Thailand - andere Länder, andere Fortbewegung!
Leider fehlen ein paar Bilder….und vielleicht ist der Text auch ein wenig lang geworden, aber wenn’s hier fleißige Leser gibt, die sich interessieren, WIE wir uns in Thailand fortbewegen, dann gibt es hier nun die passenden Infos
Nun, die Fortbewegung in Thailand ist deutlich anders als in Deutschland. Wenn man von „oben“ anfängt ist natürlich auch hier das Flugzeug eine Transportmöglichkeit. Absoluter Spitzenreiter scheint hier Air Aisa zu sein. Die Flugpreise sind für uns super günstig. Die „normale“ Rate für einen Inlandsflug liegt bei umgerechnet gut 20 Euro, doch kommt es durchaus vor, dass man auch Flüge für 20 Eurocent findet – INKLUSIVE aller Steuern.
Auch im Wasser gibt es regen Verkehr: Viele Fähren verkehren zwischen den Inseln Thailands. Die Fähren sind teilweise sehr modern, einige sind eher älteren Baujahres, aber durchaus noch ausreichend fahrtüchtig. Manchmal kann es vorkommen, dass die Boote nicht über ausreichend Rettungswesten verfügen. Man findet auch Kleinboote, die nur bis zu 15 Personen transportieren können.
Der eigentliche „Thai-Klassiker“ ist aber das so genannte „long-tail-boat“ (grob übersetzt: Lang-Heck Boot), welches sein Namen durch die sehr lange Antriebswelle hat. Hierdurch ist es den Booten möglich auch in sehr flachen Gewässern zu fahren. Es gibt eher gemütliche long-tail boats, doch auch regelrechte Schnellboote sind auf den Flüssen Thailands unterwegs.
Bild: Großes long-tail boat.
Was den Landtransport betrifft ist es eine Möglichkeit mit dem Zug zu reisen. In Thailand gibt es vier Haupt-Zugstrecken, was das Eisenbahnnetz recht übersichtlich macht. Zug fahren ist in Thailand eine durchaus angenehme Fortbewegungsmöglichkeit und man hat jede Menge Buchungsmöglichkeiten: Je nachdem, ob man in der Nacht oder tagsüber fährt, stehen einem jede Menge Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung: Erste Klasse? Zweite Klasse? Im Schlafwagen oder mit Sitz? Mit Ventilator oder Klimaanlage? Oder soll es dann doch lieber dritte Klasse mit offenen Fenster und Ventilator sein!?
Wir haben die dritte Klasse durchaus zu schätzen gelernt. Zumindest wenn es sich um nicht alt zu lange (bis 5 Stunden?) Tag-Fahrten handelt. Man ist einfach näher am „thailändischen Leben“. Es macht Spaß die Leute zu sehen, die in dieser Klasse reisen (meist Thailänder).
An nahezu jeder Bahnstation steigen Verkäufer hinzu, die für ein paar Stationen oder auch nur während des kurzen Stopps in dem entsprechenden Bahnhof allerlei Leckerein und Getränke anbieten.
Der Bus stellt in Thailand das wohl am häufigsten verwendete Verkehrsmittel dar. Es gibt einen Busservice der thailändischen Regierung, welcher mit gut ausgestatteten klimatisierten Bussen operiert. Je nach Reisedauer und Reisezeit werden hier auch Getränke und Essen serviert. Selbst eine Stewardess, gekleidet in schicker Polyester-Uniform, ist durchaus mal mit an Board.
Bei den privat operierenden Busunternehmen gibt es verschiedene Klassen: Es gibt normale klimatisierte Busse, VIP-Busse und wenn es noch besser sein soll: SUPER VIP Busse!
Wie bei Zugfahrten ist unser Favorit für nicht zu lange Tagfahrten aber auch hier der billige „Ordinary Bus“. Es ist derselbe Grund: Es hat einfach mehr Atmosphäre. Das es statt Klimaanlage ein geöffnetes Fenster gibt und der Bus in jedem kleinen Ort bzw. bei jeder am Straßenrand wartenden Person anhält, nehmen wir dafür gerne in Kauf.
Bilder: „ordinary bus“
Kommen wir zum interessantere Teil: Kurzstrecken, oder sagen wir besser kürzere Strecken. Hier gibt es eine Vielfalt von Transportmittel. Das Auto ist natürlich durchaus häufig vertreten, doch man hat den Eindruck, dass Motorroller das Transportmitteln Nummer eins der Thailänder ist. Übrigens trifft man hier häufiger mal auf eine Familie, die zusammen auf nur einem Motorroller fährt (Mutter, Vater, zwei Kinder) oder auch auf zwei Mädels, die auf einem Motorroller einen großen Fernseher transportieren.
Dadurch in vielen Städten verfügbar: Motorrad-Taxis. Man hält einfach Ausschau nach Motorradfahrern, die eine Nummer auf dem Rücken haben. Diese Art von Taxi fährt meist keine längeren Strecken und ist natürlich nur für wenig Gepäck und maximal zwei Mitfahrern geeignet. Anders schaut es aus mit Motorrädern, die einen kleinen Beiwagen auf der linken Seite haben. In diesem sind kleine Bänke montiert und man hat auch die Möglichkeit ein wenig mehr Gepäck mitzunehmen.
Dann gibt es noch die „saamlaw“ – diese gibt es motorisiert und unmotorisiert. Die motorisierte Variante ist unter Touristen eher bekannt als „Tuk-tuk“. Das ist kein Thailändischer Begriff, hat sich aber mittlerweile so in das thailändische Leben eingebrannt, dass auch die Thailänder „Tuk-tuk“ statt „saamlaw“ sagen.
Das unmotorisierte „saamlaw“ wird Rickshaw genannt und ist im Prinzip einfach ein Fahrrad mit einer am Heck montierten kleinen Passagier-Sitzfläche. Bei den Rickshaw-Fahrern handelt es sich oft um sehr arme Menschen. Wenn man nachts durch die Straßen läuft kann es durchaus vorkommen, dass man den einen oder anderen Rickshaw-Fahrer auf dem Bordstein schlafen sieht: Ohne Decke, ohne irgendwelche Besitztümer – meist dient nur das herausgenommene Sitzpolster der Rickshaw als Kopfkissen. Ein Rickshaw-Bild haben wir in unseren Fotos nicht finden können… .
Für kurze und längere Strecken, teilweise sogar in einer Art Linienfahrdienst, operieren die so genannten „Sawngthaews“. Hierbei handelt es sich in der Regel um Pick-Ups mit zwei Sitzbänken. – meist sogar mit montierten Dach. Es gibt auch größere Sawngthaews – Lastwagen mit ähnlich montierten Sitzbänken.
Motorrad-Taxis, Tuk-tuks, Rhikshaws und Sawnghtaews sind private Transportmittel und so sind die Preise immer Verhandlungssache. Mittlerweile gibt es auch „metered Taxis“, welche nach dem uns bekannten Taximeter berechnen: Kein verhandeln mehr!
Das war es eigentlich soweit zum Transport in Thailand, wenn man von den - nur in Bangkok existierenden – U-Bahnen und „Skytrains“ absieht.
Übrigens, was die Sicherheit auf den Straßen angeht. Ja, meist sind die Straßen ein einziges Chaos. Nachdem wir nun aber etwas häufiger mit dem Roller unterwegs waren haben wir den Eindruck, dass nicht die Fahrweise der Thailänder das Hauptproblem sind. Diese fahren zwar unberechenbar, sind aber die vielen Motorroller-Fahrer gewöhnt und fahren dementsprechend um einiges umsichtiger als die deutschen Autofahrer. Die Hupe spielt dabei eine entscheidende Rolle und wird gerne beim überholen, beim abbiegen oder allgemein zum „Achtung, hier bin ich“ kennzeichnen verwendet.
Ein weitaus größeres Problem stellen Touristen dar, die die Straßenverhältnisse mit einem Motorroller unterschätzen und oft Unfälle verursachen. Die Straßen sind nicht in den guten Zuständen wie in Deutschland. Es gibt Schlaglöcher, sandige Strecken und auch Hunde sind nicht zu unterschätzen – die legen sich nämlich ganz gerne mal zum schlafen mitten auf die Straße.
P.S.: Wir fliegen gleich nach Dubai – es werden aber noch Text und Bilder zu Thailand kommen! Halt alles wie gewohnt etwas verspätet ![]()
Hallo Ihr Suessen, ich hatte euch etwas aus den Augen verloren - erst der Umzug, dann 2 Monate warten, dass AOL mich wieder ans Internet anschliesst (sagt mal’n Satz mit X) und hier meine Umgebung erforschen und wie ne Bloede fotografieren (weil es halt so schoen ist). Aber Ihr seid ganz einfach SUPERSPITZE mit eurer Reise und den Berichten, den Fotos, den Videos. Wie schoen, dass das alles im Net erhalten bleibt, so dass ich nachholen kann, was ich versaeumt hab. Eure Mama freut sich schon auf euch!!!
liebe gruesse von karin
klingt interessant. hätte große Lust das mal auszuprobieren. VIP-Bus oder Roller ist hier die Frage.
Freue mich auf Euch!!!
Lese eben Dubei 46 Grad gefühlte Temperatur Puh,gut das ich nicht da hin muß.Ich biete an,Hamburg 17 Grad
Der Bericht war wieder mal Spitze,davon kann auch Oma noch was lernen.Ich denke so wie ihr reist hat man viel mehr von dem Land.Ich war nie dafür den Urlaub ausschließlich am Strand zu verbringen ich war lieber unterwegs.Da mußte ich immer mit meinem Mann Kompromisse schliessen.(meist habe ich gewonnen)
Gruß Oma
Na Ihr Süßen,
noch vier mal schlafen! finde ich klasse, wie ihr euch da so unter das einfach volk mischen könnt. Bin mir ziemlich sicher, dass das nicht mein Ding wäre. Ja,ja, das ist bestimmt das Alter.
Freue mich auf euch!
Küsse
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