21 Nov 2011

Von Elefanten und Rooftopbars

Geschrieben von Antonia


Der zweiten Oktoberhälfte sahen wir lauter Vorfreude entgegen, denn die allerliebste Mutti bzw. Schiegermutti plante uns im spannenden Bangkok zu besuchen. Und dann war es auch schon soweit, Doris landete. Aber sie kam nicht allein, mit sich brachte sie ca. 10 kg Leckereien aus Deutschland (die wir hier vor lauter REIS sicher vermissen würden). Von eingelegten Oliven und Parmesan, über deutsche Schokolade, Currywurst und Rotwein war alles dabei. Wir wussten zwar das sie was mitbringt, aber mit so viel hatten wir nicht gerechnet….damit hatten wir bis zur übernächsten Flut ausgesorgt :-)

Leckereien

Nachdem wir alle Güter in unserem Kühlschrank verstaut hatten, zum Glück haben wir eine größere Variante, ging es auch schon weiter Bangkok Impressionen zu sammeln. Zum Glück war Wochenende und der allseits beliebte und nur fünf Stationen von uns entfernte Chatuchak Weekend Market hat geöffnet. Der Chatuchak Market ist als der weltgrößte Open Air Market, bei dem wirklich keine Wünsch offen bleibt. Man bekommt hier alles! Von Klamotten und Schuhe, über internationale und gefälschte Bücher, Tiere sowie kleine und große Buddhafiguren, Pflanzen und sonstige Einrichtungsgegenstände. Genau dort gab es für Doris ihr erstes Pad Thai auf thailändischen Boden(komisch, das essen wir alle wohl am liebsten ;-) ) zusammen mit einer köstlichen Kokosnuss. Nach der kurzen Energiezufuhr wurden noch kurzerhand ein paar Oberteile gekauft und wir tauchten weiter ein in die Tiefen des Chatuchak. In diesem, uns bisher unbekannten Sektor, gab weitaus mehr als man von den gewöhnlichen Märkten kennt. Zu den verkauften Tieren gehörten hier nicht nur Hunde, Kaninchen und Eichhörnchen sondern auch Krokodile, Mondfische, größere Echsen und lebende Korallen.

Der Chatuchak macht auch bei Regen Spaß

Das fotografieren der Krokodile war übrigens verboten ;-)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die folgenden Tage machte ich mit Doris einen schönen “Mädchentag”, Jan mit ihr einen interessanten “Schwiegersohntag” und an drei weiteren Tagen unternahmen wir noch viele andere gemeinsame Aktivitäten, inklusive neuer kulinarischer Eindrücke, Rooftopbar-Besuche und anderen herausragenden Eindrücken.

Aussicht von der Rooftopbar

Der State Tower

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einer der Hauptgründe für Doris nach Thailand zu kommen, natürlich neben uns ;-) , war der Besuch eines Elefantencamps. Selbstverständlich nicht irgendeins, sondern genau das was Jan und ich schon vor drei Jahren auf unserer Weltreise besucht hatten – Thoms Pai Elephant Camp. Von daher stand das kommende Wochenende für uns ganz im Zeichen des Elefanten. (Glücklicherweise werden Feiertage, die auf ein Wochenende fallen hier in Thailand immer auf den folgenden Montag verlegt, so dass wir genau passend einen Tag mehr im Elefantencamp verbringen konnten.) Mit dem Flugzeug ging es nach Chiang Mai und dann weiter am nächsten Tag ins schöne Städtchen Pai. Angekommen in Pai gab es neben einem leckeren und stärkenden Cappuccino einen Großeinkauf an Bananen; denn man muss sich schließlich gutstellen mit den Dickhäutern;-).

Sowas Gutes...

Ganz gespannt auf das Wiedersehen und Doris total gespannt auf das erste Mal sehen und anfassen ging es dann mit Sack und Pack zum Camp.
Was für eine Erfahrung! Schon nach kurzer Zeit war das Gefühl der Ehrfurcht wie weggeblasen und man sah nur noch ein breites Lächeln auf unseren Gesichtern. Jeder hatte seinen eigenen Elefanten für die nächsten Tage (Ot, Tutdao und Phanom) und noch am späten Nachmittag ging der erste Ausritt los. Nach einer Stunde durch den Wald reiten und dem Anstimmen von Liedern wie „The lion sleeps tonight“ und ähnlichen deutschen Varianten, ritten wir unsere Elefanten zur Abkühlung zur Wasserstelle. Was Doris natürlich auch hier mitmachen musste war das uns schon bekannte Elefanten-Rodeo. Dabei gibt der Mahout (Trainer des Elefanten) dem Elefanten die Kommandos den Reiter zuerst mit Wasser vollzuspritzen und dann in den Fluss abzuwerfen. Das macht Spaß und ist eine willkommene Abkühlung…

Durch den Dschungel reiten

>Der Elefantenflüsterer<

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abends ging es für uns, als angehende Mahouts mit unserem Elefanten in den Dschungel, wo diese dann die Nacht über alles auffuttern was in Reich-/Rüsselweite ist.

Den Morgen darauf hieß es früh aufstehen, um die Elefanten wieder ins Camp zu bringen. Das ist ganz schön harte Arbeit, denn ohne Elefanten ist der 20-minütige Weg den Berg hoch in den Dschungel ziemlich beschwerlich.
Wie allgemein bekannt besudeln sich Elefanten am liebsten mit Sand, um sich vor stechenden und nervenden Insekten und der Sonne zu schützen und naja was soll ich sagen die liebe „Ot“ hat das bis zur Perfektion drauf. Nun ist auch die allmorgendliche Dusche nachzuvollziehen.

Ein glücklicher Elefant

Morgens im Dschungel

 

 

 

 

 

 

 

 

Den weiteren Vormittag verbrachten wir damit Elefanten zu streicheln, zu füttern und zu reiten – so wie es gerade gewünscht war. Nachmittags ging es mit Thom, der Besitzerin des Camps, und ihrer Familie auf eine kleine Sightseeing Tour in die Umgebung. Neben einem sehr schönen kleinen Berg-Tempel, Wasserfall und einem chinesischen Bergdorf besuchten wir bei Sonnenuntergang den Pai Canyon mit einem wunderschönen Blick auf nordthailändische Gebirge.

Beide in grün ;-)

Pai Canyon bei Sonnenuntergang

 

 

 

 

 

Am Wasserfall

 

 

 

 

 

 

Bereits am Montag war es dann auch schon wieder Zeit Abschied zu nehmen. Wir verewigten uns mit dutzenden Fotos und einem Text in Thoms Gästebuch, verfütterten die letzen Bananen und ritten ein letztes Mal mit unseren Elefanten zum Fluss. Abschied ist immer schwer, aber wir haben uns vorgenommen ab sofort alle drei Jahre zu Besuch zu kommen, das machte den Abschied etwas einfacher;-).

 

Thank you!

Abschied!

 

 

 

wann gibt es die Belohnung ;-)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was für eine schöne Zeit

"Elefanten-Kitzeln"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für Doris ging es dann direkt von Chiang Mai für vier Tage zu der weltbekannten Tempelanlage Angkor Wat in Kambodscha, für uns leider nur nach Bangkok zum arbeiten. Die letzten zwei Tage von Doris in Bangkok ging es wieder auf eine dieser so beeindruckenden Rooftopbars und zu weiteren Sehenswürdigkeiten wie den Lumphini Park, wo es freilebende Krokodile gibt, aber ohne Zähne, wie die liebe Kollegin von Jan zu ihm meinte (übrigens sind damit Warane gemeint).

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4 Kommentare zu “Von Elefanten und Rooftopbars”

  1. Super schön geschrieben! Und was ihr so erlebt, ist ja der Hammer! Irgendwie erlebt jeder von uns auf seine eigene Art ganz tolle Sachen :) Gefällt mir! Bitte mehr davon ;) Liebe Grüße aus England

     

    Nael

  2. Wo war eigentlich genau der Mondfisch? Oder hatte der sich vielleicht als Napoleon verkleidet?

     

    Dori

  3. Hmm…ich tippe darauf das er verkleidet war!
    Sowas kann ja wohl mal passieren :-) gerade wenn man so lang nicht mehr tauchen war :-) )

     

    Antonia

  4. Merkt ja auch fast keiner außer mir…und welcher Nichttaucher weiß schon wie ein Napoleon aussieht…:-)

     

    Dori

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