentropfen und Spinnen ;)

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Bild: Unser “Zuhause” - sorry, nicht aufgeraumt!

Unsere Nachbarschaft (alle EXTREM freundlich und zuvorkommend) ist bunt gemischt, aber 90% macht halt das, was man in Cobram halt machen kann: Früchte pflücken, Früchte packen oder Früchte durch die Gegend fahren.
Mittlerweile, wir näheren uns dem Ende der Fruchtsaison, reisen aber schon einige wieder ab, um ihre Arbeitskraft in anderen Fruchtregionen Australien anzubieten.
Bemerkenswert ist unsere Nachbarin „Laura“, 77 Jahre alt, die mit ihrem Ehemann vor einigen Jahren in der nahe gelegenen Stadt Bendigon einen fast 1,5 kg schweren Goldklumpen (nicht rein, aber trotzdem fast 30.000 Dollar wert ( 1 Dollar ist ca. 60 Eurocent)) gefunden hat. Beide gaben darauf hin das Früchtepflücken auf und begeben sich seitdem regelmäßige auf Goldsuche.
Unsere Idee dasselbe zu tun und so unser Reisebudget mit ähnlichen Beträgen zu puschen, verwarfen wir wieder, als wir den Preis der Gold-Detektoren erfuhren: Gute 6.000 Dollar pro Gerät muss man einkalkulieren.

Also sind wir doch bei unseren Nektarinen geblieben. Zwar arbeiten wir nun doch nicht soooo viel, wir gedacht haben (knapp 7,5 Stunden statt 8 – 9 Stunden pro Tag) und hatten in den letzten 44 Tagen sogar 2 freie Tage, doch die Nase voll haben wir  mittlerweile definitiv. Die Eintönige Arbeit geht einen – auch durch das ununterbrochene Arbeiten seit so vielen Tagen – wirklich auf die Nerven und wir sind wirklich froh, dass wir so super Arbeitgeber haben. Unser Arbeitstag ist gespickt mit Späßen und Albereien und noch immer setzen wir uns nach der Arbeit gerne mal mit einem Whisky zusammen und quatschen über Gott und die Welt.

Letzten Freitag waren wir alle zusammen im „Barooga Sportsclub“. Barooga ist die Nachbarstadt, noch kleiner als Cobram, und der Sportclub ist ein Freizeitverein mit unglaublichen Ausmaßen. Hier ist Sportplatz, Restaurant, Kantine, Bar, Kneipe, Casino und Theater gepaart und bietet Platz für mehrere hundert Menschen.
Für uns gab es Steak mit all-you-can-eat Buffet und nach dem Essen überredete uns Libro (zur Erinnerung: Unser Boss) noch ein wenig Geld im Casion zu investieren (sein Cousin habe vor kurzem gerade 56.000 Dollar gewonnen). Wir hatten ein striktes Limit – zehn Dollar, keinen Pfennig mehr.
Erster Dollar = Niete; zweiter Dollar = Niete; Dritter Dollar = 40 Dollar Gewinn!
Und so ging es dann noch die nächsten 10 Spiel weiter: Libro setzt 10 Dollar und verliert alles. Jan setzt 2 Dollar und holt 5 Dollar raus. Ein Glückstag, der uns im Endeffekt ein hervorragendes kostenloses Steak und All-you-can-eat bescherte.
Auf dem Rückweg zeigte uns Libro dann noch was für eine Kraft in seinem „Baby“ (500 PS-starker Sportwagen) steckt.

So, jetzt seid ihr geupdatet. Für uns heißt es noch ein bis zwei Wochen arbeiten. Wie lange genau weiß hier keiner…halt bis die Früchte alle sind. Danach geht es für uns weiter. Ab nach Melbourn, die Great Ocean Road und dann in den warmen Westen Australiens. Denn hier wird es langsam Herbst und es gab schon Nächte, in denen wir bei 10 Grad ungewohnten Temperaturen ausgesetzt waren.

Achso, Spinnen….mittlerweile haben wir festgestellt, dass die white-tailed Spinnen, von welchen wir bereits geschrieben haben, versuchten sich in unsere Zelt niederzulassen. Na toll ;) Und Toni hat auch schon eine Redback Spider entdeckt. Somit haben wir ein Tier mehr auf der Liste der „giftigsten Tiere Australiens“ abgehakt ;)

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Bild: Redback Spider


Beitrag aus Australien
von Jan

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© Jan Sebastian K. & Antonia Trewendt