Archiv für Beiträge aus dem Monat April 2008





Delfin oder Hai?

Montag, 21. April 2008 um 23:01

Nächster Tag, nächstes Abenteuer! Was steht als nächstes auf dem Plan? Ein kurzer Blick auf den Straßenatlas und wir wissen, dass es heute nach „Monkey Mia“ geht. Monkey Mia, gelegen am so genannten „Shark Bay“, ist weltweit dafür bekannt, dass hier seit den frühen 60igern Delfine an den Strand kommen, um sich aus der Hand füttern zu lassen. Weniger bekannt, dennoch unbedingt zu erwähnen ist, dass die Shark Bay aufgrund ihrer Vielfalt an seltenen Tieren (über und unter Wasser) seit 2006 zum Weltkulturerbe gehört. Im Rahmen des „Projekt Eden“ wurde das komplette Areal umzäunt und alle aus Übersee „importierten“ Tiere und Pflanzen entfernt. So ist ein 1050 Quadratkilometer großes Stück „echtes Australien“ entstanden, in dem die australischen Tiere leben, die normalerweise durch die importierten Tiere vertrieben werden. Zum Beispiel das Thermometerhuhn (das einzige Tier, von dem wir auch die deutsche Übersetzung kennen), Bilbies, Echidnas, Woylies, Bungarras und viele mehr.

Auf dem Weg dort hin regnet es viel. Merkwürdig, soll doch so eine trockene Gegend hier sein. Auch die Straßen sind teilweise schon ein wenig überflutet. Aber egal…so lange die Straße noch zu sehen ist: Keep going, Hopper!
Knappe 50 Kilometer vor der Shark Bay sammeln wir noch „Smithy“ ein. Smithy und seine zwei Kumpel sind auf den Nachhauseweg mit dem Auto liegen geblieben. Mitnehmen können wir aber nur einen – mehr Platz haben wir nicht. Mehr liegend als sitzend (unser Auto ist VOLL!) war nun also für die nächsten Kilometer Smithy unser Gesprächspartner: Ursprünglich komme er aus Perth, doch seit 10 Jahren lebt er hier in der Shark Bay…mit seinem Bruder hat er sich ein mittelgroßes Fischerboot gekauft und versorgt die Region mit frischem Fisch. Nach einer unterhaltsamen und lehrreichen Fahrt (Seekühe sollen hervorragend schmecken! :) ) kommen wir am Shark Bay an. Als Dank für die Mitfahrgelegenheiten macht Smithy mit uns eine kleine Sightseeing-Tour und schmeißt uns eine Palette Whisky-Cola ins Auto – wow…damit haben wir nicht gerechnet!

Die Suche nach einem geeigneten Platz zum Übernachten stellt sich als nicht ganz so einfach dar. Der starke Regenfall hat viele Seitenstraßen unbefahrbar gemacht. Unser Auto macht sich eine Weile gut als „Geländewagen“, doch einige Straßen sind einfach zu matschig bzw. zu sehr überflutet. Einen guten Platz finden wir irgendwann aber doch und fallen einen tiefen Schlaf.

Am nächsten morgen informieren wir uns erst einmal ein wenig über den Namen „Shark Bay“ – schließlich ist das kein sonderlich einladender Name. Wir erfahren eine Menge über die Unterwasserwelt hier. Neben den Delfinen gibt es hier auch Wasserschildkröten und Seekühe. Sogar jede Menge Seekühe. Shark Bay hat die weltweit größten Seegras-Felder und diese gehören zufällig zur Leibspeise der Seekühe. Das ganze in Zahlen: Jede zehnte Seekuh lebt hier!
Aber der Name „Shark Bay“ kommt nicht von den Seekühen, sondern wie befürchtet von den Haien. Auch die fühlen sich hier pudelwohl (wir haben ja bereits gelernt, dass Seekühe hervorragend schmecken sollen) und darum leben hier auch gleich 16 verschiedene Arten. Vom Nervous Shark (wie ist die deutsche Übersetzung? Nervöser Hai?), über Tigerhaie, Hammerhaie bis hin zum großen weißen Hai! Als wir später auch noch ein Informationsschild über den Tigerhai in der Stadt entdeckten, auf dem im Schlusssatz darauf hingewiesen wurde, dass Tigerhaie auch Menschen angreifen, ist die Badelust plötzlich weg.

Aber wir haben ja auch noch nicht die Delfine gesehen! (wird Zeit für ein paar Bilder, was? Naaaguuut!)

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Der ganze Spuk mit dem Delfin-Fütter-Strand begann in den frühen 60iger Jahren, als ein Fischer Delfine vom Boot aus Fütterte. Später gab es den Fisch aus der Hand vom Bootsanleger und heute, gute 45 Jahre später, kommen die Delfine direkt an den Strand. Schätzungsweise 900 Delfine leben hier in der Shark Bay, wovon täglich 2 bis 20 zum Frühstück vorbei schauen. Zum Schutz der Tiere werden die Fütterungen mittlerweile streng kontrolliert. Es finden nur noch drei Fütterungen am Tag statt und es gibt für jeden Delfin maximal 2 Kilogramm Fisch. So ist gewährleistet, dass die Tiere das Jagen nicht verlernen. Für Jungtiere gibt es keinen Fisch, die sollen das Jagen erstmal lernen. Kontrolliert wird das Vorgehen von Rangern, die die Delfine nicht nur sehr gut kennen, sondern auch in kurzer Zeit anhand der Rückenflossen (diese sind alle ein wenig „angeknappert“) identifizieren können.

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Das ganze läuft dann so ab: Man setzt sich an den Strand und wartet bis ein Delfin Hunger bekommt. Das ist normalerweise gleich um 07:30 Uhr. Das zweite mal nur wenige Minuten nach der ersten Fütterung. Und as Dritte mal irgendwann im Laufe des Vormittags!
Wenn man nicht so oder so schon die ganze Zeit aufgeregt im Wasser rumsteht bewegt man sich nun dort hin. Ein Ranger ist auch gleich zur Stelle und während die Delfine um die Beine der Touristen schwimmen gibt es erstmal ein interessantes verbales Informationspaket zum Leben der Delfine.
Sobald alle Delfine identifiziert sind geht es dann los. Jeder Delfin hat hier einen eigenen Eimer, welcher gefüllt mit den Fischen herangetragen wird. Und dann werden nach und nach aus dem Publikum Leute heraus gepickt, die dem Delfin einen Fisch geben dürfen. Wir haben Glück, es ist noch immer sehr regnerisch und somit sind nicht so viele Leute hier…und wir haben beide die Möglichkeit einem Delfin ein Fisch in den Mund zu stecken.

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Auch die Pelikane werden hier gefüttert. Weniger aus Freundlichkeit – mehr aus der Not hinaus, denn die Pelikane sind neidisch und wenn der „Pelikan-Eimer“ zur Ablenkung herausgeholt wird sind die Pelikane so darauf fixiert, dass sie keine Zeit haben den Touristen die Delfin-Fische aus der Hand zu reißen.

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Es macht unglaublich viel Spaß und ist ein super Erlebnis die Delfine so nahe und deutlich zu sehen. Wie sie sich auf die Seite legen, um die Menschen anzuschauen, wie sie herumtollen oder einfach nur auf ihr Fressen warten!

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Später setzen wir uns noch an den Strand. Es regnet zwar, doch das macht nichts, denn wir haben uns was vorgenommen. Neben uns liegen Schnorchel, Masken und Flossen. Auch die zwei Engländer, die wir bei der Fütterung kennen gelernt haben, gesellen sich mit demselben Vorhaben zu uns. Mittlerweile haben wir mehr über die Haie erfahren – das Wasser sei mittlerweile kälter (für uns noch immer schön warm) und die meisten Haie seien in wärmere Gewässer gezogen. Hier macht sich keiner Sorgen um Schwimmer! (Anderer Spruch: Die Haie haben hier genug zu fressen, die brauchen keine Menschen mehr.)
Unser Schnorchelvorhaben gestaltete sich aber recht kurz. Das Wasser ist zu trüb und ungemütlich. Wir entscheiden uns am nächsten Tag wieder zu kommen. Volltreffer!

Heute ist das Wetter super! Extrem Warm, klares Wasser, viel mehr Delfine. Neben einer weiteren Fütterung ist unser absolutes Highlight das Schwimmen mit den Delfin-Babys. Da diese ja nicht gefüttert werden, tollen sie am Nachbarstrand (da, wo auch geschwommen werden darf) herum und versuchen auf eigene Faust den einen oder anderen Fisch zu fangen. Ein aufregendes Erlebnis…die Delfine schwimmen nur wenige Zentimeter von uns entfernt und schauen uns neugierig an. Dabei schwimmen sie nicht mit Höchstgeschwindigkeit (wie damals beim Delfin-Schwimmen in Neuseeland), sondern stets so, dass wir uns gegenseitig unter Wasser beobachten können.

[Im Video seht ihr die Delfine kurz vor der Fütterung]

Klicke hier um das Video anzuschauen!

Nach einem kleinen Sonnenbad geht es für uns ein paar Kilometer weiter südlich. Hier ist eine Aussichtsplattform und wir finden den Beweis, dass „Shark Bay“ wirklich nach seinen Bewohnern benannt ist.

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Auch wenn wir leider keine Seekühe oder seltene Landlebewesen gesehen haben, war dieser Ausflug ein voller Erfolg für uns. Mit einem breiten grinsen verlassen wir Monkey Mia – zu schön war es die Delfine so nahe zu sehen.

Lunch gibt es am „Shell Beach“ – ein Strand, welcher aus nur aus Muscheln besteht. Alle Muscheln, die hier in der Bucht sterben werden an diesen Strand getrieben und so ist über die Jahre ein kilometerlanger Strand entstanden, bei welchen man auf einer 3-Meter dicken Muschelschicht sitzt.

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Achso…zu der Frage im Titel – Delfin oder Hai? Ein Delfin bewegt seine Schwanzflosse auf und ab….der Hai von links nach rechts. Also das nächste Mal beim Baden gut hingucken! :)


Beitrag aus Australien
von Jan





Allgemeine Dinge

Mittwoch, 9. April 2008 um 18:08

Mal so allgemein: So 100% Up-to-date ist das hier leider nicht immer. Wir haben hier teilweise kein Internet, sodass unsere Berichte manchmal erst ein paar Tage spaeter online gestellt werden koennen. Selbiges betrifft Maisl - manchmal dauert es etwas laenger, bis wir antworten! Das aktuellste ist in der Regel das Wetter (Momentaner Aufenthalt), aber auch hier haengen wir ab und an ein wenig hinterher.

Sind aber voll und ganz hinterher alles neue schnellstmoeglich online zu stellen. Gibt soooooo viel zu erleben hier, ist wirklich ein Traum!!!!

Derzeit sind wir uebrigens in Exmouth, wir mussten aus dem Auto ausziehen und werden die naechste Nacht (nach langer Zeit mal weider) in einem Hostel verbringen. Unser Auto ist derzeit beim Mechaniker…morgen werden wir HOFFENTLICH wieder im Auto schlafen koennen (und hoffentlich guenstig davon kommen).

BEREITET EUCH AUF SUPER FOTOS VOR! :)


Beitrag aus Australien
von Antonia und Jan





Von Granit und Kalksteinen

Mittwoch, 9. April 2008 um 17:53

Den Nullarbor und somit ein Stück des Outabacks haben wir jetzt schon hinter uns gelassen!
Weiter ging es dann von Norseman in Richtung Esperence. Das schöne hier in Australien sind die kleinen Überraschungen am „Wegesrand“, die nicht in den Reiseführern drin stehen und demnach nicht vollkommen überlaufen sind. Ein ausgetrockneter Salzsee!! Super schön über diese schneegleiche Oberfläche zu laufen mit blauem Himmel! Dazu war es noch absolut ruhig um uns herum. Wirklich traumhaft!

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In Esperence angekommen machten wir unseren routinierten Stopp beim Info-Center, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt komprimiert  zu erfahren. Genau wie beschrieben befand sich Sammy der Seelöwe links vom Steg und dümpelte dort etwas vor sich hin. Offensichtlich gefällt es dem dicken Seelöwen dort so gut, dass er schon über Jahre die linke Seite des Stegs sein Eigen nennt.

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Nach einem kurzen „Scenic Drive“ (Straßen mit besonders schönen Aussichten) an der Küste und den Stränden entlang und einer kleinen Verschnaufpause ging es für uns auch schon weiter.
Übernachtet haben wir auf einem der vielen freien Campingplätzen. Die richtige Uhrzeit (ihr erinnert euch – wir haben einige Zeitzonen überquert) hatten wir noch immer nicht raus…und so kam es, dass wir die letzten Tage immer um 19 Uhr ins Bett sind und um 6 Uhr morgens wieder aufgestanden sind. Wohl so eine Art Biorhythmus :)

Morgens ging es gleich weiter zur „Wave Rock“, genauso wie der Ayres Rock ein Stein den man hier gesehen haben muss. Auf dem Wave Rock-Gelände gibt es noch einen kleinen Zoo, in den man auch von außen reinschauen kann. Wir könnten es uns natürlich nicht verkneifen die Kängurus mit Gras zum Zaun zu locken und vom Nahen zu beobachten und die Nasen zu streicheln. Die Kängurus haben so Nah betrachtet recht viel Ähnlichkeit mit Kaninchen; vom Wesen her sehr unruhig und Hasenzähne.

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Auf dem typische Bild der „Wave Rock“ ist in Wirklichkeit nur ein tausendstel oder weniger von diesem kolossalen Stein zu sehen. Man sieht eigentlich immer nur die Granit-Welle im Felsen. Wir haben uns auf den Weg gemacht die Höhen und die Weiten des „Steins“ zu erkundigen, aber wir sind leider kläglich am Wetter gescheitert. Jan hat zwar noch versucht mich mit einem Unterschlupf vom Bleiben zu überzeugen, aber bei Regen auf einem riesigen rutschigen Stein herrumzuklettern macht mir eher weniger Spaß;  vor allem wenn man im Generell gern hinfällt ;-).

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Der Regen wollte gar nicht mehr aufhören, sodass wir sogar unser Abendessen im Auto zu uns nehmen mussten!! Ich finde der Jan sieht den Umständen entsprechend recht glücklich aus mit seinem Kartoffelsalat im Auto (vielleicht, weil er keine Lust mehr auf unsere abendlichen Nudeln mit Tomatensauce hat?!)  ;-)!!

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Die folgenden zwei Tage haben  wir bei besserem Wetter in Perth verbracht. Perth ist die Hauptstadt von West Australien und die am meisten isolierteste Hauptstadt. Zu dem lebt hier über die Hälfte der Einwohner ganz West Australiens. Die Stadt hat in Zentrum viel Wasser und eine Menge Grünanlagen. Sehr nett ist auch der Weg über eine lange Brücke auf Baumkronenhöhe (s. Bild rechts) im Botanischen Garten.

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Sehr beeindruckend sind die ungefähr 200 km nördlich von Perth liegenden Pinnacles. Hier ist die Wüste übersäht mit bis zu vier Meter hohen Kalksteinen. Diese einzigartige Mondlandschaft ist über Jahrzehnte aus kalkreichem Sand in Verbindung mit Regen und Saurem Boden entstanden.

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Bei einer unserer kleinen “abenteuerlichen von der Straße Abweichungen“ haben wir auch noch eine kleine Emu-Familie am Strand entdeckt. Wir haben versucht uns den „Küken“ und der Mutter unauffällig zu nähren, nur leider ist unsere Anschleich-Methode offensichtlich  immer noch nicht ausgereift genug. Demnach gibt es leider nur Bilder von weiter weg.

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Weiter geht es nun in Richtung Norden. Sicher werden wir auf dem Weg auch noch zwei oder drei Wochen arbeiten, um uns die ganzen Späßchen hier auch leisten zu können. Gibt hier entlang der Küste ein paar große Fischfabriken und auch Erntearbeit. Falls wir aber nichts finden sollten, werden wir mit Sicherheit in Queensland fündig werden (dort arbeiten alle Backpacker).

Haben uns jetzt auch ein Schnorchelset zugelegt, denn es sind nur noch wenige Kilometer, bis wir den Breitengrad „Tropic of Capricorn“ (kenne leider nicht die deutsche Übersetzung) überqueren und von da an wird das Wetter im Allgemeinen tropischer. Wir können uns mit unserem neuen Equipment und der Unterwasserkamera dann wieder richtig austoben. Also freut euch schon auf die nächsten Unterwasserbilder!!

Übrigens einer der Vorteile die Westküste entlang zu fahren sind die Sonnenuntergänge im Wasser!!

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Eben gerade haben wir noch ein lustiges Bild gemacht und das wollen wir euch nicht vorenthalten. In ganz Australien gibt es ziemlich viel Fliegen, die einem manchmal schon recht penetrant verfolgen bzw. bevölkern, sodass sogar Fliegennetze um den Kopf herum tragen muss, denn ohne die würden sie einem bei jedem Wort in dem Mund fliegen. Und jetzt könnt ihr mal zählen wie viel Fliegen Jan auf seinem Rücken hat.

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Wer am nächsten dran ist gewinnt die Waschmaschine. Und danach wird geraten wie viel meen Jung  im Gesicht hat ;-)!!


Beitrag aus Australien
von Antonia





The Nullarbor Plain - Willkommen im Nichts

Samstag, 5. April 2008 um 13:43

Sooooo…wieder mal super viel zu erzählen. Derzeit gibt es hier so viele spannende Dinge, dass wir fast gar nicht mehr hinterher kommen alle auf zu schreiben.

Nachdem wir die Eyre Peninsula verlassen haben wechselte die Landschaft schlagartig. Wir fuhren nun durch „The Nullarbor Plain“. Der Name kommt aus dem lateinischen „nullus arbor“ und meint so viel wie „kein Baum“.

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Und genau so sah es – zumindest am Anfang der Strecke – dann auch aus. Kein Baum, keine Städte, keine Menschen! Ein merkwürdiges Gefühl durch diese komplette Leere zu fahren…doch irgendwie absolut entspannend.

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Die einzigen, mit denen wir die Straße teilen mussten waren ein paar Wohnwagen und jede Menge Road Trains. Road Trains sind – sicher hat der eine oder andere von euch schon mal von ihnen gehört – LKWs mit besonderer Überlänge. Bis zu vier Anhänger ziehen sie hinter sich her und sind somit ernstzunehmende Verkehrsteilnehmer (Bilder von einem Road Train folgen). Nicht nur für Touristen, sondern insbesondere für die hier lebenden Tiere – Road Trains bremsen nicht für Tiere! Das hat nicht etwa was mit Tier-Hass zu tun, sondern ist einfach eine Frage der Sinnigkeit…der Bremsweg eines Road Trains ist einfach zu lang!
Dementsprechend liegen hier extrem viele tote Tiere auf und neben der Straße. Fast ausnahmslos Kängurus (es werden täglich Schätzungsweise 4.300 Kängurus angefahren)…kurz hinter der Grenze haben wir aber auch unsere ersten zwei Kamele gesehen – tot, am Straßenrand!

Dennoch wurde dieses für uns Europäer nahezu erschreckendes Bild deutlich übertönt von den positiven Eindrücken dieser Region. Nicht umsonst gehört der Nullarbor mit zur Unberührtesten Wildnis der Welt!

Die am Nullabor gelegene Steilküste (The Great Australian Bight) ist mit ihren 1.160 Kilometern Länge die längste Steilküste der Welt. An einer Stelle der Steilküste, dem Head of the Bight, ist es zudem möglich ein Haufen Wale vom Festland aus zu beobachten. Zumindest, wenn man zur Walsaison hier auftaucht (und die ist NICHT im März)… . Also für uns keine Wale…dafür aber eine Aussichtsplattform für uns alleine und einen hervorragenden Blick auf einen Teil der weltweit längsten Steilküste… .

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Danach ging es weiter, immer tiefer in die Einsamkeit! Auf einer solchen Strecke gehört es zum guten Ton, das man JEDES entgegen kommende Auto mit einem freundlichen Handzeichen grüßt…ein wenig wird hier der Zusammenhalt der Reisenden deutlich – „Bei mir ist alles klar – bei dir auch?“

Auch wenn man im Nirgendwo unterwegs ist gibt es hin und wieder „kleine Oasen“. Zum einen findet man ungefähr alle 800 Kilometer riesige Wassertanks. Das wenige Regenwasser wird hier gesammelt und über einen Wasserhahn den Reisenden zur Verfügung gestellt.
Um einiges netter sind aber die Road Houses. Häufig als offizielles Dorf im Straßenatlas eingezeichnet trifft man hier auf eine „Alleskönner-Tankstelle“. Tanken, Geldautomat, Duschen, das nötigste Einkaufen, Campingplatz, Motelübernachtung, Internet….einfach alles, was man auf der Durchreise gebrauchen könnte findet man hier! Und das „Dorf“ bestehet dann auch nur aus den zu Road House gehörenden Gebäuden. Teilweise sogar mit einem vom Roadhouse-Besitzer privat eröffneten Museun…irgendwo im Nichts! Die Atmosphäre ist super relaxt…man könnte dort fast Urlaub machen ;)

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An dem Roadhouse mit Museum haben wir uns auch eine nahe liegende Ruine eines Telegraphenstützpunktes angeschaut. An diesem Punkt wurde damals der Osten mit dem Westen Australiens verbunden. Als dann irgendwann die Telegraphie nicht mehr „In“ war, wurde das Gebäude aufgegeben und wird nun von Zeit zu Zeit von den Sanddünen „aufgefressen“.

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Das eigentliche Highlight war aber nachdem wir uns die Ruine angeschaut haben. Gerade wollten wir in unser Auto steigen, als genau vor unseren Augen gemütlich zwei Emus über die Straße spazierten.

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Mittlerweile schon einige Tage ohne Kontakt zur Außenwelt (ist ja wohl klar, dass es hier kein Handyempfang gibt) haben wir bereits den größten Teil geschafft. Mit dem Grenzübertritt nach West-Australien sind wir auch wieder in einer Frucht- und Gemüsequarantänezone gefahren. Dieses mal sogar mit Sichtkontrolle – 4 Zwiebeln und eine halbe Knoblauchzehe mussten hier ihr leben lassen.

Kurz vor Ende des Nullabors passierten wir noch die längste kurvenlose Straße Australiens. Knappe 150 km geradeaus fahren machten mittlerweile aber auch großen Unterschied mehr….wirklich kurvenreich waren die vorausgegangenen 1.500 Kilometer auch nicht… .

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Irgendwann sind wir dann in Norseman angekommen und haben damit den Nullabor erfolgreich gemeistert. Für solche Haldentaten stellt das Touristeninformations-Zentrum sogar Zertifikate aus. Für uns gab es aber keins…die Touri-Info war außerplanmäßig geschlossen.
Die hier gültige Uhrzeit haben wir bis jetzt nicht raus…auf unserer Strecke haben wir zwei Zeitzonen überfahren. Aber so wirklich scheint hier keiner zu wissen wie spät es ist… .

Übrigens…auch noch spannend (als wenn der Text nicht schon lang genug ist). Die Strecke, die wir gefahren sind ist nicht nur Straße, sondern gleichzeitig auch Landebahn für den Royal Flying Doctor Service. Das ist der exklusiv im australischen Outback eingerichtete Rettungsservice. Straßenrettung würde zu lange dauern, ein Helikopter schafft die Strecke nicht und ist auch zu langsam…darum fliegt hier auf Bedarf ein kleines Krankenhaus im Flugzeug durch Australien und rettet wer gerettet werden möchte. Und gelandet wird halt auf der Straße…und für Autos heißt das: Schnell das weite suchen, wenn ein Flugzeug in Sicht ist!

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Beitrag aus Australien
von Jan





Bilder aus South Australia online!

Mittwoch, 2. April 2008 um 18:38

Haben euch ein paar Bilder aus South Australia online gestellt!
Wie immer zu finden unter “Pictures”!


Beitrag aus Australien
von Antonia und Jan





Eyre Peninsula

Dienstag, 1. April 2008 um 18:06

Alter Australier…ist hier viel zu erleben! Bevor es für uns in die unzivilisierten Gegenden Australiens geht haben wir uns noch ein Blick in Adelaide geworfen. Mal wieder recht kurz – wir waren am Ostermontag da und natürlich war die Stadt wie ausgestorben! Nach kurzer Zeit entschieden wir uns in den Stadtteil Glenelg zu fahren. Dieser liegt direkt am Wasser und soll einen schönen Strand sowie eine gemütliche Promenade haben. UND…hier schienen sich auch alle Leute aufzuhalten, die wir in der Innenstadt vermisst haben. Gemütlich schlenderten wir ein wenig herum, genossen ein leckeres Eis und schauten uns ein wenig das Training für die in Adelaide stattfindende internationale Beach-Volleyball-Meisterschaft an.

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 Dann ging es auch schon weiter zur Eyre Peninsula. Das ist die Landzunge, welche ihr westlich von Adelaide findet und an dessen Spitze der Ort Port Lincoln liegt. Der Anfang war ruhig…wirklich spannend war hier nichts. Das einzige nette war erstmal ein bei Whyalla, ca. 2 km vom Wasser entfernt, „abgestelltes“ Kriegsschiff, als Andenken an die erste südaustralische Werft.

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Interessant wurde es dann erst wieder an der gegenübergelegenen Küste. Nähe der Küstenstadt Elliston entdeckten wir ein kleines Schild mit der Aufschrift „Great Ocean Tourist Drive“ – und weil wir schon mindestens 20 Stunden keine „Ah- und Oh-Erlebnisse“ mehr hatten entschieden wir uns auch einen Blick auf diesen Tourist Drive zu werfen.
Über eine einsame Kies-Straße ging direkt an die Steilküste.

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Die gesamte Strecke lagen beeindruckende Aussichten vor uns. Zwischendurch waren noch ein paar sonderbare Kunstobjekte zu bewundern und Toni konnte sich auf einer Art Muschelfriedhof noch zwei große Muscheln raus suchen.

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Eine unglaubliche Strecke haben wir da gefunden. Die Aussichten konnten locker mit der Great Ocean Road mithalten….doch das Beste war: Wir waren alleine!

Nach einer weiteren Überachtung am Strand (langsam gewöhnen wir uns daran) ging es am nächsten Tag ähnlich abenteuerreich weiter. Auf der Suche nach einer Kolonie Seelöwen passierten wir die Murphys Haystacks – ein beeindruckender Haufen an aus dem Boden ragender Felsen!

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Wenig später gelangten wir an eine Bucht, wo es nahezu „zahme“ Pelikane zu bewundern gab. Bisher haben wir Pelikane nur sehr scheu gesehen. Kaum ist man ihnen etwas näher gekommen entschieden diese sich zur Flucht.
Aber dieses Mal hatten wir Glück. Langsam konnten wir uns auf nur wenig Meter Entfernung der Gruppe nähern. Beeindruckende Tiere – und trotz ihrer Größe sehr elegante „Segelflieger“. Besonders lustig war es auch, wenn sie ihren elastischen Schnabel öffneten und Dehnübungen praktizierten.

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Bild 1: Größenwahn - Möwe versucht sich unter die Pelikane zu schummeln!

Und dann haben wir auch endlich die Seelöwen-Kolonie gefunden. Nicht irgendeine, sondern die einzige Kolonie auf dem australischen Festland. Und das soll auch so bleiben, weshalb das gesamte Küstengebiet, inklusive des angrenzenden Wasserbereiches strengsten geschützt ist – betreten oder befahren ist komplett verboten. Die einzige Möglichkeit die Seelöwen zu beobachten ist von einer auf der Steilküste gelegenen Aussichtsplattform. Diese wiederum ist aber so super platziert, dass man neben einer grandiosen Panorama-Aussicht auch das gesamte Geschehen in der Seelöwen-Kolonie überblicken kann. Die meisten von ihnen sonnten sich faul am Strand oder auf einem Felsen. Einige robbten aber durch die Gegend, spielten mit andere Seelöwen oder schienen andere Seelöwen einfach nur ärgern zu wollen.

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Auf unserer anschließenden Suche nach einem guten Rastplatz kamen wir dann in einen kleinen Ort namens Fowlers Bay, welcher beeindruckende Sanddünen zu bieten hat. Klar, dass wir es uns nicht nehmen lassen haben diese zu besteigen und die Aussicht über die Sanddünen-Wüste und das angrenzende Meer zu genießen.

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Übrigens befinden wir uns mittlerweile auch in den Regionen, in denen an den Stränden auf Warnschildern vor dem großen weißen Hai und seinen Freunden gewarnt wird. Als Bade- und Schnorchelmöglichkeit werden die Strände noch immer empfohlen…wir verhalten uns da aber eher passiv….ist ja auch sonst keiner am Baden hier!

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Beitrag aus Australien
von Jan

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© Jan Sebastian K. & Antonia Trewendt