Wir sind zurück in Deutschland!


Thailand - andere Länder, andere Toiletten!

Lebenszeichen von Antonia und Jan aus Thailand - Sonntag, 3. August 2008, 00:46 Uhr.

Bisher haben wir euch immer „up-to-date“ gehalten, was wir auf unserer Reise erlebt haben. Leider aber haben wir es nie wirklich geschafft euch von den „kleinen“ aber interessanten alltäglichen Unterschieden zu schreiben. Es gibt tausende Dinge, über die man sich wundert, erstaunt ist…oder sich ekelt.

Wir wollen versuchen euch jetzt am Ende unserer Reise noch ein zwei kleine alltägliche Besonderheiten zu beschreiben – angefangen mit dem interessanten Thema „Toiletten in Thailand“ (und Malaysia).

Toiletten sind hier für uns Europäer….sagen wir mal „gewöhnungsbedürftig“. Um euch einen Eindruck davon zu geben schaut euch mal das folgende Bild an:

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Hierbei handelt es sich um eine typische Thai-Toilette. In öffentlichen Toiletten ist das ganze noch mal eine Stufe un-westlicher: Die Toiletten-Schüssel fehlt, bzw. sie ist so in den Boden versenkt, dass nur noch ein Loch zu sehen ist.

Aber zurück zu der Thai-Toilette auf dem obigen Bild. Was fällt auf?
Vielleicht als erstes: Wo ist der Spülkasten hin? Die Antwort ist ganz einfach: Den gibt es nicht, denn gespült wird hier noch „per Hand“. Rechts unten neben der Toilettenschüssel seht ihr den gelben Hahn, welcher dazu dienen soll Wasser in den blauen Eimer zu füllen…und mit der türkisen Schüssel, welche auf dem Waschbecken steht, wird dann das Wasser in die Schüssel geschöpft.

Auffälligkeit Nummer zwei: Oh nein, Toilettenpapier ist alle! Fehlanzeige! Die kleine weiße Einbuchtung an der Wand ist kein Toilettenpapier-Halter, sondern eine Seifen-Ablagefläche. In Thai-Toiletten gehört kein Toilettenpapier. Zum einen wird es bei großen Mengen Papier schwierig dieses beim per Hand schöpfend herunter zu spülen. Viel mehr ist es aber eine Frage der „Rohrleistung“. Die Abwasserrohre neigen schnell zur Verstopfung…wenn man Toilettenpapier herunter spült!
Für „echte Asienreisende“ heißt es also nicht nur „runterspülen“, sondern auch noch „abspülen“. Die meisten westlichen Touristen entscheiden sich dann aber doch dafür das Toilettenpapier in (manchmal) bereitstehenden Müllbehälter zu schmeißen (schööön! :) ). Oder…man versucht es nach und nach doch runter zu spülen – man liebt ja das Spiel mit der Gefahr!

Auffälligkeit Nummer drei: Dusche? Richtig, Dusche – wenn man Glück hat hängt sogar ein solcher kleiner Kasten, wie er auf dem Bild zu sehen ist, an der Wand. Das heißt dann „warme Dusche“. Sonst ist sie kalt! Und es ist durchaus üblich, dass die Dusche zusammen mit der Toilette in einem Raum ist (90% unserer Unterkünfte). Wenn man dann mal duschen war ist nicht nur die komplette Toilette, sondern sogar das komplette Bad NASS (gibt ja keinen Duschvorhang).

So ist es mit den Thai-Toiletten. Das nun folgende Bild gilt hier übrigens als West-Toilette. Im Prinzip komplett das Selbe Programm wie oben – nur, dass jetzt auch eine Spülung vorhanden ist (in diesem Fall dafür aber eine kalte Dusche und ein wenig „Knast-Aussehen“).

Natürlich ist das nicht überall so. Man findet solche Toiletten eigentlich fast überall in kleinen oder „abgelegenen“ Orten…oder auch auf den Inseln. Aber auch in Großstädten sind sie weiterhin vorhanden, wir sind uns ziemlich sicher, dass die großen westlichen Hotelketten entsprechende ECHTE West-Toiletten anbieten.

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Tempel-Ruinen in Ayuthaya und Elefantenjagd im Khao Yai Nationalpark

Lebenszeichen von Jan aus Thailand - Mittwoch, 30. Juli 2008, 22:56 Uhr.

Die Stadt Ayuthaya, nördlich von Bangkok gelegen, hat eine lange historische Vorgeschichte, welche sich heutzutage besonders durch die vielen (über 400) Tempelruinen in und um Ayuthaya bewundern lässt. Auch wir wollen uns diese nicht entgehen lassen und wagen uns mal wieder mit dem Motorroller auf die Straßen Thailands. Wir bekommen jede Menge schöne Tempelruinen zu Gesicht, ausführlich besichtigt haben wir hiervon drei.

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Am meisten beeindruckt hat uns „Wat Yai Chaya Mongkol“. Hier gibt es einen riesigen liegenden Buddha.

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Außerdem sind hier unglaublich viele Buddhas in Reihen aufgestellt. Diese alten Statuen, mit den gelben Gewändern umwickelt, machen einen beeindruckenden Eindruck.

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Irgendwann haben wir genug von Tempeln – es sind einfach zu viele, um sich alle anzugucken. Wir stellen den Roller ab und entscheiden uns etwas durch die Gegend zu schlendern. Wir zwängen uns durch enge Gassen, vorbei an kleinen Werkstätten, Essensständen und freundlich lächelnden Tuk-Tuk-Fahrern. Und plötzlich stehen mitten in einem super interessanten Thai-Markt. Nicht so ein touristisch aufbereiteter Markt, wie wir ihn bisher aus dem Süden Thailands gewohnt waren.
Wir schlängeln uns von Stand zu Stand und schauen uns an, was die Thailänder hier so kaufen und verkaufen. Die Märkte hier sind in KEINER Weise mit den europäischen vergleichbar. Hygienisch gesehen ist es z.B. alles andere als der europäische Standart: Fleisch und Fisch liegt ungekühlt herum, die Lebensmittel werden herumgereicht, Handschuhe oder Waschbecken gibt es hier nicht!

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Die Atmosphäre ist einmalig und das Angebot ist vielfältig: Neben Obst und Gemüse, Gewürzen, Fleisch und Fisch findet man auch Stände mit Schildkröten, Fröschen (auf Wunsch lebendig, tot, bereits ausgenommen oder nur die Innereien) oder Hühnerfüße. In einem Topf fanden wir frittierte Hände und Füße, welche uns in der ersten Minute gewaltig zurückschrecken ließen: Frittierte Affenfüße haben verdammte Ähnlichkeit mit Kinderfüßen!

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Wir kaufen nur ein paar Früchte und essen etwas harmloseres Thai-Essen in einem gemütlichen Restaurant nahe unserem Gästehaus.

Am nächsten Morgen geht es mit dem Zug weiter in Richtung Khao Yai Nationalpark. Mittlerweile buchen wir gerne die 3. Klasse im Zug – nicht wegen dem günstigen Preis, sondern vielmehr aufgrund der netten thailändischen Atmosphäre. In der 3. Klasse reisen zum großen Teil Thailänder, alles ist absolut einfach gehalten und ständig laufen Thais durch den Zug und verkaufen Reisgerichte, Hühnchen, Getränke, getrockneten Fisch…oder was man auch sonst so verpflegungstechnisch im Zug vertreiben kann. Die Preise sind dem thailändischen Reisenden angepasst (Reis mit Hühnchen: 20 Eurocent).

Im Nationalpark angekommen entscheiden wir uns diesmal eine Tour durch den Dschungel zu buchen. Angeboten wird diese von unserem Gästehaus Green Leaf Lodge – am nächsten Morgen um 8 Uhr geht es los. Schon auf der Straße zum Dschungel stoppt unser „Sawngthaew“ (Pick-Up mit Sitzbänken auf der Ladefläche) – unsere Guide, welchen wir bisher noch nicht kennen gelernt haben, springt aus dem Fahrerhäuschen. Er ruft „Snake, Snake“ und wühlte im Grünstreifen neben der Straße herum, bis er stolz seinen Fund präsentieren kann: Eine gelbe Viper! Um uns die beste Sicht zu ermöglichen riskiert er auch einen Biss der Schlange. „Nicht giftig, nur schmerzhaft“ sagt er und springt zurück ins Fahrerhäuschen.

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Mit jeder Minute merken wir, was für eine gute Idee es war eine Tour zu buchen. Unsere Guides sind selber sehr interessiert an der „Dschungelwelt“. Immer auf der Suche nach etwas Neuem – teilweise mit so unglaublich scharfen Augen, dass wir sogar an auf Bäumen platzierten Plastikschlangen dachten…bis sie sich bewegten.

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Bild: Ungewöhnlich aussehende Spinne.

Klar, dass wir Affen sehen…doch ein wirkliches Highlight sind die affenähnlichen Gibbons. Diese leben, anders als Affen, ausschließlich auf Bäumen und sind nur in kleinen Gruppen bis maximal 7 Tieren unterwegs. Wir haben Glück, denn die von uns gesichteten Gibbons sind sehr neugierig und kommen uns sehr nahe.

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Wir wandern durch den Dschungel und spüren nach und nach mehr Tiere auf. Durch den Dschungel wandern ist hier auch endlich mal „durch den Dschungel wandern“: Keine Wanderwege, sondern nur ein einen Guide, welcher uns mit seiner Machte einen kleine Schneise durch den Dschungel schlägt.

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Im Laufe des Tages sehen wir mehr Gibbons, Affen, Spinnen, Schlangen, Skorpione, Eidechsen und und und.

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Wir machen einen kleinen Stopp an einem Wasserfall. Wer möchte kann etwas schwimmen oder sich mit einem Snack und Getränk von der Wanderung erholen.

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Nach Sonnenuntergang geht die Suche weiter. Zwar laufen hier auch wilde Tiger rum, doch diese treiben sich nur weit entfernt von den zugänglichen Gebietern herum. Anders schaut es mit wilden Elefanten aus: Der Khao Yai Nationalpark gehört zu den Plätzen in Thailand, in denen es am ehesten gelingt einen wilden Elefanten zu finden.
Wir fahren im Park herum als wir plötzlich auf Einheimische treffen. Sie zeigen in den Busch vor uns und erzählen unseren Guides, dass vor einer Minute ein Elefant die Straße überquert hat. Wir verteilen uns, versuchen so leise wie möglich zu sein. Und plötzlich tut sich was: Es raschelt, es knistert, es brechen Äste mit einer Lautstärke, die darauf hindeutet, dass da was Großes im Busch sein muss. Sehen tunen wir leider nichts, der Elefant ist zwar nur ca. 30 Meter von uns entfernt, doch hat er sich in für uns nicht zugängliches Gestrüpp gezwängt. Als er nicht mehr zu hören ist entscheiden wir uns noch ein wenig herum zu fahren, doch noch mal haben wir kein Glück. Somit haben wir zwar keinen wilden Elefanten gesehen, dafür aber gehört…und einige meinen ihn auch gerochen zu haben ;)

Ein Volltreffer war die Dschungeltour aber auf jeden Fall. Es hat riesigen Spaß gemacht!






Die Brücke am Kwai & der Tiger-Tempel

Lebenszeichen von Antonia aus Thailand - Montag, 28. Juli 2008, 16:20 Uhr.

Von den Tagen voller Erholung ging es für uns wieder aufs Festland den Rest Thailands zu erkunden. Nach der recht unsanften Hochgeschwindigkeits-Katamaran fahrt mit leichtem Reisekrankheitspotenzial ging es für uns mit einem Nachtzug; leider ohne Schlafkabine; nach Kachanaburi. Die recht unerholsamen Nacht im vollkommen unterkühlten Zug mussten wir am folgenden Tag langsam auskurieren und machten daher erstmal nur eine kleine Stadterkundung. Unsere Unterkunft war auch mal wieder etwas anderes. Unser Raum befand sich auf dem Wasser und vom Restaurant aus hatte man eine schöne Aussicht auf den Seerosenbedeckten Fluss.

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Vielleicht ist dem ein oder anderen die Stadt historisch gesehen ein Begriff. Bekannt ist die Stadt durch den Bau einer strategisch bedeutsamen Eisenbahnstrecke von Bankok nach Mayamar an die Grenze von Indien unter der Führung der Japaner im 2. Weltkrieg. Die Arbeiter bestanden zum Großteil aus thailändischen und malaiischen Zwangsarbeitern (200.000), aber auch unzählige Kriegsgefangenen aus Australien, England, und den Niederlanden (62.000) wurden von den Japanern zum Bau der 415 km langen Strecke eingesetzt. 50 Jahre zuvor wurde der Bau der gleiche Strecke von den Engländern in Erwägung gezogen, aber aufgrund der schlechten geographischen Verhältnissen und Arbeitermangels verworfen.
Die Lebensumstände der Arbeiter waren menschenunwürdig Der Bau wurde unter einem enormen Zeitdruck durchgeführt (17 Monate) und Märsche von mehreren 100 km durch den Dschungel waren keine Ausnahme. Hinzu kamen eine permanente Unterversorgung an Wasser und Lebensmitteln und eine notdürftige bzw. keine medizinische Versorgung. Die Männer waren nicht nur den Gefahren des Dschungels und dem fatalen Klima sondern dazu auch vielen tropischen Krankheiten ausgeliefert.
Allein von den  Kriegsgefangenen starben über 12.000 durch Unfälle, Unterernährung und Krankheiten, bei den Zwangsarbeitern waren es sogar über 80.000.

Heutzutage wird die Strecke immer noch der Death Railway genannt und neben einem Alliierten Friedhof, einer Railway Brücke am Kwai Fluss gibt es noch ein kleines sehr informatives Museum in Kanchanaburi, welches die Ereignisse sehr gut darstellt.

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Eine recht große touristische Attraktion in der Gegend ist auch der Tiger Tempel, wo es jedem möglich ist einen Tiger zu streicheln. Ein Ort an dem verwaist Tigerbabys von Mönchen aufgezogen werden und so vor Wilderern geschützt sind. Klingt schön…ist es aber in Wirklichkeit gar nicht. Wie wir aus Berichten und Erzählung Anderer erfahren mussten ist das eine ganz üble Tierquälerei. Die Tiere werden von klein auf mit Schläge erzogen, nachts in winzigen Käfigen gehalten und tagsüber liegen sie teilnahmslos fast schon komatös auf dem Tempelgelände. Für die unzähligen viel zahlenden Touristen werden die Tiger am Schwanz in Position gezogen. Das hat in unseren Augen nichts mehr mit Tierliebe zu tun, das ist reine Geldmacherei. Hinter den Kulissen sind keine Außenstehenden erlaubt und DNA-Tests zur Sicherstellung ihrer thailändischen Herkunft werden verweigert.
Aufgrund dieser Tatsachen haben wir uns dazu entschlossen diesen Tempel nicht zu besuchen, obwohl er eigentlich ganz weit oben auf unserer To-Do Liste stand. Wer zum Tiger Tempel noch ein paar mehr Information haben möchte kann diese zum Beispiel unter folgender Website finden:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,562903,00.html






Neue Bilder: Singapur und Malaysia!

Lebenszeichen von Antonia und Jan aus Thailand - Samstag, 26. Juli 2008, 20:02 Uhr.

Haben heute eine Gallerie mit jeder Menge Bildern aus Singapur und Malaysia online gestellt. Die Gallerie findet ihr wie immer unter “Pictures” und dort unter “Süd-Ost-Asien”.

Haben mittlerweile ein wenig “Platzprobleme”, sodass wir leider nicht darum herum kamen die Deutschland-Gallerie zu löschen. ;)






Inselhopping auf Thai!

Lebenszeichen von Jan aus Thailand - Freitag, 25. Juli 2008, 00:47 Uhr.

In den letzten paar Tagen haben wir uns damit die Zeit vertrieben von Insel zu Insel zu reisen. Nummer eins war die an der Westküste gelegene Insel Phuket – sicher eine der Regionen in Thailand, die Touristen am ehesten bekannt ist. Zum einen, weil es ein beliebtes Ziel von Pauschaltouristen ist, zum anderen aber auch, weil auch Teile von Phuket beim schwersten Tsunamiunglück der Geschichte am 26. Dezember 2004, betroffen waren.

Wir verbrachten nur kurze Zeit auf Phuket. Wir buchten uns in einem kleinen Gästehaus in Phuket Town ein und liehen uns einen Motorroller, um die Insel ein wenig zu erkunden. Phuket Town, ab vom großen Touristen-Trubel gelegen, wirkt noch recht gemütlich, doch sobald man an die Strände kommt herrscht ein unglaublicher Tumult. Die Hauptstrände sind unglaublich überlaufen, die Straßen sind gepflastert mit Bars, Clubs und Souvenir-Shops. Die Strände sind super, doch der Rest macht kein Spaß…man kann nicht durch die Straßen schlendern ohne das man alle 5 Sekunden (ich übertreibe nicht) angesprochen wird: „Hallo mein Freund.“, „Wo kommst du her?“, „Ich habe verwandte in Deutschland!“, „Wo willst du hin?“, „Was brauchst du?“, „Komm mit mir!“.
Wir sind nicht lange dort geblieben, haben uns bald wieder auf den Roller geschwungen und sind die kleineren Strände abgefahren.

Vom Tsunami, welcher jetzt ja knapp 4 Jahre her ist, ist nicht mehr viel zu sehen. Es sind jetzt Vorwarnsysteme installiert, die rechtzeitig einen Alarm auslösen sollen. Und an gefährdeten Plätzen sind in regelmäßigen Abständen Warnschilder aufgestellt: „Sie betreten ein Tsunami-Gefahrengebie!“. Die Schäden sind aber längst behoben, nur ab und an trifft man am Strand auf Tsunami-Überreste, die bisher noch niemand weggeräumt hat.

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Von Phuket, übrigens durch eine Brücke auch per PKW erreichbar, fuhren wir an die Ostküste. Hier wartete schon unsere Fähre auf uns – nächster Stopp: Koh Pha-Ngan.

Schon am Fähranleger wurden wir von Thailändern angesprochen, die uns ihre Unterkünfte verkaufen wollten. Wir wagten es direkt zuzuschlagen und buchten uns für die erste Nacht in einer 4€-Unterkunft ein. Im Endeffekt stellte sie sich als überraschend atmosphärisch heraus. Zwar planten wir ursprünglich uns ein Beach Front Bungalow zu holen und das von uns jetzt gebuchte Bungalow war sehr „ursprünglich“, doch war unsere Gastgeberin (eine Thailänderin in unserem Alter) und ihre zwei Angestellten so lieb, dass wir gleich 5 weitere Nächte buchten. Außerdem hatten wir eine super schöne Bucht erwischt ;)

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Die Tage verbrachten wir mit damit zu relaxen und mit einem Motorroller die Insel zu erkunden. Eine absolut erholsame Zeit…und dann kam der 19. Juli! Koh Pha-Ngan ist für eine Sache absolut berühmt: Die monatlich stattfindenden Vollmond-Partys! Geworben wir mit der größten Beach-Party der Welt. Sicher, damit wir bestimmt übertrieben…doch bei unserer Ankunft wurden wir von mehreren Tausend Menschen begrüßt. Der Strand war voll…und den Satz kann man genauso auf die Menschen übertragen. Vielleicht war es ein Fehler so spät zu kommen – es hat den Abend über geregnet und wir kamen erst um 1 Uhr Nachts an. Auch wenn es sehr voll war und man kaum jemanden mehr verstanden hat (ganz egal welche Nationalität) war das ganze nett anzuschauen…und ein wenig mit zu feiern ;)

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Rechtes Bild: Wie auf Malle – getrunken wird aus Eimern!

Die letzten beiden Tage nach der Party versuchten wir uns zu erholen und ließen uns in den kleinen Strandhäuschen eine Thai-Massage verpasse.

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Boah, die Mädels legen richtig Hand an…und Arme, Ellbogen…Füße….was auch immer…und wie auch immer die das hinbekommen haben. Das konnte auch mal ein wenig wehtun…aber was solls, soll ja gesund sein…hoffentlich… .

Wieder fit ging es dann direkt mit der nächsten Fähre weiter zur nächsten Insel: Koh Tao!
Koh Tao gilt als ein Tauchmekka Thailands und auch wenn uns zugegebner Maße bereits mehrfach abgeraten wurde hier zu tauchen, entschiedne wir uns doch mal einen Blick zu wagen. Wir erhielten ein netten Deal: Kauft 3 Tauchgänge und ihr bekommt gratis Unterkunft!

Das war OK und wir fanden uns am nächsten morgen auf dem Tauchboot wieder. Zugegeben, wir waren etwas erschrocken…unser Tauchguide war ein uninteressierter Franzose, das Equipment wirkte nicht so hundertprozentig gut (es blubberte grundsätzlich irgendwo raus) und das einzige mit Charakter war unser Tauchboot: Zwar verdammt alt und modrig, doch der thailändische Charme war vorhanden.

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Unsere ersten zwei Tauchgänge waren bescheiden und wir blickten dem nächsten Tag mit sanfter Vorfreude entgegen. Doch hier hatten wir mehr Glück: Das Equipment war zwar noch immer wünschenswert, doch de Guides waren deutlich besser!

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Nett zu ertauchen waren an einem Tauchspot auch die vielen Möglichkeiten durch Felsdurchbrüche zu schwimmen.

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Oder auch ganz besonders für mich die unglaublich riesigen Felder an Anemonen. Klar, dass hier tausende von meinen geliebten Anemonenfischen herumschwimmen. Ich habe mich aber zurückgehalten unbegrenzt Fotos zu schießen, schließlich haben wir ja schon eine Menge von ihnen ;)

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Im Endeffekt gab es durchaus Tauchplätze, die ganz schön waren - doch die Leute, die uns vom Tauchen in Koh Tao abgeraten haben, hatten schon recht: Es ist einfach zu überlaufen! Koh Tao hat nach dem Great Barrier Reef mit die am meist besuchtesten Tauchplätze der Welt. Wenn ihr nun daran denkt, dass sich das Great Barrier Reef über mehr als 1.000 Kilometer erstreckt und sich die Tauchplätze hier nur um die 21 Quadratkilometer große Insel sammeln, könnt ihr euch ja ungefähr vorstellen, wie voll es war ;)

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Eine Erfahrung war es aber dennoch Wert und ein paar schöne Dinge gab es ja, wie gesagt, auch hier zu entdecken. Zu unseren Tauchfavoriten gehört Koh Tao aber definitiv nicht (hauptsächlich bedingt durch die vielen Taucher).

Mittlerweile sind wir nach einer abenteuerlichen Fährüberfahrt, bei der 4 Personen dafür angestellt waren Kotztüten zu verteilen, in Chumphon angekommen und planen hier die letzten Tage unserer Thailandreise… .






Erinnert ihr euch an unsere Walhaie?

Lebenszeichen von Antonia und Jan aus Thailand - Donnerstag, 17. Juli 2008, 12:21 Uhr.

Erinnert ihr euch noch an unsere Walhai-Tour in Exmouth!?
Damals haben wir mehre Fotos von den Tieren geschossen. Von unsere ersten, den kleinen, Walhai haben wir ein Foto an die Organisation ECOCEAN gesendet, welche unter anderem auf ihrer Website www.whaleshark.org ein Archiv mit gesichteten Walhaien angelegt hat. Zur Identifikation der Walhaie haben sie sich an einem System der NASA zur Identifikation von Sternenkonstellationen bedient: Die weißen Punkte auf dem Körper des Walhaies sind ähnlich wie ein Fingerabdruck (oder eine Sternenstellung) einmalig und ermöglichen dadurch eine fehlerfreie Identifikation!

Das von uns zugesandte Foto wurde mittlerweile verarbeitet und bereits vor einiger Zeit haben wir die Nachricht bekommen, dass “unser“ Walhai als eine neue Sichtung in der Datenbank aufgenommen wird. Das hilft nicht nur bei der Erforschung der Tiere, sondern ist auch für uns mit einer super Idee verbunden: Immer, wenn das Tier wieder gesichtet wird, und ein Foto an die Organisation geschickt wird, bekommen wir eine Mail mit den entsprechenden Details. Zum Beispiel in 5 Jahren, dass der Walhai mittlerweile 1 Meter gewachsen ist und in Afrika gesichtet wurde.

Super, oder?! Leider wurde unsere Anfrage, den Walhai individuell zu benennen, bisher nicht beantwortet, sodass er sich derzeit mit dem unschönen Namen A-449 abfinden muss. Unter http://www.whaleshark.org/sharks.jsp?shark=A-449 hat er einen kleinen eigenen Online-Steckbrief, welcher allerdings noch mit recht wenigen Informationen gefüllt ist. Das wird sich hoffentlich bald ändern.

Vor ca. 1 Monat haben wir auch Fotos eines anderen von uns gesichteten Walhaies eingeschickt. Diese sind aber bis heute leider nicht ausgewertet worden (vlt. sind sie nicht angekommen, das müssen wir mal checken).

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Willkommen im Paradies: Raily

Lebenszeichen von Jan aus Thailand - Sonntag, 13. Juli 2008, 21:19 Uhr.

Okay, okay…wir haben euch schon oft geschrieben, dass wir das Paradies gefunden haben (Cookinseln oder gar nicht so lange her die Perhentian Inseln in Malaysia). So wirklich erklären können wir uns das auch nicht aber es scheint nicht nur ein Paradies zu geben und womöglich gibt es verschiedene Paradies-Stufen.

Aber der Reihe nach. Erstmal sind wir mit der Fähre von Langkawi in Malaysi nach Thailand übergesetzt. Wir kamen nähe der kleinen Stadt Satun an und fuhren direkt weiter nach Krabi. Krabi, an der Ostküste Thailands gelegen, ist bekannt für….ja, gute Frage…es ist halt einfach bekannt unter Thailand-Touristen und durchaus ein besuch wert.
Das „Touristen-Viertel“ ist ein wenig von der eigentlichen Stadt entfernt, sodass man das Gefühl hat, dass das dieses die komplette Stadt Krabi darstellt. An einer Flussmündung reihen sich Gästehäuser an CafĂ©s…alles schön touristisch, doch trotzdem hat das ganze eine sehr relaxte Stimmung.

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Schaut euch das obige Bild mal etwas genauer an. Seht ihr diesen goldenen Punkt? Oben auf den ganz links liegenden Berg? Das ist der Tiger Cave Tempel…und war unser Sightseeing-Stopp des Tages. Wir mieteten uns einen Motorroller und wagten uns auf de Straßen Thailands. Die Straßen scheinen hier etwas anderes zu sein: Der größere hat Recht!
Um Krabi herum ist der Verkehr aber noch nicht ganz so wild, sodass man eine Fahrt durchaus wagen kann. Der Tiger Cave Tempel ist auch nicht weit entfernt, sodass wir nach knapp 15 Minuten fahrt bereits angekommen sind.
Wir schauten uns ein wenig um, bekamen von einer buddhistischen Nonne (nennt man die so?) Glücks-Armband umgebunden (so eine Art Freundschaftsband, wie sie Wolfgang Petri so gerne trägt) und beobachteten die auch hier in Massen vertretenen Affen.

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Irgendwann machten wir uns dann auf zu dem besten Teil des Tiger Cave Tempels: „dieser goldene Punkt auf dem obigen Foto“. Um dort hin zu kommen hieß es erst mal Treppen steigen…und das 600 Meter hoch. 1.247 Stufen warteten auf uns, teilweise extrem steil. Der Aufstieg dauerte eine knappe halbe Stunde (ohne längere Pausen), doch irgendwann kamen wir oben an.

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Nicht, dass es bereits beeindruckend war, dass jemand die wahnwitzige Idee hatte diese Treppe zu bauen. Hier, auf der Spitze angekommen wartete eine riesige goldene Buddah-Statue auf uns. Einfach beeindruckend, wen man darüber nachdenkt, dass alles was hier oben rum steht über die Treppe nach oben geschafft werden muss: Es gibt keine anderen Weg nach oben, erst reicht keinen befahrbaren Weg!

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Der Buddah und die Aussicht, wir konnten sogar das Meer sehen, waren fantastische und wir entscheiden uns schweißgebadet, dass sich der Aufstieg auf jeden Fall gelohnt hat.

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Am nächsten Tag wartete eins der Long Tail Boote auf uns. In einer ca. 1,5-stündigen Fahrt brachte es uns nach Raily…und das ist der Punkt, wo die Paradies-Geschichte ins Spiel kommt.
Zugegeben…der Anfang wirkte nicht sehr paradiesisch. Der Ost-Strand war mehr schlammig als sandig, überall lag Müll herum, von links dröhnte der riesige Stromgenerator und von rechts die Baumaschinen, die den Boden für die nächste Luxus-Unterkunft ebneten. Schnell suchten wir uns eine Unterkunft (welche aufgrund der derzeitigen Nebensaison zu einem fairen Preis zu haben war) und machten uns auf zum Süd-Strand. Und hier fühlten wir uns dann tatsächlich wie im Paradies…anfangs regnete es noch, doch man konnte noch immer am Strand liegen, da dieser teilweise über einen riesigen überragenden Felsen regengeschützt ist.
Nach kurzer Zeit hörte es auf zu regnen und das Wetter wechselte zu paradiesischen blauen Himmel. Wir ließen uns eine 40-minütige Fußmassage andrehen (3 Euro), blickten in den blauen Himmel und lauschten Brandung. Das Wasser hatte schätzungsweise 30-31 Grad, man hätte Stunden in diesem verbringen können! Eine super angenehme Atmosphäre!

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An den Abenden liefen wir immer kurz zum Weststrand. Diese ist ebenfalls wunderschön, besticht zusätzlich aber noch durch seine atemberaubenden Sonnenuntergänge.

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Die Restaurants sind hier allerdings (für Weltreisende) nicht bezahlbar, sodass wir uns nach dem Sonnenuntergang wieder auf zum Ost-Strand machten. Hier ist es zwar nicht so schön, dafür ist das Essen aber ein wenig preiswerter ;)

Ein muss ist Raily für jeden Kletter-Fan. Es werden zahlreiche Felswände beklettert und es gibt Wanderwege, die mehr klettern als wandern sind (und das macht dann erst richtig Spaß). Wir ließen uns den Spaß nicht entgehen und konnten als  Belohnung die Aussicht auf die Umgebung genießen.

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Der Pfad sollte uns weiter bis zu einer Lagune führen. So weit kamen wir aber leider nicht. An einer 90-Grad Steilwand mussten wir passen. Durch den Regen am Vortag war der Boden absolut aufgeweicht…dadurch ist es nicht nur absolut ungeeignet mit Flip Flops weiter zu klettern, sondern würde auch Tonis neues Kleid ruinieren ;) Wir gaben uns damit zufrieden, schließlich entschieden wir uns spontan für den kleinen Kletterausflug. Also einen letzten Blick auf die in der tiefe liegende Lagune…und ab zurück geklettert!

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Raily ist von der Infrastruktur abgekapselt. Zwar liegt Raily auf dem Festland, doch führen keine Straßen hierher und auch Elektrizität muss selber produziert werden. Raily zählt definitiv mit zu den Orten, an denen es sich lohnt noch mal wiederzukommen!






Penang und Langkawi

Lebenszeichen von Antonia aus Malaysia - Donnerstag, 10. Juli 2008, 12:46 Uhr.

Von der paradies-gleichen Insel im Osten ging es für uns in einer Tour auf die nächste Insel im Westen von Malaysia – nach Penang. Über eine 13,5 km lange Brücke war die Insel für uns dieses Mal leichter zu erreichen. Bekannt ist Penang und insbesondere die auf ihr liegende Stadt Georgetown für seine einzigartige multikulturelle Atmosphäre. Anders als im Rest von Malaysia leben hier hauptsächlich Chinesen und abgesehen von den Malaien viele andere asiatische Nationalitäten.
Die Insel an sich ist durch sein stark verschmutztes Wasser fürs Schnorchel und am Strand liegen eher ungeeignet, umso mehr Zeit kann man im kulturell höchst interessanten Georgetown verbringen!
Viele viktorianische Gebäude erinnern an die Zeit, als Penang unter englischer Hand als Umschlagshafen fungierte. Sehr informativ dazu, war unser kurzer Ausflug in das Penang Museum, wo einem die Geschichte Penangs und die unterschiedlich asiatischen Bräuche näher erklärt wurden.

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Eine kleine chinesische Siedlung (Clan-Siedlung) gibt es auf Holzpfeilern gebaut im Wasser. Diese aufgrund der hohen Wasserverschmutzung günstigen Wohnmöglichkeiten, werden hauptsächlich von chinesischen Fischern und deren Familien genutzt.

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Überaus sehenswürdig sind in Georgetown die vielen eindrucksvollen Tempel.

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Bild: Chinesisch-Buddhistischer Tempel

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Bild: Thailändisch-Buddhistischer Tempel

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Bild: Mayamar-Buddhistischer Tempel

Na, habt ihr Unterschiede erkennen können?

In einer solch atmosphärischen Stadt ist es total schön abends einfach nur durch die Straßen zu spazieren, von einem der unzähligen Essensstände zu kosten und einfach nur die Leute zu beobachten.

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Am zweiten Tag hatten wir weniger Glück mit dem Wetter und wir flohen vorm großen Monsunregen in einen Fisch-Spa. Nein, dort werden keine Fische massiert oder manikürt, sondern das ist ein Spa für Menschen. Wir hatten davon schon in Kuala Lumpur gehört und wollten das unbedingt mal ausprobieren. Hierbei werden kleine Fische eingesetzt die einem massierend uns kitzelnd die alten Hautzellen von den Füßen „lutschen“. Ziemlich cool und eine wirklich interessante Gefühl. Somit haben wir selbst den verregneten Tag auf Penang sinnvoll kichernd und buhlend um die meisten Fische verbracht!

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Am dritten Tag ging es für uns mit der Fähre Richtung Norden auf die nächste Insel. Langkawi ist genau wie die Perhentian Inseln für seine idyllischen Strände bekannt. Ärgerlicherweise haben wir vorher den Wetterbericht nicht gecheckt und uns erwartete Unwetter (Monsunregen,…) für die ganze nächste Woche. Da die Insel bis auf ein paar schöne Strände und nette Bungalows nichts zu bieten hat, entschieden wir uns früher als geplant zur Weiterreise nach Thailand.






Kleines Paradies - die Perhentian Inseln!

Lebenszeichen von Jan aus Malaysia - Mittwoch, 9. Juli 2008, 20:50 Uhr.

Endlich ging es mal ans Wasser. Das Ziel: Die Perhentian Islands an der nördlichen Ostküste der malaysischen Halbinsel.

Unser Vorhaben schien aber schon beim Übersetzen zur Insel zu scheitern. Das Wetter war zu schlecht. Es regnete und die Wellen waren zu hoch, um mit den kleinen Schnellbooten in 45 Minuten zur Insel zu fahren. Das ganze erinnerte uns an einen Bericht im Internet, den wir gefunden haben. Ein paar Touristen schrieben in einem Block, ähnlich wie unserer, dass die Überfahrt zu den Inseln bedingt durch Sturm zur „schlimmsten Zeit ihres Lebens“ wurde.
Spannend, also setzten wir uns ins Warteterminal….und warteten. Nach knapp zwei Stunden schien etwas zu passieren. Es kamen Boote im Hafen an, die Fahrgäste alle absolut durchgenässt. Einer von ihnen fragte uns, ob wir jetzt rüber auf die Insel wollen. Als wir dies bejahten antwortete er mit einem knappen „You are fucked!“ und verschwand in der Menschenmaße.

Das Boot entpuppte sich als ein wirklich nicht sonderliches großes Boot mit einer Kapazität von knapp 20 Leuten. Es hatte ein Dach, war an den Seiten offen und am Heck befand sich ein großer starker Motor. Wir waren gespannt auf „die schlimmste Zeit unseres Lebens“.

Solltet ihr auch irgendwann mal die schlimmste Zeit eures Lebens vor euch haben: Alles halb so wild!!! ;) Die Bootsfahrt mit maximaler Geschwindigkeit war zwar durchaus sehr holprig, doch eigentlich recht lustig. So kamen wir nach 45 Minuten Spaß zu den Perhentian Inseln. Diese bestehen aus der kleineren Insel Perhentian Kecil und der größeren Insel Perhentian Basar. Wir entschieden uns für die größere (ohne Grund) und buchten uns im hoch empfohlenen „Mamas“ ein. Wohnen durften wir für umgerechnet 12 Euro pro Nacht in einem eigenes kleines Häuschen. Zwar nur in zweiter Reihe zum Strand, aber das machte uns nicht sonderlich viel aus.

Um euch einen kleinen Eindruck von den Inseln zu geben: Beide Inseln sind nur per Kleinboot erreichbar. Einige Buchten haben eine kleine Anlegestelle, unsere nicht und wir mussten vor der Bucht in ein noch kleineres Boot umsteigen.
Auf den Perhentians gibt es weder Autos noch Straßen (ggf. kleinere Ausnahmen in dem kleinen „Dorf“ auf der kleinen Insel). Eigentlich gibt es auch nichts anderes als den Strand und das Inselinnere ist unberührter Dschungel. Wenn man von einer Bucht zur anderen möchte hat man vereinzelt Glück, dass ein mehr oder weniger gut ausgetretener Dschungelpfad dorthin führt. Üblicher ist es aber mit einem „Taxi-Boot“ rüber zur nächsten Bucht zu fahren.

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Die Buchten sind gespickt mit kleinen CafĂ©s und Restaurants, wenn man sie so nennen darf. Und aus ihnen besteht dann auch ein größerer Teil des Tagesablaufes. Gekocht wird hier nicht, es gibt weder Unterkünfte mit Küchen (gibt es ja überhaupt kaum in Malaysia), noch gibt es die nötigen Lebensmittel zu kaufen. Also morgens, mittags, abends und zwischendurch ins CafĂ© – zurücklehnen und genießen!

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Zwischendurch verbringt man den Tag mit Strandspaziergängen oder gemütlichen Relaxen am Strand.

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Natürlich gibt es auch jede Menge Schnorchelmöglichkeiten…oder für uns natürlich auch ein paar Attraktive Tauchmöglichkeiten, denen wir nicht widerstehen konnten.
Insgesamt gönnten wir uns zwei Tauchgänge. Den ersten an einem schönen Riff (Pinacles, Temple of the Sea), welcher viele hübsche Weichkorallen zu bieten hatte.

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Auffällig war hier auch das überdurchschnittliche Vorkommen an Anemonenfische. Ich musste mich regelrecht zusammenreißen, damit ich nicht den ganzen Tauchgang damit verbringe die Anemonenfische zu beobachten und zu fotografieren (ihr wisst doch, wie gerne ich sie fotografiere).

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Auch schwamm uns ein schwarz/weißer Anemonenfisch (bin mir nicht ganz sicher wie er heißt, könnte aber Darwin-Anemonenfisch sein) über den Weg. Sehr schön, mit einem solchen haben wir hier nicht mehr gerechnet.

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Der zweite Tauchgang sollte mal wieder was neues sein und so machten wir uns auf den Weg ein in  20 Meter Tiefe liegendes Wrack zu erkunden. Die Sicht war nicht sonderlich gut, doch das machte die mystische Atmosphäre um das vor acht Jahren versunkene Frachtschiff noch viel besser.

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Neben einem Haufen Fischen fanden sich auch hunderte von Seeigeln auf dem Grund und über das Wrack verteilt – gut, dass wir mittlerweile kleine Profis sind, was die Tarierung angeht ;)

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Ein kleines außergewöhnliches Highlight: Nach einem Tauchgang, auf der Rückfahrt zur Tauchbasis schwamm ein gut 1 Meter langer Lizard an uns vorbei. Unglaublich, dass der so seelenruhig durch das Meer schwimmt, es schien so, als ob er zur anderen Insel herüberschwimmen wollte. Als er uns entdeckte, kurz beobachtete und dann entschied zu flüchten konnten wir sehen, was für ein guter und ausdauernder Taucher er ist.

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Nach 2 Übernachtungen entschieden wir uns das kleine Paradies zu verlassen – schließlich soll es nicht die letzte Insel sein, die wir auf unserer Reise sehen wollen.

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Teeplantagen in Cameron Highlands

Lebenszeichen von Antonia aus Malaysia - Sonntag, 6. Juli 2008, 21:44 Uhr.

Vom Taman Negara Nationalpark ging es für uns in die Cameron Highlands. Diese liegen auf 1500 Meter und sind für ihr kühles Klima und riesige Teeplantagen bekannt. Die Möglichkeiten sich eine Teeplantage anzuschauen sind dort sehr beschränkt, somit entschieden uns für eine Kombi-Tour.
Unsere ersten beiden Stopps waren bei einem Rosengarten und bei einem Erdbeerfeld. Na ja bis auf ein zwei Blumen haben wir die meisten schon mal bei uns in Deutschland in einem botanischen Garten gesehen ganz zu schweigen von einem richtigen Erdbeerfeld und nicht so ein winziges wie es uns auf der Tour gezeigt wurde. Aber bei unseren chinesischen „Mitreisenden“ kam beides super gut an ;-).

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Unglaublich herrlich anzusehen waren die satt-grünen Teeplantagen, die in der Kombination mit der frischen Bergluft eine pure Erholung sind!

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Nach einer kurze Führung durch die Mauern der “BOH“- (Best of Highland Tea) Teefabrik ging es für uns mit einem Tee und Kuchen auf die Terrasse des CafĂ©s, mit einer unglaublich entspannenden Aussicht! Seht selbst!!

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Dort hätten wir am liebsten den restlichen Tag verbracht, aber nach einer kurzen Verschnaufpause ging es für uns auch schon wieder weiter.

An die Schmetterlingsfarm war noch ein kleiner Insekten- und Reptilienstreichelzoo angebunden. Für mich gab es einen Dreihornkäfer und Jan entschied sich für den giftigen Skorpion.

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Selbst die Schmetterlinge waren nicht nur unglaublich groß sondern auch handzahm!

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Einen kurzen Abstecher gab es für uns noch auf einer Honigfarm, einem Markt und einem chinesischem Tempel. Zu den ersten beiden gibt es nicht interessantes zu berichten, aber bei Tempel haben wir einen kleinen Piranha Teich für uns entdeckt!

Klicke hier um das Video anzuschauen!

Die ganze Tour lief ein bisschen darauf hinaus so viel wie möglich in vier Stunden zu verpacken, aber im Großen und Ganzen war es super informativ und wir hatten viel Spaß!






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© Jan Sebastian K. & Antonia Trewendt