Four night in bangkok…
…and the world’s your oyster! Oder wie war das?
Wir kamen nach einer relativ kurzen Fahrt in Bangkok an. Wir stellten uns einen Mix aus öffentlichen Verkehrsmitteln und einer Taxifahrt zusammen, mit welchem es uns gelang vom Bus-Terminal zu unserer Unterkunft zu fahren, ohne das wir uns über den Tisch gezogen fühlten! Ein guter Start!
Unsere Unterkunft befindet sich in der Nähe der berühmten Khao San Road. Diese ist im Groben vergleichbar mit der Hamburger Reeperbahn. Eine Party- und Shopping-Meile auf der Tag und Nacht das Leben tobt. Neben Bars und Clubs findet man hier aber auch sehr viele kleine Geschäfte, in denen clevere Thais versuchen allerlei Krims Krams an die „reichen Touristen“ zu verkaufen.
Ein großer Teil des Lebens auf der Khao San Road spielt sich direkt auf der Straße ab. „Rollende Händler und Restaurants“ bieten ihre Waren an, „Standort-Freie Bars“ haben Plastikstühle auf der Straße aufgestellt und es werden frische Cocktails aus Roller-Anhängern serviert. Vor den Bars stehen hübsche Mädels und werben mit Schildern wie „Günstiges Bier – KEINE Alterskontrolle“ und nur wenige Meter weiter versuchen Tuk-Tuk-Fahrer Touristen dazu zu überreden, sich zur 10-minuten entfernten Sex-Show fahren zu lassen.
Übrigens, zum Schild „Keine Alterskontrolle“ – eine solche hätte hier so oder so kein Sinn, denn auf der Khao San Road gibt es bestimmt 10 kleine Stände, an denen man sich für umgerechnet 7 Euro einen neuen Führerschein, Behindertenausweis, Uni-Ausweis, Presse-Ausweis…oder was auch immer kaufen kann.
So wirklich minderjährig scheint hier aber keiner zu sein. Abgesehen von den Rosenverkäufern: Im nächtlichen Gewusel rennen ca. 12-jährige Kinder herum und versuchen Rosen an Touristen zu verkaufen. Dabei scheinen sie absolut überdreht und hemmungslos: Ohne scheu bieten sie dir eine Rose an, verarschen dich (!!!) mit einer bemerkenswerten Wortgewandtheit, verschenken mal eine Rose und verkaufen die nächste zum Tageslohn eines durchschnittlichen thailändischen Arbeiters.
Wir hätten Stunden damit verbringen können uns einfach nur mit einem Bier in eine der Straßenbars zu setzen und das Geschehen zu beobachten.
Am ersten Tag stand erst mal „Shoppen“ auf dem Programm. Nach einem Jahr wird es mal wieder Zeit für ein paar neue Klamotten – Thailand bietet hierfür eine ausreichende Vielfalt. Wir entschieden uns das Siam Shopping Center zu besuchen. Der Weg dahin wird per Taxi gemeistert, welches nicht sonderlich schwer zu bekommen ist: Einfach auf die Straße gehen und die Hand raus halten, wenn man nicht so oder so schon zuvor mit den Worten „Tuk-Tuk?“ oder „Where are you going?“ abgefangen wird. Wir wurden abgefangen und nachdem wir die „cheap cheap“-Stadtrundfahrt abgeschlagen haben, begann die übliche Bangkok-Taxiverhandlung: „Siam Square? I drive you for 220 Baht! Very Cheap!”.
Viel zu viel! Wir wandten uns ab und Mr. Tuk-Tuk stellte sich uns erneut in den Weg: „Okaay, for you just 120 Baht, my friend!“. Wir machten ihn darauf aufmerksam, dass wir mit Taximeter nur 70 Baht zahlen. „Ok“, sagt er, „70 Baht, just one more Stopp!“.
Wir drückten Preis noch mal um die Hälfte und stiegen ein.
Das mit dem „Stopp“ ist typisch für Bangkok und eine relativ einfach Sache: Das Tuk-Tuk (motorisiertes Dreirad) bringt dich zu einem besonders günstigen Preis zu deinem Wunschort, stoppt allerdings unterwegs einmal bei einem Geschäftspartners des Tuk-Tuk-Fahrers. Meist ein Schneider, Juwelier oder Reisebüro. Hier ist es deine Aufgabe kurz vorstellig zu werden, interessiert zu scheinen…und im Idealfall sogar was zu kaufen. Der Tuk-Tuk-Fahrer bekommt eine entsprechende Provision in Form eines Benzin-Gutscheines - einen kleinen, aber ausreichenden bereits sobald du das Geschäft betrittst…und einen deutlich größeren, wenn du was kaufst. Es wird relativ offen darüber gesprochen: „Gut für dich, gut für mich. Musst nichts kaufen, nur gucken!“ Eine interessante, aber auch anstrengende Art günstig durch die Stadt zu kommen (wir machten das Ganze noch ein zweites Mal und zahlten für eine Taxifahrt umgerechnet nur 4 Eurocent).
Die Shopping-Center sind kolossal. Wir verbrachten den gesamten Tag im Siam Center, schafften es zwar durch alle Stockwerke zu schlendern, doch wir haben nicht ansatzweise alle Geschäfte besuchen können. Einkaufen macht hier unglaublich viel Spaß (selbst mir). Zum einen natürlich, weil es unschlagbar günstig ist, aber mindestens genau so antreibend ist die unendliche Auswahl. Gefällt nicht? Einfach zwei Geschäfte weiter gehen – da gibt’s das Selbe noch mal in anders!
Am Abend, wir sind noch immer im Shoppingcenter, entscheiden wir uns, uns mal wieder einen Kinobesuch zu gönnen. Die Auswahl des Kinos ist nicht einfach – in einem Umkreis von einem Kilometer sind drei Kinos angesiedelt. Und Kinosaal ist nicht gleich Kinosaal. Vom Nokia-Design Kino bis zum VIP-Kino, in welchem man in großzügigen Ledersesseln sitzt oder liegt. Wir entscheiden uns für den Dolby Digital 3D-Kinosaal mit dem Film „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“. Wir genießen den Film in drei Dimensionen – eine kulturell interessanter Part war aber noch bevor der Film begann: Es wurde eine Würdigung des Königs eingespielt. Unglaublich – plötzlich standen alle (!!!) Menschen auf und starrten gebannt auf die Leinwand. Kein Anti, kein Königs-Gegner…ALLE schienen sie sich zu freuen.
Das ganze Thema mit dem König hinterfragten wir zwei Tage später nochmals genauer, als wir auf der Straße mit einem einheimischen ins Gespräch kamen. Wir unterhielten uns anfänglich über die Sehenswürdigkeiten Bangkoks, doch die eine Frage brannte uns auf der Zunge: Warum tragen heute eigentlich so viele Thailänder gelbe T-Shirts?
Die Antwort war überraschend. Stolz zeigte er auf das auf dem T-Shirt abgedruckte Königs-Wappen und erzählte uns „Zu Ehren unseres Königs tragen wir jeden Montag gelb!“. Das ist unglaublich – ihr könnt euch das nicht vorstellen. Ihr lauft durch die Straßen und jeder 2-3 Mensch, den ihr begegnet, trägt ein gelbes Polo-Shirt. Und das nur zur Ehre des Königs?“. Wir fragen weiter…“Welches Ansehen hat der König im Land?“. Unser Gegenüber scheint noch mehr Freude als zuvor am Gespräch zu finden. Er strahlt und erzählt uns, dass zwar Mutter und Vater die Nummer eins sind, aber dann sofort der König kommt. Er erzählt uns, wie gut und großzügig der König sei und wie sehr die thailändische Bevölkerung ihn liebt.
Nach dem Gespräch begeben wir uns wieder auf Stadt-Erkundungs-Tour. Wir besuchen verschiedene Tempel und Buddha-Statuen und erreichen irgendwann das Highlight des Tages: Der Grand Palace! Auch bekannt als Königspalast ist das Gelände wohl das prachtvollste und am meisten ausgeschmückteste Thailands. Wir laufen herum und bewundern das viele Gold und die glitzernden Fassaden – damit ist natürlich der fast unverschämte Eintrittspreis von 300 Baht begründet
Ansonsten haben wir noch einen Blick auf den Floating Market geworfen. Es gibt in der Nähe von Bangkok drei verschiedene dieser Art. Zwei von ihnen sind zwei Stunden Fahrt entfernt von Bangkok…darunter auch der für Touristen bekannteste. Wir entschieden uns für ein näher gelegenen. Nur 25 Minuten Fahrt mussten wir auf uns nehmen, haben dafür aber auch nur die kleine, abgespeckte Version eines Floating Markets zu Gesicht bekommen. Egal…Floating Market ist Floating Market… .
Das war unsere Bangkok-Tour! SUPER, wir mögen Bangkok…definitiv eine Stadt mit Atmosphäre!
Bild: Willkommen im Verkehrschaos Bangkoks!
@Moni
Nene…. 4 Eurocent sind schon richtig! Und nur EIN Stopp! Halt wirklich krass guenstig…einfach unglaublich!
wahnsinnig schoen !!!ok naechster urluab in thailand!!!!viiiiel spass noch!!!!muchos besos tina
Hallo Ihr zwei, ich höre förmlich die Melodie “one night in Bangkok …” Wahnsinns Stadt, da ist wohl Hamburg im Vergleich das Dorf.
Oder habt Ihr eine Null beim Preis vergessen?
Sagt mal, 4 Eurocent für eine Tuk-Tuk-Fahrt? Wie oft habt ihr für den Preis gestoppt?
Viel Spaß in Chiang Mai, der Rose des Nordens.
Endlich in Chiang Mai angekommen.Das heißt wohl langsam Abschied nehmen von eurer schönen Reise.Hier in der Heimat warten aber neue Abenteuer auf euch.Über Langweile brauch ihr hier sicher nicht zu klagen.Für die letzten Tage noch viel Spaß wünscht euch Oma Lilo
Ach…zu Bangkok, Dori!
Ne…wenig haben wir von Bangkok nicht erwartet. Haben uns schon drauf gefreut. Haben von vielen gehört, dass die Stadt viel zu dreckig und hektisch ist. Aber das waren wohl alles Dorfkinder. Klar ist die Stadt hektischer…wohn ja auch ein paar Millionen drinne
@Dori
Mitdem gelben T-Shirt stimmt aber…die sind auch besonders guenstig hier!
Gutes Argument fuer Toni nichts zu kaufen. Bei Jan ziehts aber nicht
@peter
Werden mal nach dem Jazz-Konzert ausschau halten. Vlt. am Geburtstag der Queen? Dieser wird wohl gross am 12. gefeiert…
vielleicht könnt ihr ja ein Jazz-Konzert des Königs besuchen… aber nur im gelben T-shirt .
Grüßt die Elefanten!
Man Kinder, ich weiß ja dass 10 Monate eine lange Zeit sind! aber habt ihr schon vergessen, dass in Tonis “Kinderzimmer” mehrere Umzugskarton gefüllt mit fast neuen Klamotten rumstehen?! Kauft nicht so viel. Wer soll denn das alles tragen? einfach jeden Tag ein gelbes T-shirt zu ehren des Königs von thailand reicht doch vollkommen und man muss sich künftig auch keine Gedanken mehr darüber machebn was man anzieht und spart auch noch jede Menge Geld! Ihr seid so süß. War Bangkog nicht die Stadt, von der ihr so wenig erwartet habt?! Und nun seid ihr so begeistert!
Küsse
Hallo,wieder ein sehr interressanter,informativer Bericht.Ihr wedet nach eurer Shoppingtour ja sicher so schick gekleidet aus dem Flieger steigen,daß man euch gar nicht gleich erkennt
Happy Landing in 10 Tagen in Berlin
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