Archiv für Beiträge aus dem Monat Mai 2008





Nur ein paar Bilder….

Mittwoch, 28. Mai 2008 um 15:00

Während wir jetzt hoffentlich irgendwo auf dem Great Barrier Reef herum schippern und bunte Fische sehen, wollen wir natürlich nicht, dass ihr euch langweilt. Darum hier ein paar Bilder für euch – automatisiert online gestellt. :)

Zum einen, es ist schon lange her, haben wir euch mal versprochen ein Foto von einem Road-Train online zu stellen. Leider haben wir es bisher nicht geschafft einen mit vier Anhängern zu fotografieren (die positionieren sich in der Regel nicht sonderlich gut für ein Foto). Einen mit drei Anhängern haben wir irgendwo bei Broome dann aber doch zu Gesicht bekommen.

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Heutzutage dürfen an den Trucks nicht mehr als vier Anhänger hängen, doch in einem Roadhouse vor Townsville haben wir ein unglaubliches Bild gesehen: Ein Truck mit acht (!!!) Anhängern – gestützt auf unglaublichen 25 Achsen.

Noch viel größer sind die richtigen Trains hier. Schaut euch mal das Bild hier an (durch KLICK vergroesserbar):

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Keine Ahnung wie lang der ist, keine Ahnung wie viele Anhänger er hat…doch was ihr nicht sehen könnt ist, dass die andere Hälfte des Zuges noch links vom Bild ist… .

Wo wir schon beim australischen Verkehr sind auch noch mal zu den Schattenseiten: Die totgefahrenen Tiere. Das hier extrem viele Tiere angefahren werden und auf der Straße liegen erzählten wir euch ja bereits. Was wir euch aber nicht erzählt haben ist, dass es hier aber einen Markt gibt, der mit diesen Tieren wirbt. Nicht direkt, doch wenn man hier in den Roadhouses stoppt findet man oft kleine Tüten auf denen „Road Kill“ (uns fällt einfach keine Übersetzung ein – sinngemäß einfach „totgefahrenes Tier“)  steht. Und als Inhalt findet man kleine Stücke Trockenfleisch! Makaber, was? Ich konnte aber nicht anders und habe mir eine Tüte gekauft – kreativ ist das ganze ja schon…und Fleisch ist gesund. Geschmeckt haben die Teile eigentlich auch gar nicht schlecht (ein wenig wie trockene Salami), doch das Hauptproblem ist der Kopf. Wenn man in das Fleisch beißt und gezwungener Maßen an das tote Wild denkt steigt einen der dazugehörige brennende Geruch in die Nase: Unmöglich mehr als ein Biss zu essen!

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Und noch ein Bild. Wenn man hier so seine strecken abreißt kommt es gar nicht so selten vor, dass man einen kleinen Wirbelsturm begegnet. Die sind nicht sonderlich gefährlich, aber immer wieder spannend anzuschauen, wie so ein kleiner Wirbelsturm wenige Meter neben dem Auto Dreck und kleine Äste herum fliegen lässt.
Das Foto ist nicht das beste, doch wenn ihr es vergrößert könnt ihr den Wirbelsturm besonderen im unteren Bereich hinter den Bäumen gut erkennen.

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Beitrag aus Australien
von Jan





Townsville-Tag und Planänderung (sorry, viel Text)

Dienstag, 27. Mai 2008 um 15:14

Als erstes - ganz wichtig: Wir haben schon wieder eine wirklich schöne neue Galerie online gestellt! Wie immer zu finden unter „Pictures“ und diesmal sind es Bilder aus dem Northern Territory! Vie Spaß beim anschauen!

Nun aber noch ein wenig zu Townsville und unserer Planänderung. Hier in Townsville sind wir erstmal gemütlich durch die Stadt geschlendert und haben hier endlich mal wieder eine Stadt gefunden, die wirklich nett und gemütlich ist. Klar, sehr touristisch (bei 300 Sonnentagen pro Jahr fast vorprogrammiert), doch irgendwie alles in einem angenehmen Rahmen. Auch hat es die Stadt mit knapp 140.000 Einwohnern geschafft ihre direkte Wasserlage geschickt zu nutzen und bietet Bewohnern und Touristen eine super Strandpromenade.

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Da auch hier an der Ostküste Australiens (oder besonders hier) Probleme mit giftigen Quallen bestehen (die Quallen-Saison endet im Mai…aber garantieren kann niemand, dass später nicht doch noch eine Qualle vorbeischaut) haben viele Städte Vorsichtsmaßnahmen ergriffen und haben ausgewählte Strände mit Schutznetzen ausgestattet. Diese umspannen dann eine kleine Bucht und minimieren das Quallen-Risiko wieder ein wenig (natürlich auch wieder keine 100%). Falls man aber doch mal mit einer Qualle in Kontakt kommt sind an jedem Strand Essig-Behälter (Teil der Erste-Hilfe-Maßnahme) aufgestellt und große Informationsschilder geben Infos wie vorzugehen ist. An häufig besuchten Stränden sind so oder so Rettungsschwimmer positioniert.
Haie schwimmen hier natürlich auch noch rum (keine Ahnung, ob die die Möglichkeit haben durchs Netz in die Bucht zu kommen), doch wie überall sind Angriffe sehr sehr selten. Die meisten Haie in Küstennähe sind klein (Riffhaie etc.) und wenn ein großer (Weißer Hai, Tiger Hai, Bullenhai, etc.) entdeckt wird werden die Strände rein aus Vorsichtsmaßnahme gesperrt. Ganz selten kommt es dann aber auch noch vor, dass mal ein Salzwasserkrokodil vorbei geschwommen kommt. Das passiert meist nach großen Regenfällen, wenn sie aus den Flussmündungen ins offene Meer „gespült“ werden. Unser Mechaniker (dazu später mehr) erzählte uns aber, dass dies in den letzten 15 Jahren nur vier Mal vorgekommen sei.

Wie auch immer, worauf ich hinaus möchte: Für all die, die der frei Strand oder sogar der umnetzte Strand noch zu unsicher ist gibt es natürlich noch die „Sicher-Sicher-Methode“. Hierbei handelt es sich um einen Salzwasserpool, der direkt am Meer liegt. Das Wasser wird den ganzen Tag über direkt aus dem Meer in den Pool gepumpt und fließt dort auch ohne Umwege wieder hin zurück. Haie und Krokodile ausgeschlossen. Quallen…na ja, sehr unwahrscheinlich, aber seine Hand will dafür niemand ins Feuer legen.

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Soweit zu Townsville und seine Schwimmmöglichkeiten (wir waren übrigens weder am Strand noch im Pool schwimmen ;) ). Für uns hieß es dann am nächsten Tag früh aufstehen, die Gelben Seiten schnappen und Reifenhändler abtelefonieren. Schließlich hatten wir ja geplant unserem Hopper neue Puschen zu kaufen. Schnell haben wir ein super Angebot bekommen und eigentlich sollte es da dann auch direkt nach einem kurzen Frühstück losgehen. Pustekuchen! Der Wagen springt nicht an!

Glücklicherweise sind wir beim RAC (australischer ADAC), welcher uns kostenfrei einen Mechaniker vorbei schickte und zum Glück auch das anschließende Abschleppen zahlte. Nicht kostenfrei war aber die Reparatur. Im Endeffekt war es irgendein Teil, dessen Name wir nicht mehr wissen (schon gar nicht in Deutsch), doch das ganze wirkte authentisch…zumal drei verschiedene Mechaniker die gleiche Diagnose stellten.
Der Fahre im Abschleppwagen sagte uns, dass er uns zu einem „Touristen-freundlichen“ Mechaniker bringt, der niemanden übers Ohr haut. Schien zu stimmen – der Preis war nicht überteuert! Außerdem haben wir gleich einen Tipp bekommen, wo wir kostengünstige gebrauchte Reifen für unser Auto bekommen. Wir sind direkt mal vorbei gefahren uns haben uns die Teile angeschaut und waren durchaus überrascht. Qualitativ in einem TOP Zustand…kamen den „Neuen“ wirklich nahe und waren dafür knapp 150 Dollar günstiger.
Anschließend fuhren wir noch schnell zum Schrottplatz und peppten den Wagen noch etwas für den Wiederverkauf (der ja bald ansteht) auf.

Nachdem wir uns die meiste Zeit des Tages mit Öl & Co. beschaeftigt haben, entschieden wir uns noch kurz bei unserem favorisierten Tauchunternehmen für das Great Barrier Reef anzurufen. Der Anruf war leider enttäuschend – nächster freier Termin erst am Samstag….alles ausgebucht. Das kommt für uns leider nicht mehr in Frage – die Zeit ist knapp. In einer ausführlichen Recherche versuchten wir einen alternativen Anbieter zu finden. Gar nicht so einfach…es gibt super viele Anbieter und viele kleinere Boote kann man oft nur über Agenturen buchen. Wir versuchten die Tauchtour mit einer Whitsunday-Segeltour zu verbinden, was uns aber nicht so wirklich zufrieden stellte. Zwar haben alle Boote einen Tauchlehrer dabei, doch wirkte das Ganze dann doch nicht soooo aufs Tauchen ausgelegt für uns. Unangenehmes Beispiel ist der Vorfall vor wenigen Tagen, als ein Whitsunday-Segler zwei Taucher auf See „verloren“ hat. Durch ein falsches Such-Prozedere des Touranbieters (Notruf wurde erst nach drei Stunden gesendet) war eine vernünftige Suche erst wieder am nächsten Tag möglich. Trotz allem ein Happy End: Die beiden Taucher wurden nach 19 Stunden (!!!) lebendig und ohne Bissspuren aus dem Wasser gezogen.

Egal…sorry, ich schweife heute sehr aus. Im Endeffekt haben wir uns nun doch für eine separate Tour mit einem Tauch-Profi entschieden. Zwar ist das Boot ein wenig größer (mehr Leute), wir haben nur eine Nacht an Board und im Verhältnis ist der Anbieter etwas teurer, dafür haben wir aber ein renommiertes Unternehmen und die Möglichkeit einen Tauchguide dazuzubuchen. Wir sind jetzt gerade auf dem Weg nach Cairns (wo die Tour startet) und wenn alles gut geht starten wir gleich morgen früh! Wir freuen uns schon auf 2 Tage All-you-can-eat (wir sind Backpacker….die freuen sich immer, wenn es was zu Essen gibt), hoffentlich eine sonnige Bootstour, viele Fische und ein paar freundliche Haie!


Beitrag aus Australien
von Jan





Zwischenstand

Sonntag, 25. Mai 2008 um 22:35

Eine Autopanne ist was für Weicheier! Nur knapp 1.000 km nach unser ersten Platten haben wir direkt noch den nächsten Reifen zerschossen (wir hatten ihn schon in Augenschein genommen - haben uns aber aus Kostengründen entschlossen ihn erst an der Küste zu wechseln). Diesmal ist er auch komplett durch. Unseren Ersatzreifen (der eigentlich auch in die Tonne gehört) hat aber noch gute Dienste geleistet und uns die restlichen 300 km bis zum nächsten Ort gebracht….puuh, Schwein gehabt. Im Outback abschleppen lassen ist unbezahlbar! Ist übrigens beeindruckend zu sehen wie schnell die Reifen abnutzen. In Sydney waren sie noch im guten Zustand, mit ordentlich Profil….und hier sind sie fast komplett runter gefahren und man sieht, dass der krasse Temperaturenwechsel sie sehr zu schaffen macht.

Mittlerweile sind wir an der Küste angekommen - in Townsville. Hier werden wir auch die restlichen Reifen austauschen müßen um dann die letzten 5.000 Kilometer an der Ostküste runter reisen zu können!

 Hey, wir haben nur noch knapp 30 Tage Zeit in Australien…und 2 Wochen davon sind wir in Sydney um das Auto zu verkaufen!

ABER: Hier an der Ostküste gibt es noch ein paar Highlights, die wir auf keinen Fall verpassen wollen. Also freut euch auf weitere Berichte & Fotos!


Beitrag aus Australien
von Antonia und Jan





Von Heissluftballons, UFOs, des Teufels Werk & Outback-Pannen

Sonntag, 25. Mai 2008 um 10:50

Unglaublich, schon wieder ein Tag voller Ereignisse! Nachdem wir gestern erst von unserer „Uluru und Co.-Tour“ zurückgekommen sind, ging es heute direkt reich an Aktion weiter. Erster Akt war es dem Wecker morgens um 04:30 Uhr Glauben zu schenken, sich aus dem warmen Bett in die kalte Outback-Nacht zu wagen und sich warm zu duschen. Heute sollte es nämlich endlich in die Luft gehen! Um 05:15 Uhr wurden wir abgeholt und im Kleinbus ging es auf ein freies Feld in der Nähe von Alice Springs (nicht sonderlich schwer zu finden).

Es war bitter kalt, doch tapfer warteten wir geduldig darauf, dass es endlich losgeht. Ich machte natürlich den Fehler, dass ich mich als freiwilliger Helfer meldete und den tollen Job hatte die untere Ballonöffnung auf einer Seite hoch (und damit offen) zu halten. Durch diese Öffnung wurde dann mit Hilfe eines Gebläses KALTE Luft in den Ballon geblasen.

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Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie es mir bei diesem Job ergangen ist. Denkt dran, nur gute 5 Grad…und dann das Gebläse. Brrr….ich war schon arm dran!
Aber der Ausgleich folgte dann irgendwann doch noch. Sobald der Ballon mit kalter Luft gefüllt ist (und die Öffnung offen steht) kann der Ballon mit heißer Luft gefüllt werden. Super für mich – doch wieder ein wenig aufwärmen.

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Recht zügig richtete sich der Ballon auf und auch der Passagierkorb wechselte von seiner Liegeposition in die Startposition. Zusammen mit den anderen 17 Passagieren hüpften wir schnell in den Ballon und sanft und ruhig stiegen wir empor.

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Franse, unser Pilot, erklärte uns auf seine humorvolle Art was unter uns und am Horizont zu erkennen war. Wir sahen Alice Springs, das Gefängnis und natürlich jede Menge atemberaubende Wüstenlandschaft.

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Schön anzusehen war auch der andere, teilweise neben uns fliegende Ballon – ein angehender Pilot, der gerade seine Prüfung ablegte.

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Und dann war es endlich so weit und die Sonne kam am Horizont zum Vorscheinen. Es herrschte eine unglaubliche Atmosphäre. Die Ruhe, die Weite, der klare Himmel und dann der sonnenrote Himmel!

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Nach ca. 45 Minuten endete unser Ausflug in die Lüfte. Mit drei „sanften“ Hüpfern brachte unser Pilot den Korb zurück auf die Erde.

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Schnell wurde gemeinsam der Ballon zusammengepackt, um dann zusammen zum zweiten Part des Morgens zu fahren: Dem 4-Gänge-Champagner-Frühstück!

Das ganze war ein super schönes Erlebnis und wir sind froh, dass wir doch noch den Flug gewagt haben.

Für uns ging es direkt weiter. Zurück auf den uns mittlerweile so bekannten Stuart Highway….und zurück in Richtung (warmen) Norden. Auf dem Weg passierten wir unter anderem auch Wycliff Well, nicht nur ein Roadhouse, sondern DER Anlaufplatz für intergalaktische Reisende: Wycliff Well ist die UFO-Stadt Australiens!
Glücklicherweise besteht Wycliff Well nicht nur für außerirdischen Gästen, sondern auch irdische Gäste sind gern gesehen.

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Aus Sicherheitsgründen wird aber bereits auf der Einfahrt deutlich auf den in anderen Städten selten vorkommenden UFO-Landeplatz hingewiesen.

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Wir kamen leider zur falschen Zeit – es waren gerade keine Aliens im Camping Platz eingecheckt und so vertrieben wir uns ein wenig die Zeit mit dem Studieren der an die Wände geklebten UFO-Sichtungs-Zeitungsausschnitte und –Fotografien. Nachdem selbst unser Versuch uns als Aliens zu verkleiden scheiterte und noch immer keine UFOs in Sichtweite waren entschieden wir uns weiter zu fahren.

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Schon bald kamen wir zum nächsten Stopp: Devil Marlbes (des Teufels Murmeln)!
Hierbei handelt es sich um jede Menge runder und ovaler Steine, die in der Gegend herum liegen – oft auf unglaubliche Art und Weise übereinander gestapelt. Ideal um drauf herum zu klettern und die Aussicht zu genießen.

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Natürlich wollten wir überprüfen, ob es sich bei dem ganzen Steinen wirklich um des Teufels Werk handeln muss, oder man das ganze doch per Menschenhand bewerkstelligen kann. In einem unglaublichen Kraftakt versuchte ich einen herumliegenden Stein auf einen größeren zu rollen.

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Das klappte soweit auch ganz gut, doch das Problem stellte sich mir am höchsten Punkt: Etwas zu stark gedrückt und der Stein rollte schon wieder auf der andere Seite herunter. Toni hat noch mal Glück gehabt, dass sie ihn rechtzeitig erkannt hat und noch knapp weglaufen konnte.

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Für uns steht damit fest: Ja, es muss des Teufels Werk sein!
Ach, wo wir gerade beim Teufels Werk sind. Kurz nachdem wir die teuflischen Steine verlassen haben schien des Teufels Rache über uns zu kommen. Wir fuhren mit 140 km/h über den Highway, als wir von einem lauten Knallen aufgeschreckt wurden. Im Rückspiegel erkannte ich wie ein schwarzes, fußballgroßes Ding in den Graben flog. Was war das? Ein Rabe? Lag da was auf der Straße, was ich übersehen habe? Als wir das stoppten wurde das Rätsel zügig gelöst: Am hinteren rechten Reifen ist die Profilschicht geplatzt! Aber auch das gehört dazu….Reifenwechsel im Outback – gut, dass wir immer einen Ersatzreifen dabei haben.

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Beitrag aus Australien
von Jan





Alice Springs, Kings Canyon, Uluru & die Olgas

Freitag, 23. Mai 2008 um 13:22

Der Titel verrät schon: Wieder jede Menge erlebt!
Der Reihe nach…das letzte wovon wir euch geschrieben haben war unserer uriger Stopp im „Original-Australien-Pub“ Daily Waters.
Glücklicherweise haben wir an diesem Abend nicht literweise Bier in uns hineingeschüttet. Die Atmosphäre hierzu war durchaus vorhanden, doch haben wir uns an der All-you-can-eat Bar so den Bauch voll geschlagen, dass einfach kaum noch Bier passte. Am nächsten Morgen schafften wir es so also doch wie geplant zum Sonnenaufgang aufzustehen. Ein letzter Blick in den Pub, ein Kaffe zum teilen und schon ging es wieder auf „die Straße“ (Frühstück gab es nicht, waren noch immer satt vom Vorabend!).
„Die Straße“ kann man in Prinzip wortwörtlich verstehen, denn wir verbrachten tatsächlich den ganzen Tag auf nur einer Straße: Den Stuart Highway! Dieser führte uns direkt von Norden nach Süden bis direkt hinein nach Alice Springs – 950 Kilometer!

Überraschend früh erreichten wir Alice Springs, sodass wir in Ruhe ein wenig durch die Innenstadt schlendern konnten und Informationen für unsere nächsten Tage aus dem Informationszentrum „zogen“. Was gibt es zu Alice Springs zu sagen? Es ist die zweitgrößte Stadt im Northern Territory (mit knapp 26.000 Einwohnern) und ist der Ausgangspunkt zu verschiedenen Outback-Aktivitäten…wie zum Beispiel der Besuch des „Ulurus“.

Für uns mal wieder wie fast immer: Stadt gleich Stadt – ganz egal welches Land. Beeindruckend war für uns die Lage irgendwo im Nirgendwo umgeben von Bergen.

Nach einer bitterkalten Nacht (umso südlicher, desto kälter – war knappe 5 Grad) fuhren wir am nächsten Tag weiter Richtung Süden – noch immer auf dem Stuart Highway. Eine kleine Abkürzung und gleichzeitig eine Herausforderung für unser Auto führte uns über eine Schotterstrasse mit „Allradantrieb-Feeling“ zum Kings Canyon. Richtig abenteuerlich fuhren wir durch tiefen Sand und über unberechenbare Wege (und wir haben KEIN Allradantrieb). Und das fast allein mitten im Outback – eigentlich ein Muss um das richtige Outback-Feeling zu erleben. Auf der 100 km langen Abkürzung haben wir Hopper noch das Versprechen gegeben, dass dies seine letzte ungeteerte Straße sei ;-)!

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Am Kings Canyon angekommen machten wir uns auch gleich auf zu unserer ersten Wanderung. Zwar waren die ersten 15 Minuten den Berg hinaufsteigen sehr beschwerlich, dafür war die Aussicht aber einfach atemberaubend.

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 Mitten im Canyon liegt der hoch angepriesene Garten von Eden, den wir leider (wahrscheinlich aufgrund des Sonnenstands) als eher langweilig empfunden haben. Beim Sonnenhöchststand soll der Garten mit seinem kleinen Wasserbecken in dieser eher tristen Umgebung paradiesisch erleuchten. Den als 4-stündige Wanderung ausgeschriebenen Track konnten wir in zwei Stunden „unterbieten“ und bekamen als Belohnung am Ende des Weges noch einen Dingo zu sehen; aber leider nicht richtig vor die Kamera.

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Die Nacht verbrachten wir bei Vollmond mit einem kleinen Feuer (hat der Jan sehr schön für mich gemacht –  Männer muss man immer loben!!) in der Nähe vom Canyon und am nächsten Morgen ging es gleich weiter zum weltbekannten Uluru (Ayres Rock) und den Olgas (Kata Tjuta).

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Schon 130 Kilometer vorm Uluru sichteten wir einen riesigen Stein, den wir als Uluru identifizierten, bis es 20 Kilometer später einen Aussichtspunkt für einen Mount Conner gab. Irgendwie hatten wir den Uluru auch ein wenig anders in Erinnerung! Aber schon ein wenig gemein so kurz vorm Uluru einen genauso großen ähnlichen Stein aufzustellen. Als dann 50 Kilometer vorm Ziel der echte Uluru sichtbar war verhielten wir uns etwas vorsichtiger und nach ein paar Kontrollblicken in den Reiseführer waren wir uns dann über die Echtheit des Steins sicher.

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Links: falscher Uluru „Mount Conner; Rechts: richtiger Uluru

Für uns ging es aber zu erst zu den Olgas, um unsere vom vielen Autofahren verwöhnten Füße wieder etwas zu strapazieren. Unser Weg führte uns zwischen die bis zu 546 Meter kuppelartigen Felsen hindurch, wobei man sich plötzlich wie ein Zwerg fühlte.

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Natürlich war auch diese Wanderung beschwerlich („Warum wählen wir nicht mal eine einfache Wanderung?“) und meine Füße werden es mir auf jeden Fall danken, wenn ich jetzt meine Wanderschuhe wieder ganz tief im Auto vergrabe und in Queensland nur noch barfuss über den Strand spaziere!

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Einer der angebotenen „Wanderwege“ beginnt am Fuss des Uluru und endet auf der Spitzte des selbigen: Zwar ist es nach dem Aborigine Gesetz verboten den Uluru zu besteigen und es wird gebeten die Kultur zu respektieren, aber selbst in der Informationsbroschüre über den Uluru wird beschrieben wie man und wo man hinaufsteigen kann und wie lang es dauert  – somit ein offizieller Wanderweg. An einem Tau ist es möglich den Uluru in zwei Stunden rauf und wieder runter zu steigen. Wir haben uns aus Respekt gegenüber der Aborigine Kultur dagegen entschieden; zu dem sagt man es bringt Unglück und es hat sogar schon 25 Menschen das Leben gekostet! 

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Abgesehen von dieser merkwürdig inkonsequenten Handhabung, ist dieser massive Stein einfach einzigartig überwältigend und die lange Reise dorthin auf jeden Fall wert!!

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Der Uluru hat einen Sonnenaufgangs und einen Sonnenuntergangs Parkplatz, die zur jeweiligen Zeit voll mit Touristen sind. Mit einem Bier haben wir es uns genauso wie viele Andere pünktlich zum  Sonnenuntergang gemütlich gemacht. Die Atmosphäre war einzigartig – Touristen von überall her, gemütlich beim Smalltalk über Herkunft und nächstes Reisziel, wartend auf den Sonnenuntergang. Das Highlight jeden Sonnenuntergangs am Uluru ist das Farbspiel – mit jeder Minute in der die Sonne tiefer wandert verändert er seine Farbe.

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In einem riesigen, für Australien vollkommen untypischen Convoy ging es dann zum Resort.
Das Resort liegt nur 20 km entfernt vom Uluru und ist somit der Anlaufpunkt für alle Uluru-Touristen, da man nach Sonnenuntergang so wenig wie möglich fahren sollte, um Zusammenstöße mit dem nachtaktiven Wild zu verhindern. Von Supermärkten, über Shoppingcenter, unterschiedlichen Hotels, variationsreiche Restaurants, eigener Polizei und Tankstelle gibt es dort alles was das Herz begehrt.
Passend zum Outback gönnten wir uns eine typisch australische Grill-Kombination: Emu-, Känguru- und Krokodilfleisch. Und da wir hier ja in Australien sind, grillt sich jeder sein Fleisch selber. So richtig schön touristisch!

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Nach unserer neuartigen Geschmackserprobung ging es schnell ins Bett, um am nächsten Tag noch mal den Uluru bei Sonnenaufgang genießen zu können. Genau wie am Vortag  war der Sonnenaufgangsparkplatz gut gefüllt und es wurden unzählige Fotos vom Uluru in der Morgendämmerung geschossen.

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Für uns geht es jetzt wieder zurück nach Alice Springs, denn morgen wartet schon eine einzigartige Sonnenaufgangs-Ballonfahrt über der Wüste auf uns.


Beitrag aus Australien
von Antonia





Kakadu Nationalpark

Mittwoch, 21. Mai 2008 um 12:56

Als wir nach Australien gekommen sind war der Kakadu Nationalpark eigentlich so ziemlich der einzige Nationalpark, von dem wir schon in Deutschland gehört haben (dass der Uluru und andere große Touristenattraktionen auch in Nationalparks liegen war uns nicht bekannt). Der Weg dorthin fing auch schon gut an; neben einigen Wildpferden begegneten wir auch einer Herde wilder Büffel…ganz zu unserer Überraschung, denn bis dahin wussten wir nicht, dass in Australien auch Büffel leben.

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Angekommen im Nationalpark holten wir uns im Informationszentrum erstmal alle nötigen Infos und suchten uns anschließend einen gemütlichen Platz zum Campen.

Ganz anders als der Name „Kakadu Nationalpark“ vermuten lässt wimmelt es hier nicht etwa von Kakadus. Ganz im Gegenteil…wir haben nur wirklich wenige entdecken können (dagegen waren in Exmouth hunderte von Kakadus zuhause). Wenn wir es aber wagen die (unser Meinung nach) drei Haupttierarten des Parks aufzuzählen würde wohl der eine oder andere Parkkenner Einspruch erheben…doch so wirklich widersprechen könnte er uns nicht:

1. Mücken!
Sie scheinen überall zu sein! Ganz egal ob Tag oder Nacht. Und als ob das nicht schon genug sei dürfen sie sich voller Stolz zu den wohl aggressivsten und penetrantesten Mücken der Welt zählen. Oder hat jemand von euch schon mal seinen Hintern mit Anti-Mücken-Spray eingesprayt, weil die Mistviecher im Notfall auch DURCH die Hose stechen?

2. Dingos
Dingos, klar…wir beschreiben sie hier mal laienhaft als hundeartige, wildlebende Geschöpfe. Soll es in Australien sehr viele von geben, doch den ersten haben wir wirklich erst hier im Northern Territory gesehen. Hier im Nationalpark wurden es dann aber deutlich mehr. Wirklich gesehen haben wir zwar nur drei oder vier, doch kann man ihrem wolfartigen Gejaule die ganze Nacht hindurch lauschen!
Nett: Irgendwann des Nachts springe ich aus dem Auto, um mein Mücken-Schutz zu erneuern und nur 40 Meter vor mir sitzt ein Dingo, glotzt mich nur kurz verwundert an, um sich anschließend wieder intensiv dem „Mond anheulen“ zu widmen.

3. Krokodile
Die kleineren, scheuen Süßwasserkrokodile oder die großen, aggressiven Salzwasserkrokodile (die aber auch gerne im Süßwasser leben) – ganz egal, es gibt sie beide hier. Sehen tut man sie zwar nicht, doch weisen die überall im Park platzierten Warnschilder deutlich darauf hin, dass sie sich überall verstecken können.

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Soweit zu den Tieren…unseren ersten Abend verbrachten wir mit diesen am Ubirr Artsite Sonnenuntergangs-Aussichtspunkt. Toni hat uns unseren geliebten Nudelsalat gemacht und wir gönnten uns ein Picknick mit einem unglaublichen Sonnenuntergang über dem Sumpfgebiet des Kakadu Nationalparks (nicht alleine, dennoch ein Highlight).

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Am nächsten Morgen brachen wir auf zur ersten Wanderung. Der von uns gewählte Weg wurde uns am Tag zuvor vom Park-Informationszentrum empfohlen, und wir starteten mit großen Erwartungen. Leider ein Reinfall! Um einige Pflanzenarten vor ungewollten Buschfeuern zu schützen werden hier regelmäßig kleinere Feuer gelegt. Fragt uns nicht wie das ganze funktioniert, zumal die „kleinen Feuer“ scheinbar in keiner Weise kontrolliert werden, sondern einfach vor sich her lodern und Hektar für Hektar Busch und Gräser niederbrennen (die Bäume scheinen in den meisten Fällen weiter zu leben).
Wie auch immer…irgendein System steckt da hinter und es ist sicher auch wichtig die Wanderwege regelmäßig niederzubrennen. Wieso wir aber trotzdem noch eine Empfehlung für diesen Weg bekommen und durch eine abgebrannte Landschaft laufen müssen bleibt uns unerklärlich.

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Egal, die andere Hälfte des Tages konnten wir uns ja noch mit einem Walk beschäftigen. Dieser war auch deutlich schöner (halt nicht abgebrannt), doch so wirklich der Knüller war es dann doch nicht. Wir sind uns nicht sicher, ob wir mittlerweile schon so viele „Knüller“ gesehen haben, dass unser Anspruch steigt, oder der Kakadu Nationalpark einfach überbewertet ist. Wir entscheiden uns für einen Mix aus beiden mit Tendenz zum Letzteren, suchen uns einen neuen Campingplatz, lauschen den Dingos, kämpfen mit den Mücken und gehen schlafen… .

Am nächsten Morgen ging es früh hoch. Um 05:10 Uhr klingelte der Wecker. Wir haben eine Bootstour auf dem Yellow Water gebucht. In einer 2-Stündigen Wildlife-Tour sollen Krokodile und andere Bewohner des Parks ausfindig gemacht werden. Die Tour beginnt pünktlich zum Sonnenaufgang und führt uns durch die morgendliche Landschaft.

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Hauptsächlich werden verschiedene Vogelarten ausfindig gemacht. Wir lernen, dass es Enten gibt, die weder schwimmen noch quaken und wie der „I-like-mysef-bird“ an seinen Namen gekommen ist (er starrt die ganze Zeit sein Spiegelbild im Wasser an).

Und auch 3 Salzwasserrokodile können wir ausfindig machen. Nicht länger als zwei Meter, doch super anzuschauen. Dem einen kommen wir richtig nahe und wir sind froh, dass wir uns im Boot befinden.

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Direkt nach der Tour haben wir uns direkt wieder auf den Weg gemacht. Wir haben den Nationalpark verlassen und sind in Richtung Süden gefahren. An der Katherine-Schlucht machen wir noch einen kurzen Foto-Stopp.

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Ach, auch haben wir endlich mal ein paar Wallabies („kleine Kängurus“) gesichtet und fotografieren können.

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Schon wenig später kommen wir an den Bitter Springs Thermal Pools an und nehmen ein kurzes „erfrischendes“ Bad. Die Pools sind unvorstellbar entspannend. Nicht nur, dass die Wassertemperatur durch thermalen Aktivitäten das ganze Jahr über 34 Grad beträgt, sondern auch die Sicht ist überzeugend: Das wohl klarste Wasser, in dem wir jemals schwimmen waren!

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Übernachtet haben wir in Dalys Water. Ein kleiner „Ort“, welcher nur aus einem Pub besteht. Der Dalys Water Pub ist eine australisch Kneipe, wie man sie sich nicht besser vorstellen kann. Die Tapeten sind gepflastert mit Werkzeug, Namensschilder, Visitenkarten, weltweite Banknoten, Dessous, etc.

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Bestes Warnschild: “We don’t serve women. Bring your own!” (Wir servieren keine Frauen. Bring deine eigene mit!)
Da habe ich noch mal Glück gehabt und wir konnten uns seelenruhig neben zwei Bier auch nach langer Zeit mal wieder ein richtig gutes Essen gönnen. Fisch und Fleisch direkt vom Grill – und dazu ein hervorragendes australisches Entertainment-Programm. SUPER! ;)

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Übrigens: Das, was der gute Mann auf dem Kopf trägt sind Hühner!


Beitrag aus Australien
von Jan





Neue Bilder online: Nord-West Australien

Sonntag, 18. Mai 2008 um 16:42

Haben unter “Picutres” neue Bilder online gestellt! Diesmal alles aus Nord-West Australien (ausser die Unterwasser-Bilder, die sind ja schon online).

 Viel Spaß damit!


Beitrag aus Australien
von Antonia und Jan





Just Broome

Samstag, 17. Mai 2008 um 10:56

Fast hätten wir es vergessen, es ist aber durchaus erwähnenswert: Nachdem wir im Karijini Nationalpark waren hieß unser nächster Anlaufpunkt Broome. Broome ist eine kleine super gemütliche Stadt, welche wir und tausende anderer Touristen ins Herz geschlossen. Einen großen Part dazu trägt sicherlich der berühmte Cabel Beach bei, welcher neben einer hervorragenden Brandung auch einen unglaublichen Sonnenuntergang zu bieten hat.

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Da wir über das Wochenende in Broome bleiben mussten, um nach diesem noch eine Kleinigkeit an unserem Auto reparieren zu lassen, hatten wir jede Menge Zeit (nach unseren derzeitigen Maßstäben), um etwas zu relaxen.
Wir haben uns mit Susi und Tino getroffen, welche sich vor 11 Monaten entschieden haben nach Australien auszuwandern. Wir haben sie beim Tauchen in Exmouth kennen gelernt und konnten ihre verlockende Einladung zum BBQ natürlich nicht abschlagen. Es gab köstlichen Snapper (Fisch) – natürlich frisch aus dem Meer.

Auch haben wir uns mehrmals mit unseren Ex-Arbetiskollegen Lui und Miriam aus Exmouth getroffen, welche zufällig auch gerade in Broome waren. Ansonsten bestanden unsere Tage im Prinzip aus dem, was man in Broome einfach nicht lassen kann: Wein und Antipasti am Cabel Beach, Wellenbaden am Cabel Beach, Fisch and Chips am Cabel Beach…und und und.

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An unserem vorletzten Tag tauche leider eine der gefürchteten Würfelquallen auf und siegte im Kampf gegen einen Schwimmer. Somit blieben wir am letzten Tag trocken und machten uns schon bald auf dem Weg Richtung Norden.

Die anschließende Strecke von fast 2.000 Kilometer haben wir in 2 Tagen abgerissen. Es ist einfach nicht möglich alles zu sehen und wir müssen wieder zurück in unseren Zeitrahmen springen.


Beitrag aus Australien
von Antonia und Jan





Roadtrip

Donnerstag, 15. Mai 2008 um 10:22

Haben in den letzten Tagen ordentlich an Strecke gerissen. Um uns zeitlich wieder ein wenig in den Plan zu rücken haben wir uns dazu entschließen müssen die Strecke Broome -> Kakadu Nationalpark ohne längere Stopps durch zu fahren. Auch werden wir Darwin NICHT mehr besuchen, um dadurch ebenfalls ein wenig Zeit zu sparen. Großstadt ist auch in Australien nur Großstadt…daher tut es uns nicht sonderlich weh!

Ein wenig Zeit werden wir jetzt im weltberühmten Kakadu Nationalpark verbringen und dann geht es auch schon wieder in Richtung Süden - ins rote Zentrum!

Übrigens: Hier ist Krokodil-Land….ins Wasser werden wir uns also erst mal nicht mehr großartig begeben! ;)


Beitrag aus Australien
von Antonia und Jan





Karijini Nationalpark

Montag, 12. Mai 2008 um 17:25

Eigentlich hatten wir den Karijini Nationalpark nicht mit auf unserer Route eingeplant – schließlich liegt er im Landesinneren und stellt somit ein Umweg für uns dar. Während unseres Aufenthalts in Exmouth wurde uns der Park aber so häufig empfohlen, dass wir mal wieder Gebrauch von unserer Flexibilität machten und unsere Route über den Karijini Nationalpark legten.

Schon der Weg dorthin war kontrastreich. Von der Küstenlandschaft ging es jetzt in eine grüne Outback-Landschaft, welche durch empor steigende Felshügel gespickt war.

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Die Strecke war einer der vielen in Australien existierenden nicht umzäunten Farm-Gebiete. Doch anders als in den von uns bisher passierten Gebieten schienen die Rinder hier das Grün direkt am Straßenrand zu bevorzugen. Vorsichtig fahren war angesagt, denn das eine oder andere Rind stellte sich auch gerne mal auf die Straße.

Angekommen im Nationalpark ging es erst mal in das Informationszentrum. Hier wurden wir mit Karten und Informationen ausgestattet um dann über die roten Schotterstraßen zu den beliebten Schluchten zu fahren.

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Die Wander“wege“ waren nicht sonderlich lang, dafür aber komprimiert mit Highlights, welche sie zu einem kleinen (wie Toni sagt) Männerspielplatz macht.

Recht locker fängt der Weg direkt an mit dem Abstieg zum Grund der Schlucht. Hier kann man die roten Felsen bestaunen und schon mal den einen oder anderen „Kletter-Sprung“ ausprobieren.

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Am Grund angekommen trifft man auf ein glasklares Flüsschen, durch welches man ein wenig abwärts wartet. Zwischendurch kommen noch ein paar Stellen, an dem man dem tieferen Wasser durch enges an der Wand klettern entkommen kann.

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Als kleines Highlight vor dem „Finale“ passiert man noch den so genannten „Spider Walk“. Das folgende Bild erklärt wohl besser als jede Worte, wie es zu diesem Namen kommt.

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Nach dem Spider Walk erreicht man den Kermit Pool, welcher für uns auch gleichzeitig das Ende des Walks darstellt. Der Kermitpool ist ein vom Fluss gefüllter Steinpool, welcher dazu einlädt von einer Klippe hinein zu springen.

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Weiter geht der Track zwar noch immer, doch kommt nach dem Kermit-Pool eine Strecke, die man nur mit der entsprechenden Abseil- und Kletterausrüstung bewältigen kann. Für uns bleibt also nur die Möglichkeit ein Foto zu machen, bevor wir uns auf den Rückweg machen.

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Nachdem wir nun 2 Nächte im Karijini NP verbracht haben ging es direkt weiter zurück an die Küste. Unser nächster Stopp war der Eighty Mile Beach. Leider kommen wir wenige Minuten nach dem eigentlichen Sonnenuntergang an, doch selbst das extrem lange „nachglühen“ der Sonne über dem weiten Strand überzeugt uns, dass hier wohl einer der schönsten Sonnenuntergänge zu beobachten sind.

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Beitrag aus Australien
von Jan

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© Jan Sebastian K. & Antonia Trewendt